mini|Eine Messehalle während der Art Karlsruhe 2012 mini|Signet der Messe am Eingang (Foto: 2012)

Die Art Karlsruhe (Eigenschreibweise art karlsruhe) ist eine internationale Kunstmesse für Klassische Moderne und Gegenwartskunst in Karlsruhe. Sie wird von der Messe Karlsruhe seit 2004 jährlich im Februar auf dem Gelände der Messe Karlsruhe durchgeführt. Die nächste art karlsruhe findet statt vom 18. bis 21. Februar 2027.

Die Messe Initiator der Kunstmesse war der damalige Messegeschäftsführer Claus Hähnel. Seit Anbeginn fungierte der Galerist Ewald Karl Schrade als Kurator. Kunstinteressierte entdecken in den vier Hallen der Messe Karlsruhe das für die art karlsruhe charakteristische, große Spektrum künstlerischer Perspektiven und spannungsreiche Gegenüberstellungen- von der Klassischen Moderne, die hochkarätig aufgestellt ist, über die Konkrete Kunst und die Pop Art bis hin zur Zeitgenössischen Kunst. Mit eindrucksvollen Skulpturenplätzen liegt ein weiterer, traditionell wichtiger Fokus auf der dreidimensionalen Kunst. Die großzügigen Skulpturenplätze in den Hallen und der Skulpturengarten werden durch sculpture:spots in den Umläufen ergänzt. Typisch für die art karlsruhe bleibt die zukunftsweisende Kombination verschiedener Kunstepochen, wie die Klassische Moderne und Gegenwartskunst in Halle 1, die Nachkriegsmoderne und Gegenwartskunst in Halle 2 sowie die Zeitgenössische Kunst in der dm-arena.

Wegen der Corona-Pandemie fand im Mai 2021 die rein digitale art Karlsruhe selections statt. Im Mai 2023 übertrug der Kurator und Gründer Ewald Karl Schrade die Leitung der Kunstmesse an die Kunsthistorikerin Olga Blaß und den Berliner Galeristen Kristian Jarmuschek als Vorsitzender des Beirats. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2024 folgende Themenbereiche neu eingeführt: paper:square, re:discover, Newcomer, academy:square, re:discover, re:frame.

Als Begleitprogramm wird seit 2006 während der art karlsruhe eine Gesprächsreihe veranstaltet. 2008 wurde dessen Förderung durch eine Kunstversicherung übernommen und wird seither unter dem Namen ARTIMA art meeting fortgeführt. Interessierten werden Podiumsgespräche über Fragen des zeitgenössischen Kunstbetriebs geboten. Themen waren bisher unter anderem das Verhältnis von Kunst und Markt, die Situation der Kunstkritik und die Bedingungen der Kunstproduktion.

Weitere Talks sind die SWR Kulturgespräche und die Monopol-Talks.

Sonderschauen Jedes Jahr werden auch Sonderausstellungen präsentiert.

2004: „Kunst nach 1945“ – Sammlung Hurrle; MOMAK – Museum of Modern Art Kabul 2005: Fine Art Faculty Kabul; Morat – Institut für Kunst und Kunstwissenschaft 2006: Sammlung Falckenberg 2007: Künstler der Gruppe CoBrA aus der Sammlung Gudrun und Peter Selinka; Sammlung Rik Reinking 2008: Sharja – Cultural Capital oft the United Arab Emirates 2009: Fotosammlung Arthur de Ganay 2010: „Looping Memories“ – Arbeiten aus einer Schweizer Videokunst-Sammlung Carola und Günther Ketterer-Ertle 2010: Zeitgenössische südafrikanische Kunst aus privaten Sammlungen: Sammlung Sello Rathete Collection und Daimler Art Collection 2011: „Fashion – Modephotographie aus neun Jahrzehnten“ aus dem Bestand von Camera Work Berlin; „Permanent Trouble“ – aktuelle Kunst aus der Sammlung Kopp, München 2012: Pop Art aus der Sammlung Gunter Sachs und Sammlung Marli Hoppe-Ritter 2013: Fotografien von Gisèle Freund aus der Sammlung Marita Ruiter 2014: Sammlung Henri Nannen und Sonderschau „rosalie“ 2015: „Some like it cool“ – Schauwerk Sindelfingen 2016: Kirchner Museum Davos: der Maler als Fotograf; messmer foundation präsentiert: André Evard 2017: Tomi Ungerer – Zeichnungen, Collagen und Objektkunst aus der Sammlung Würth; 30 Jahre Retour de Paris; Sonderschau Druckgrafik 2018: L’Amour fou pour l’Art – Einblicke in die Sammlung Frieder Burda und Sonderschau Druckgrafik 2019: Sammlung Peter C. Ruppert: Konkrete Kunst in Europa nach 1945 und Sonderschau Druckgrafik 2020: Sammlung der Hans-Peter Haas Stiftung – Serigraphien großer Meister von Ackermann bis Vasarely und Sonderschau Druckgrafik 2022: Privatsammlung Klöcker – Frauen: Sammlung Klöcker und Sonderschau Druckgrafik 2023: Sonderschau des Galeristen Ewald Karl Schrade 2024: Sonderschau Sammlung LBBW 2025: Sonderausstellung zum privaten Sammeln „Tamina Amadyar – Einblicke in die Sammlung Christoph Keller. Eine kuratierte Sonderschau im Dialog mit der Sammlung der SGK“, kuratiert von Stefanie Patruno, Direktorin der Städtischen Galerie Karlsruhe 2026: Sonderausstellung zum privaten Sammeln Rolf Behm – „Farbe, Form, Fabelwesen“, die Pop-Art-Präsentation aus der Sammlung Kohlrusch sowie das Nachwuchsformat academy:square

