mini|Albino bei einem öffentlichen Auftritt in Frankfurt Albino (* 17. Dezember 1974 in Lübeck; (PDF; 1,8 MB) bürgerlich Matthias Albrecht) ist ein deutscher Rapper, der neben seiner Musikkarriere auch als Aktivist der Tierrechtsbewegung in Erscheinung tritt. Bislang veröffentlichte er sechs Solo- und fünf Kollaborationsalben. Seit Mitte der 2000er erreichte sein musikalisches Wirken zunehmend die Aufmerksamkeit szeneinterner Medien, zuletzt 2018 im Zusammenhang mit den politischen Protesten um den Hambacher Forst.
Musik Karriere 1996 nahm er mit Lübeck, das den Lübecker Brandanschlag thematisiert, sein erstes Lied in den Heidelberger Piemont Studios auf. 1998 veröffentlichte er mit der EP Lyrischer Widerstand seine erste CD, sein Debütalbum „Vertuscht & Verschleiert“ erschien 2000. Bis zum heutigen Tage sind sechs Soloalben, sechs Kollaboalben sowie drei EPs und eine Vinyl Maxi erschienen.https://www.albino-online.de/47.html Musikalisch ist er für seine Vorliebe für klassische und häufig melancholische Samples bekannt. Zu seinen musikalischen Vorbildern zählen unter anderem Advanced Chemistry und IAM. Im Januar 2018 erschien ein gemeinsames Album mit Master Al Deus Ex Machina. Am 29. Februar 2020 erschien Albino's sechstes Soloalbum Boom Bap. Revolution. One.
Stil Stilistisch sind die Texte Albinos dem Conscious Rap zuzuordnen. Musikalisch ist Albino ein Vertreter des Boom bap. Albino beschreibt seine Musik als authentisch und progressiv. Während seine Texte anfangs hauptsächlich politisch beeinflusst waren, wurden in ihnen später auch persönliche Einflüsse verarbeitet. Außerdem nimmt er in seinen Texten oftmals Bezug zu Rudi Dutschke.
In den Songtexten geht es oft um Tierrechte und Speziesismus (Ohne Rechte, Kein Frieden, Unbegreifbar, Jetzt ist genug), aber auch sozialkritische und ökologische Themen werden wiederholt behandelt (Tatort Bonn, Selbstmord, Deshalb, Wintertraum). Selbstreflexion ist ebenfalls in vielen Stücken Gegenstand (Gutes Gefühl?, An alle, Vogelfrei, Die Ruhe vor dem Sturm).
Engagement für Tierrechte Albino ist seit 1993 Vegetarier und seit 1999 Veganer. 1999 schrieb er mit Ohne Rechte erstmals ein Stück, das sich mit Tierrechten befasst. 2000 begann sein Engagement in der Tierrechtsszene. So war er Gründungsmitglied der mittlerweile aufgelösten „TiBIK“ (Tierbefreiungsinitiative Kiel), einer in Kiel ansässigen Tierrechtsgruppe. Er unterstützt auch oft Tierrechts-Demonstrationen musikalisch. Medial trat Albino im Kontext der Diskussion um das Mensch-Tier Verhältnis in der Arte-Sendung Tracks im Jahr 2006 in Erscheinung und wurde im Titelthema des Stern (04/2011) benannt und zitiert.stern Nr. 4, 20. Januar 2011; Artikel: "Fleischlos glücklich"
Diskografie Alben 2000: Vertuscht & Verschleiert 2002: Vogelfrei 2006: Überlebenstraining 2012: Natura Libera 2013: Anderland 2020: Boom Bap. Revolution. One. Kollaboalben 2005: Echolot (mit Nesti unter dem Namen Syndikat) 2008: 88 Is Great (mit Mad Cap unter dem Namen Plan 88) 2010: Im Augenblick (mit Callya) 2015: Planet der Klassen (mit Holger Burner) 2018: Deus Ex Macina (mit Master Al) 2022: Die Rückkehr des Deus Ex Macina (mit Master Al) EPs 1998: Lyrischer Widerstand 2005: Kein Frieden 2010: Gehversuche (Online-EP)
Singles 1999 Heartcore 2003: § 129 (mit Mad Cap, nur als Maxi-CD) 2011 Der Wind weht / Rebelshit (Online Single mit Callya)
Weblinks
Homepage Rapper Albino und seine unglaublich emotionale Arbeit, Kampf für die Rechte der Tiere, die Tränen in die Augen bringen! auf StreetFame.org Albino bei MySpace
Einzelnachweise
Kategorie:Rapper Kategorie:Tierrechtler Kategorie:Conscious Rap Kategorie:Person (Veganismus) Kategorie:Pseudonym Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1974 Kategorie:Mann