Detumeszenz (lat. detumescere = „abschwellen“) bezeichnet den Prozess des Abschwellens oder Rückgangs einer Schwellung, insbesondere in medizinischen Kontexten.

Etymologie und Aussprache Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und wird im Deutschen als De·tu·mes·zenz ausgesprochen (IPA: [detumɛsˈt͡sɛnt͡s]). Er hat keinen Plural und wird synonym zu „Detumeszenz“ oder im Englischen als „detumescence“ verwendet.

Medizinische Definition Detumeszenz beschreibt allgemein das Abschwellen einer Geschwulst, eines Organs oder Gewebes. In der Urologie steht der Begriff häufig für den Rückgang der Penis-Schwellung nach einer Erektion oder bei pathologischen Zuständen wie Priapismus, etwa durch einen Winter-Shunt.

Physiologischer Mechanismus Bei der postkoitalen Detumeszenz des Penis fließt das Blut durch venöse Abflusswege ab. Dies geschieht durch Abklingen der Neurotransmitter-Ausschüttung (z. B. Stickstoffmonoxid), Abbau sekundärer Botenstoffe wie cGMP durch Phosphodiesterasen (PDEs) sowie sympathische Erregung nach Ejakulation.

Anwendungsbeispiele

Urologie: Rückbildung einer Priapismus-Schwellung. Allgemeine Pathologie: Abschwellen von Tumoren oder entzündeten Geweben. Sexualphysiologie: Erschlaffung männlicher und weiblicher Genitalien nach Erregung.

Verwandte Begriffe

Intumeszenz: Der Gegenvorgang, also Anschwellen oder Volumenzunahme. Tumeszenz: Synonym für Schwellung, oft vorübergehend.

Literatur Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 256. Auflage, Berlin, 1990. DocCheck Flexikon: „Detumeszenz“ (Stand: 2024).

Weblinks DocCheck: Detumeszenz.

Kategorie:Sexualwissenschaft