mini|Ein Dschadschim aus dem kurdischen Bodschnurd, 2005 Dschadschim (; auch Djadjim) ist ein aus mehreren schmalen Flachgeweben zusammengenähtes Textil, das hauptsächlich im Iran, aber auch in Aserbaidschan, in der Türkei und in Indien für verschiedene Zwecke verbreitet ist.

Eine Variante der Dschadschim sind die Golidsch aus dem Nordiran.

Beschreibung mini|Frauen der Quashqai weben ein Dschadschim, 2010 Beim Dschadschim handelt es sich um einen Kettrips aus Wolle, Baumwolle oder einer Mischung von beidem, es sind also nur die Kettfäden sichtbar und diese bestimmen das somit gestreifte Grundmuster. (PDF-Datei; 1,15 MB), torba. Das Teppichmagazin, 2/99, auf galerie-kistler.com, abgerufen am 31. Mai 2026, S. 8. Durch mehrfarbige Kettfäden ist es möglich, in die Streifen zweifarbige Muster einzuweben.

Ein Dschadschim wird von zwei bis drei Weberinnen an einem zehn bis 15 Meter langen Webstuhl in Bahnen von etwa 15 bis 25 Zentimetern Breite hergestellt. Nach der Fertigstellung wird die Bahn auseinandergeschnitten und an den Seiten aneinandergenäht, um ein Textil von 200 bis 250 Zentimetern Länge und 130 bis 180 Zentimetern Breite zu erhalten.

Verbreitung und Verwendung Der Ursprung der Dschadschim wird bei den Schahsavan-Nomaden des Irans verortet – als eines von vielen traditionellen Textilien dieser Bevölkerungsgruppe. Auch die Qaschqai, Afschar und die Nomaden Belutschistans stellen Dschadschim her.

Dschadschim wurden traditionell verwendet, um Habseligkeiten auf der Reise einzuwickeln, als Teppiche und Bettdecken sowie als Korsi-Abdeckung.

Weblinks

Dschadschim in der Sammlung des Legion of Honor Museums in San Francisco Video zur Herstellung eines Dschadschim von IRANomad auf youtube.com

Einzelnachweise

Kategorie:Kultur (Turkmenistan) Kategorie:Kultur (Iran) Kategorie:Orientteppich