Preise Seit 2008 wird auf der art karlsruhe der gleichnamige, mit 15.000 Euro dotierte Preis vom Land Baden-Württemberg und von der Stadt Karlsruhe an die beste One-Artist-Show verliehen. Das Geld dient zum Ankauf von Arbeiten des Künstlers durch das Land und die Stadt Karlsruhe für die art-Karlsruhe-Collection in der Kunstmuseum Karlsruhe. Die bisherigen Preisträger waren:

2008: Reto Boller und die Galerie Mueller-Roth, Stuttgart 2009: Thomas Müller und die Galerie Sturm, Stuttgart 2010: Julius Grünewald und die Galerie Karlheinz Meyer, Karlsruhe 2011: Jens Hanke und die Galerie Hunchentoot, Berlin 2012: Tatjana Doll und die Galerie Klaus Gerrit Friese, Stuttgart 2013: Claude Wall und die Galerie Angelo Falzone, Mannheim, abgerufen am 9. März 2013 2014: Jessica Buhlmann und die Galerie Anja Rumig, Stuttgart 2015: Alfonso Hüppi und die Galerie Reinhold Maas, Reutlingen 2016: Werner Schmidt und die Galerie Werner Wohlhüter, Leibertingen 2017: Neringa Vasiliauskaite und die Galerie Smudajescheck, München 2018: Sarah McRae Morton und die Galerie Anja Knoess, Köln 2019: Myriam Holme und die Galerie Bernhard Knaus Fine Art, Frankfurt 2020: Annette Kelm, Galerie König, Berlin 2022: Ambra Durante und die Galerie Friese, Berlin 2023: Mona Radiabari und die Galerie Michael Sturm, Stuttgart 2024: Carlo Krone und die Galerie Thomas Fuchs, Stuttgart 2025: Etsu Egami und die Galerie KORNFELD 2026: Shanee Roe und die Galerie KORNFELD

Hans Platschek-Preis

Ebenfalls seit 2008 wird der Hans Platschek-Preis für Kunst und Schrift von der Hans Platschek Stiftung auf der art karlsruhe verliehen. Die Wahl ist jedes Jahr einem Einzeljuror überlassen. Die bisherigen Preisträger waren:

2008: F. W. Bernstein (Juror: Manfred Eichel) 2009: Friedrich Einhoff (Juror: Werner Hofmann) 2010: Monika Grzymala (Juror: Axel Hecht) 2011: Werner Büttner (Juror: Harald Falckenberg, Jurist, Unternehmer und Kunstsammler) 2012: Rolf Bier (Juror: Ulrich Krempel) 2013: Guillaume Bruère (Juror: Robert Fleck) 2014: Sandra Boeschenstein (Jurorin: Ulrike Groos) 2015: Rikuo Ueda (Juror: Sebastian Giesen) 2016: Justin Almquist (Juror: Matthias Mühling) 2017: Jonathan Meese (Juror: Florian Illies) 2018: Michael Kunze (Juror: Gregor Jansen, Kunsthistoriker, Publizist und Kurator) 2019: Monica Bonvicini (Jurorin: Bettina Steinbrügge, Direktorin des Kunstvereins in Hamburg) 2020: Helga Schmidhuber (Juror: Alexander Klar) 2021: Monika Baer (Jurorin: Christina Végh, Direktorin der Kunsthalle Bielefeld) 2022: Osmar Osten (Jurorin: Ulrike Lorenz; Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar) 2023: Cornelia Schleime (Juror: Thomas Köhler; Direktor Berlinische Galerie) 2024: Paula Doepfner (Jurorin: Marion Ackermann; Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden) 2025: Ingeborg Lüscher (Jurorin: Bettina Steinbrügge, Generaldirektorin des Mudam Luxemburg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean)

Loth-Skulpturenpreis

Seit 2018 wird auf der art karlsruhe der Loth-Skulpturenpreis vergeben. Bisherige Preisträger waren:

2018: Joana Vasconcelos, Galerie Scheffel, Bad Homburg 2019: Jörg Bach, Galerie Wohlhüter, Leibertingen-Thalheim 2020: Gary Schlingheider, galerie burster, Berlin/Karlsruhe 2022: Stefan Rohrer, Galerie Scheffel, Bad Homburg 2023: Klaus Münch, Galerie Albert Baumgarten, Freiburg 2024: Andreas Blank, Galerie Art Affair, Regensburg 2025: Eva Hild, Galerie Martina Kaiser 2026: Robert Schad, Galerie Schlichtenmaier

LBBW academy:square award

2026: Felix Wagner, Absolvent der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe

Weblinks

Offizielle Website

Berichte zur art karlsruhe 2012: Annika Karpowski: Solitär im Sammlerland. In: artnet.de vom 8. März 2012 Art Karlsruhe: Messe-Fazit. Videobericht in: Monopol – Magazin für Kunst und Leben Bezahlbar-Solides aus Karlsruhe. In: Handelsblatt, 11. März 2012

Berichte zur art karlsruhe 2013: Solide Kost auf einem üppig gedeckten Tisch In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. März 2013

Einzelnachweise

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