mini|Wappen derer von Boddien Boddien, auch Boddin, ist der Name eines Adelsgeschlechts aus Mecklenburg, wo es mehrere Orte des Namens Boddin gibt. Glieder der Familie sind in großherzoglich mecklenburg-schwerinischen und mecklenburg-strelitzischen Hofdiensten und in königlich preußischen, königlich hannöverschen und königlich niederländischen Militärdiensten zu hohen Ehrenstellen gelangt.Ernst Heinrich Kneschke: Die Wappen der deutschen freiherrlichen und adeligen Familien, Band II, Verlag T. O. Weigel, Leipzig 1855, S. 57.
Geschichte Nach Kneschke kam das Adelsgeschlecht aus Hannover, es stammt ursprünglich aber aus Mecklenburg. Stammvater ist Bernhard Gottfried Boddin (* 1694 in Demmin in Pommern; † 1758) Gutsbesitzer auf Danneborth und Alten-Karin, beides heute Ortsteile der Gemeinde Carinerland in Mecklenburg. Sein Sohn August Gotthard Boddien erhielt am 8. August 1787 zu Wien den Reichsadelsstand. Der königlich hannöversche Generalmajor Johann Caspar von Boddien, auf Danneborth und Weisin, wurde am 19. Juni 1822Laut GHdA; nach Ernst Heinrich Kneschke bereits 1821. der mecklenburgischen Ritterschaft inkorporiert. Der königlich niederländische Oberstleutnant Frederik Hendrik von Boddien wurde am 9. Dezember 1898 in den niederländischen Adel aufgenommen.Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler et al.: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band I, Band 53 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1972, S. 455.
Im Einschreibebuch des Klosters Dobbertin befinden sich neun Eintragungen von Töchtern der Familien von Boddien aus dem Hause Weisin aus der Zeit von 1834 bis 1893 zur Aufnahme in das dortige adelige Damenstift.
Besitzungen Das Stammhaus in Mecklenburg befand sich in WeisinGutshaus Weisin bei Gutshäuser in Mecklenburg-Vorpommern in der heutigen Gemeinde Passow (Mecklenburg) im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Von 1819 bis 1837 war Oberst Johann Caspar von Boddin, Besitzer von Weisin. Über Heirat 1906 der Anna Maria von Schack mit Albert von Boddien kam 1906 das 1059-ha-Allodgut Brüsewitz hinzu. Von dort aus erwarb deren Sohn Hans Albrecht von Boddien noch Gut Schwarzenhof bei Waren (Müritz). Weitere Besitzungen waren in Ostpreußen im Landkreis Ragnit und in Knauten (Landkreis Preußisch Eylau) von 1898 bis 1945.Ostpreußen.net: Prudki - Knauten
mini|hochkant
Wappen Das Wappen von 1787 zeigt in Silber auf grünem Boden einen aus Gebüsch springenden natürlichen Hirsch. Auf dem Helm mit rechts rot-silbernen und links grün-silbernen Decken ein natürlicher grüner Baum.
Bekannte Familienmitglieder
Literatur Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon. ⇒ Supplement-Band, Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1839, S. 49. Ernst Heinrich Kneschke: Die Wappen der deutschen freiherrlichen und adeligen Familien. Band II, Verlag T. O. Weigel, Leipzig 1855, S. 57. Gustav von Lehsten: Der Adel Mecklenburgs seit dem landesgrundgesetzlichen Erbvergleiche (1775). J. G. Tiedemann, Rostock 1864, S. 26 f. Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter. 1878. 3. Jahrgang, Buschak & Irrgang, Bearb. Mori(t)z Maria von Weittenhiller, Wien November 1877, S. 61 ff. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1907, 1. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 20. November 1906, S. 58 ff. der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1922. 16. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha Dezember 1921, S. 67 ff. der Adeligen Häuser Teil B (Briefadel) 1940. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. 32. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha Herbst 1939. Siehe: FamilySearch. Genealogisches Handbuch des Adels. Adelige Häuser. B (Briefadel). 1956. Band II, Band 12 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen Thiedicke von Flotow, Walter von Hueck, Johann Georg von Rappard et al., C. A. Starke Verlag, Glücksburg (Ostsee) 1956, , S. 27 ff.; ff. ⇒ Ausgabe 1989. Adelslexikon. Band I, Band 53 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, Walter von Hueck et al., C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1972, , S. 455. Gothaisches Genealogisches Handbuch. Adelige Häuser A/B. 2018. Band 4, Gesamtreihe GGH, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, Gottfried Graf Finck von Finckenstein, Selbstverlag Deutsches Adelsarchiv, Marburg (Lahn) 2018,
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Mecklenburgisches Adelsgeschlecht Kategorie:Niedersächsisches Adelsgeschlecht