Ein Ressourcenschutzgebiet ist ein Schutzgebiet, in dem biologische Vielfalt langfristig erhalten und geschützt werden soll, um sie für den Menschen nutzbar zu erhalten. Die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) definiert solche Gebiete unter Kategorie VI (Ressourcenschutzgebiet mit Management).
IUCN-Definition Nach IUCN ist ein Ressourcenschutzgebiet:
Wie bei allen IUCN-Kategorien liegt der Fokus der Klassierung auf der Gestaltung von Schutzziel und Management (Maßnahmen von Eingriffen und Verboten).
Anwendung und Kritik Von manchen Ökologen wird kritisiert, dass der Anspruch dieser Gebiete in der Realität kaum umsetzbar ist, da Naturschutz fast nie ohne Einschränkung menschlicher Aktivitäten auskommt und umgekehrt gewerbliche Aktivitäten der Bevölkerung so gut wie immer einen Eingriff in Ökosysteme bedeuten. Die Schutzkategorie geht aber über klassischen Naturschutz (Wildnisgedanke) weit hinaus und ist eng dem moderneren Biosphärengedanken verbunden, also Gebieten, in denen Ressourcenschonung als Habitat des Menschen zusammen mit der „restlichen“ Natur im Vordergrund steht (Ökosystemdienstleistung).
Faktisch fallen in diese Klasse Ausweisungen wie Trinkwasserschutzgebiet oder Heilquellenschutzgebiet, Lawinenschutzwald (Bannwald), oder marine Laichschutzgebiete in Fischfanggründen, bei denen das Funktionieren des natürlichen Ökosystems die Basis seiner Nutzung als Ressource bildet, die natürliche Reinigung des Wassers bei ersteren beiden, eine gesunde, belastbare Waldstruktur bei folgendem, ein Schutz vor Überfischung bei letzterem. Auch urbane Grüngürtel für die Luftreinhaltung ebenso wie in desertifikationsgefährdeten Gebieten zum Schutz vor Versteppung/Verwüstung, oder Feldraine in durch Winderosion gefährdetem Ackerland dienen primär dem Schutz des Menschen und seiner Wirtschaft, mit (klassischem) Naturschutz als gewolltem Synergieeffekt.
Weblinks
Einzelnachweise
#6 Kategorie:Schutzkategorie (Umwelt- und Naturschutz)