Das Kloster Boquen (Boquianum; Notre-Dame de Boquen) ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in der Gemeinde Plénée-Jugon im Département Côtes-d’Armor, Region Bretagne, in Frankreich. Es liegt rund 10 km südlich von Lamballe am Arguenon.
Geschichte Das Kloster wurde 1137 von Mönchen aus dem Kloster Bégard besiedelt. Es gehörte damit der Filiation von Kloster Cîteaux an. Ob die Gründung von Kloster Bon-Repos (1184) von Boquen aus oder in Abhängigkeit von Kloster Savigny erfolgte, ist unklar. Das Kloster nahm schnell einen beachtlichen Aufschwung, fiel später aber in Kommende. Während der Französischen Revolution fand es 1790 sein Ende. Anschließend wurde es als Steinbruch genutzt.
1936 wurde das Kloster von Trappisten aus Kloster Tamié unter Leitung von Dom Alexis Presse wiederbelebt, die bis 1970 blieben. Schon 1938 erfolgte die Klassifikation als Monument historique. Nach 1970 wurde das Kloster restauriert und diente als ökumenische Begegnungsstätte. 1976 kamen die Schwestern von Bethlehem; im Januar 2011 übernahm die charismatische und ökumenische Gemeinschaft Chemin Neuf das Kloster.
Bauten und Anlage mini|hochkant=1.1|links|Inneres nach Osten mini|Die Ruine des Kapitelhauses Erhalten sind von der nüchternen Kirche das geräumige Hauptschiff aus dem letzten Viertel des 12. Jahrhunderts mit den beiden über große, auf trommelförmigen Säulen ruhenden Arkaden geöffneten Seitenschiffen, das Querhaus mit je zwei Kapellen auf beiden Seiten, der im 14. und 15. Jahrhundert verlängerte Chor mit flachem Abschluss und großen Fenstern. Auf der linken Seite der Vierung steht ein Turm mit einer Wendeltreppe. In einer der Kapellen steht eine Marienstatue aus dem 15. Jahrhundert. Die Fassade besitzt ein spitzbogiges Portal mit drei Archivolten, ein hohes Lanzettfenster und vier Contreforts. Der Kreuzgang ist nicht restauriert worden, jedoch ist der Zugang zum Kapitelsaal erhalten. Die übrigen Klausurgebäude stammen überwiegend aus dem 17. Jahrhundert.
Liste der Äbte 1137 : Adonias ? : Guethenoc 1148 : Kennaroc 1202 : Brient 1238 – 1241 : Alain 1246 – 1253 : Pierre I. 1267 – 1272 : Guillaume I. 1309 : Luc 1333 – 1345 : Pierre II. 1360 : Yves Boaudi ? 1367 : Henri 1381 – 1434 : Guillaume II. Grignon 1434 – 1449 : Jean Ier Bouret 1449 : Louis du Verger 1462 : Nicolas Rabel 1472 – 1480 : Jean II. Gomart 1486 – 1486 : Normand Baudre
Kommendataräbte 1494 – 1521 : Christophe de la Moussaye 1522 : Guillaume III. de Kersal 1529 – 1537 : Jean de la Motte 1538 – 1546 : Guillaume IV. Eder 1546 – 1582 : Maurice de Commacre ? : Sansom Bernard ? : Bertrand de Goyon ? : Mathurin Tardivel ? : Jean Bouan ? : Jean Gillet 1615 1653 : Olivier Frottet 1653 – 1680 : Urbain d’Espinay 1682 : Philippe Jean Le Chapellier de Mauron 1723 – 1757 : Jacques de Durras 1757 – 1790 : Joseph Mathurin Le Mintier
Literatur Guy Luzsénszky: Boquen. Chronique d’un espoir. Éditions Stock, Paris 1977, ISBN 2-234-00674-0. Bernard Peugniez: Routier cistercien. Abbayes et sites. France, Belgique, Luxembourg, Suisse. Nouvelle édition augmentée. Éditions Gaud, Moisenay 2001, ISBN 2-84080-044-6, S. 82–83. Xavier-Henry de Villeneuve: Boquen – une quête renouvelée de Dieu. In: Dossiers d’Archéologie. Nr. 234, 1998, , S. 22–23, mit weiterer Literatur.
Weblinks
Website der Certosa di Firenze mit einigen Fotos Die Abtei auf infobretagne mit Grundriss, Abtsliste und einigen Fotos Kloster Boquen auf Wikiarmor () Boquen auf der Site von Chemin Neuf
Boquen Boquen Boquen Kategorie:Chemin Neuf Kategorie:Kirchengebäude im Département Côtes-d’Armor Kategorie:Monument historique in Plénée-Jugon Kategorie:Organisation (Département Côtes-d’Armor) Kategorie:Monument historique seit 1938 Boquen Boquen Kategorie:Geschichte (Bretagne) Boquen Kategorie:Aufgelöst 1790 Boquen Kategorie:Aufgelöst 1973