Wilhelm Treibs (* 6. November 1890 in Oberstein (Nahe); † 20. April 1978 in HeidelbergWerner Hartkopf: Die Berliner Akademie der Wissenschaften. Ihre Mitglieder und Preisträger 1700–1990, Akademie Verlag GmbH Berlin, 1992, S. 365, ISBN 978-3-05-002153-9 (Online bei Google Books).) war ein deutscher Chemiker. Er wurde an der Universität Göttingen promoviert. Seine Doktorväter waren Adolf Windaus und Heinrich Wienhaus,Louis Frederick Fieser, Mary Fieser: Organische Chemie, Verlag Chemie Weinheim, 2. Auflage, 1972, S. 1127, ISBN 3-527-25075-1. nach anderen AngabenRenate Kießling: Die Chemische Gesellschaft der DDR: Teil 1 – Die Gründungsgeschichte, Mitteilungen, Gesellschaft Deutscher Chemiker / Fachgruppe Geschichte der Chemie (Frankfurt/Main), Bd. 23 (2013), S. 145–175 dort S. 173. war Otto Wallach sein Doktorvater. Bis 1961 lehrte und forschte er an der Universität Leipzig. Anlässlich der 550-Jahr-Feier der Universität wurde er 1959 mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Silber ausgezeichnet.Neues Deutschland, 13. Oktober 1959, S. 4. Noch 1960 wurde er als Hervorragender Wissenschaftler des Volkes geehrt, danach als Verräter diffamiert, als er nach dem Mauerbau von einem Besuch in der Bundesrepublik nicht wieder in die DDR zurückkehrte.Ulrich von Hehl, Günther Heydemann, Klaus Fitschen, Fritz König: Geschichte der Universität Leipzig 1409–2009. Band 3: Das zwanzigste Jahrhundert 1909–2009, Leipziger Universitätsverlag, 2010, S. 585, ISBN 978-3-86583-303-7. vgl. . Danach war er Professor an der Universität Heidelberg.
Treibs ist bekannt für seine Arbeiten über Azulene.W. Treibs, W. Kirchhof, W. Ziegenbein: Fortschritte der Azulenchemie seit 1950, Fortschritte der chemischen Forschung 3, 1955, S. 334. 1961 gab er den siebten Band von Die ätherischen Öle von Eduard Gildemeister und Friedrich Hoffmann heraus.Irmgard Bitsch: Ernährungsempfehlungen in mittelalterlichen Quellen und ihre Beurteilung aus heutiger Sicht. In: Trude Ehlert (Hrsg.): Haushalt und Familie in Mittelalter und früher Neuzeit. Vorträge eines interdisziplinären Symposions vom 6.–9. Juni 1990 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Mit einem Register von Ralf Nelles. Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4156-X, S. 129–136, hier: S. 130, Anm. 3.
1959 wurde er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Seit 1955 war er Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.
Weblinks
Mitgliederverzeichnis der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Einzelnachweise
Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig) Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR III. Klasse für Wissenschaft und Technik Kategorie:Hervorragender Wissenschaftler des Volkes Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1890 Kategorie:Gestorben 1978 Kategorie:Mann