Das Kloster Le Relec (Le Relecq; Abbatia de reliquiis) ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in der Gemeinde Plounéour-Ménez im Département Finistère, Region Bretagne, in Frankreich. Es liegt rund 17 Kilometer südlich von Morlaix im Tal des Queffleuth.
Geschichte miniatur|Südansicht der Abteikirche Das Kloster geht wohl auf eine Benediktinergründung des Paulinus Aurelianus aus dem 6. Jahrhundert zurück, die den Namen Gerber trug. Die Besetzung mit Zisterziensermönchen erfolgte im Jahr 1132 vom Mutterkloster Bégard aus, das selbst eine Tochter von Kloster L’Aumône war. Damit gehörte Le Relec der Filiation von Kloster Cîteaux an. Das Kloster erlebte seine Blütezeit vom 12. bis zum 15. Jahrhundert, wurde aber im Hundertjährigen Krieg 1375 geplündert. Die Landvergabe an Dritte erfolgte im System der Quévaise, die den Hintersassen an den Landherrn band. Am Ende des 15. Jahrhunderts wurde auch in Le Relec die Kommende eingeführt. In den Hugenottenkriegen wurde das Kloster mehrfach geplündert, so im Jahr 1598. In der Folge fiel es teilweise in Ruinen. Bei Beginn der Französischen Revolution, die das Ende des Klosters brachte, betrug die Zahl der Mönche noch vier. Anschließend wurden die Gebäude verkauft. Die Abtei wurde 1914 als Monument historique klassifiziert. Heute steht die Anlage im Eigentum des Generalrats des Départements.
Bauten und Anlage miniatur|links|Inneres der Abteikirche miniatur|rechts|Treppe zum Dormitorium Erhalten sind die mehrfach umgebaute Abteikirche aus dem 12. Jahrhundert mit einem Altar aus dem 17. Jahrhundert, der Treppe zum Dormitorium, sowie Reste des Kreuzgangs, Gärten, ein monumentaler Brunnen und zwei Weiher. Von den Konventsgebäuden sind Ruinen erhalten.
Äbte 1171–1184: David … 1265–1279: Yves 1300: Alain 1309: Jean 1389–1392: Guillaume 1437 (Sterbejahr): Olivier 1458: Henri Kerhoet 1458–1462: Parcevaux Le galais 1462–1472: Guillaume Le Goellos 1479: Conan de Kerrenborgne 1487–1515: Guillaume de L’Espervier 1511: Pierre de Kerléau Kommendataräbte 18 Äbte von 1526 bis 1784: 1526–1541: Louis d’Acigné 1541–1543: Jacques Torsolis, konkurrierend mit 1541–1543: Guillaume Le Roux 1543: Sébastien Thomé 1550–1564: Louis Le Bouteiller 1596–1600: René Potier, Bischof von Beauvais 1600–1651: René de Rieux ?: Cardinal de Lenoncourt 1659–1691: François de Pas de Feuquières 1719 (Sterbejahr): David Nicolas de Bertier, seit 1697 Bischof von Blois 1719–1728: François-Elie Voyer de Paulmy d’Argenson 1729–1740: Antoine Charpin de Gennetines 1740–1784: Pierre Hyppolite du Viviers de Lansac
Literatur Bernard Peugniez: Routier cistercien. Abbayes et sites. France, Belgique, Luxembourg, Suisse. Nouvelle édition augmentée. Éditions Gaud, Moisenay 2001, ISBN 2-84080-044-6, S. 85. Maurice Dilasser: Le Relec et son église abbatiale. Châteaulin 1978. Abbaye du Relec. Chemins du partimoine en Finistère. o. O., o. J. (vor Ort erhältlich)
Weblinks
Website der Certosa di Firenze mit einigen Fotos
Relec Relec Relec Kloster Kloster Relec Kategorie:Monument historique seit 1914 Kategorie:Geschichte (Bretagne) Kategorie:Organisation (Département Finistère) LeRelec Kategorie:Aufgelöst 1791