mini|Luftbild von Schlierbach (1983) Schlierbach ist eine Gemeinde im baden-württembergischen Landkreis Göppingen. Sie gehört zur Region Stuttgart (bis 1992 Region Mittlerer Neckar) und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart.

Geographie Geographische Lage Das Gemeindegebiet von Schlierbach liegt im Vorland der mittleren Schwäbischen Alb, in Luftlinie etwa 11 km westsüdwestlich der Kreisstadt Göppingen und etwa 28 km ostsüdöstlich der Landeshauptstadt Stuttgart. Das sich von an dessen Ausfluss bis zu ungefähr erhebende Gemeindegebiet entwässert über den Schlierbach und andere Oberläufe des Talbachs nordwestlich in Richtung Fils.

Gemeindegliederung Der einzige Ort in der Gemeinde ist das namengebende Dorf Schlierbach. Im Gebiet liegen die abgegangenen Ortschaften Bolzhausen und Brühlmannshof.Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 304–305.

Nachbargemeinden Schlierbach grenzt reihum im Nordnordwesten an die Stadt Ebersbach an der Fils, im Nordosten an die Gemeinde Albershausen und im Südosten an die Gemeinde Hattenhofen, die alle drei dem eigenen Landkreis Göppingen angehören. Dagegen liegen die Gemeinde Ohmden im Süden, die Stadt Kirchheim unter Teck im Südwesten sowie die Gemeinde Notzingen im Westen im Landkreis Esslingen.

Flächenaufteilung

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Schlierbach.

Geschichte Altertum Die Spuren der ersten menschlichen Besiedlung auf Schlierbacher Markung führen bis in den Zeitraum von 800 bis 450 v. Chr. zurück. Den Kelten folgten etwa um Christi Geburt die Römer, die wiederum im 3. Jahrhundert von den Alamannen verdrängt wurden.

Mittelalter Die Alamannen gelangten seit dem 8. Jahrhundert unter fränkische Herrschaft. In der jüngeren Ausbauzeit des 9. bis 12. Jahrhunderts entstanden, gehörte der Ort im 13. Jahrhundert den Herzögen von Teck.

Im Jahr 1275 wird Schlierbach im liber decimationis, einem Steuerverzeichnis, erstmals urkundlich erwähnt. Mit dem Erwerb der Herrschaft Teck durch Graf Ulrich im Jahre 1381 wurde Schlierbach württembergisch. 1485 kam Schlierbach vom Amt Kirchheim zum Amt Göppingen.

Neuzeit Bei der Umsetzung der neuen Verwaltungsgliederung im 1806 gegründeten Königreich Württemberg blieb Schlierbach weiterhin beim Oberamt Göppingen. Im Zuge der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte die Gemeinde 1938 zum neu gefassten Landkreis Göppingen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort Teil der Amerikanischen Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging.

Einwohnerentwicklung Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg für die Daten ab 1970

Datum Einwohner 1837 1523 1907 1282 17. Mai 1939 1289 13. September 1950 1633 27. Mai 1970 2810 31. Dezember 1983 3447 25. Mai 1987 3438 31. Dezember 1991 3538 31. Dezember 1995 3655 31. Dezember 2005 3772 31. Dezember 2010 3798 31. Dezember 2015 3927 31. Dezember 2020 3926

Politik mini|Rathaus (2026)

Gemeinderat Der Gemeinderat in Schlierbach besteht aus den 14 gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis.Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums

Parteien und Wählergemeinschaften %2024 Sitze2024 %2019 Sitze2019CDUChristlich Demokratische Union Deutschlands46,26649,017FUWFreie Unabhängige Wählergemeinschaft53,74850,997gesamt100,014100,014Wahlbeteiligung69,92 %69,92 %

Bürgermeister Bürgermeister ist seit 2018 Sascha Krötz. Zuvor amtierte von 1986 bis 2018 Paul Schmid.

Wappen Das teilredende Wappen besteht aus einem gelben Schildhaupt mit schwarzer Hirschstange, darunter in Blau zwei gelbe Wellenbalken. Die Wellenbalken stehen für den Schlierbach, der dem Ort seinen Namen verleiht. Die Hirschstange weist auf die ehemalige Zugehörigkeit zu Württemberg hin. Das Wappen ist von der Landesregierung am 21. Januar 1948, die gelb-blaue Flagge durch das Innenministerium am 18. Dezember 1958 verliehen worden.

Bildung Schlierbach verfügt über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Für die jüngsten Einwohner gibt es zwei Kindergärten im Ort. Sowie seit November 2023 die Kindertagespflege "Entdeckerbande". Weiter gibt es im Ort eine Volkshochschule.

Söhne und Töchter der Gemeinde Gottlieb Leonhard Gaiser (1817–1892), Übersee-Kaufmann Johann Carl Heinrich „Henri“ Weigele (1858–1927), Bildhauer, lebte und arbeitete in ParisWalter Ziegler (Hrsg.): Schlierbach: Heimat zwischen Teck und Fils. Im Auftrag der Gemeinde Schlierbach hrsg. von Walter Ziegler. Konrad, Weißenhorn 2004, S. 447–449.Friedhof. In: Schlierbach.de, abgerufen am 4. Februar 2026. Paul Weigand (1889–1940), Lehrer und Abgeordneter im Landtag des freien Volksstaates Württemberg August Hagmann (1914–1969), Landtagsabgeordneter der CDU in Baden-Württemberg.

Literatur

Walter Ziegler (Hrsg.): Schlierbach: Heimat zwischen Teck und Fils. Im Auftrag der Gemeinde Schlierbach hrsg. von Walter Ziegler. Konrad, Weißenhorn 2004, ISBN 3-87437-473-4.

Weblinks

Seite der Gemeinde

Einzelnachweise

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