Lam Ching-ying (; geboren als Lam Gun-bo ; * 27. Dezember 1952 in Hongkong; † 8. November 1997 ebenda) war ein chinesischer Schauspieler, Stuntman und Regisseur. Lam war bekannt für seine stoische Darstellung taoistischer Priester in den erfolgreichen Vampir-Komödien der 1980er Jahre und spielte oft auch den Sifu (Meister).

Biografie Frühe Karriere Lam Ching-ying wurde als drittes von sieben Kindern geboren. In Hongkong besuchte er die Shun-Yi-Association-Schule bis zur 10. Klasse. 1963 trat er der Peking-Oper-Schule in Hongkong bei, die Madame Fan Fok-fa (Fun Guk-fa) führte, die eine Konkurrentin der Peking-Opera-Schule von Yu Jim-Yuen war, wo Jackie Chan und Sammo Hung zeitgleich ausgebildet wurden. Ein Jahr nach dem Beitritt hatte Lam seinen ersten öffentlichen Auftritt.

Mit 17 Jahren wurde Lam Stuntman und Kampfsport-Trainer bei den Shaw-Brothers-Studios. Aufgrund seiner schlanken Erscheinung war er oft auch die Vertretung weiblicher Schauspielerinnen.

Mit 19 wurde er Assistent bei Bruce Lees Film The Big Boss. Nach The Big Boss setzte Lam seine Arbeit mit Bruce Lee bis zu dessen Tode fort.

Im Jahr 1982 gewann Lam den Hong Kong Film Award für seine Rolle im Film The Prodigal Son. Sein schauspielerisches Talent bewies er auch als gebrechlicher alter taoistischer Priester in The Dead And The Deadly (1983).

1985 hatte er mit der Veröffentlichung von Mr. Vampire, dem Film, der das überbetriebene Hopping-Vampir-Genre hervorbrachte, großen Erfolg.

1990er Jahre Der Erfolg von Mr. Vampire wurde schließlich belastend für den Schauspieler, der sich mittlerweile einer Typumwandlung unterzog. Auch das Hopping-Vampir-Genre begann Popularität zu verlieren, große Rollen waren rar gesät.

Lam Ching-yings Regiedebüt war der Film Green Hornet (1994), inspiriert an die Serie mit Bruce Lee.

Im Jahr 1995 wurde Lam die Hauptrolle in einer TV-Serie namens Vampire Expert angeboten. Die Serie wurde ein voller Erfolg. Eine zweite Staffel wurde im Jahr 1996 ausgestrahlt und 1997 begann die Produktion im dritten Staffel. Die Produktion wurde aber eingestellt, als Lam Ching-ying schwer erkrankte.

Am 8. November 1997 starb Lam im St. Theresa’s Hospital in Hongkong.

Die Serie My Date with a Vampire aus dem Jahr 1998 wurde ihm gewidmet.

Privat Von 1983 bis 1988 war Lam Ching-ying mit Cheng Bing Bing () verheiratet, mit der er eine Tochter () und ein Sohn () hat.

Lam starb 1997 an Leberkrebs.

Trivia Kurz nach der Veröffentlichung von „Mr. Vampire“ wollte Golden Harvest diesen Film zu einer westlichen Version mit Tanya Roberts (von „Charlie’s Angels“) und Jack Scalia machen. Aufgrund diverser Schwierigkeiten wurde der Film nie gemacht.

Filmografie (Auswahl) 1990er-Jahre 1994: The Chinese Ghostbuster 1994: Shanghai Rumble: Die Rückkehr der grünen Hornisse (The Green Hornet) 1993: The Swordmaster 1993: The Exorcist Master 1993: Painted Skin 1992: Wizard’s Curse 1992: The Musical Vampire 1992: Mr. Vampire 1992 1992: Chinese Dolls 1992: Mad Mad Ghost 1992: Pom Pom and Hot Hot 1991: The Gambling Ghost 1991: Jetzt noch mehr verrückte Götter (Crazy Safari) 1991: Slickers vs Killers 1990: Meister des Schwertes (Swordsman) 1990: Best Is the Highest 1990: Prince of the Sun

1980er-Jahre 1989: Mr. Vampire 5 : Magic Cop 1989: Encounters of the Spooky Kind 2 1989: The Other Kind of Death Penalty 1989: Vampire vs Vampire 1989: Pedicab Driver 1988: Her Vengeance 1988: Mr.Vampire 3 1988: School on Fire 1988: Leben hinter Masken (Painted Faces) 1988: Roboforce: Die Zukunft hat begonnen (I love Maria) 1987: Mr.Vampire 2 1987: Eastern Condors 1986: Where’s Officer Tuba? 1986: Shanghai Police – Die wüsteste Truppe der Welt (Millionaires Express) 1985: Heart of the Dragon – Powerman 3 1985: Mr.Vampire 1985: My Lucky Stars – Tokyo Powerman 1985: Return of Pom Pom 1984: Pom Pom – Crimeland 1984: Hocus Pocus 1983: Heroes shed no Tears – Blast Heroes (VÖ 1986) 1983: Winners and Sinners 1982: The Dead and the Deadly 1981: Die Todesfaust des kleinen Drachen (The Prodigal Son) 1980: Encounters of the Spooky Kind 1980: By Hook or by Crook 1980: From Riches to Rages 1980: Tödliche Rache (The Victim)

1970er-Jahre 1979: Knockabout 1979: The Magnificent Butcher 1979: The Kung Fu Master – Der kleine Dicke schlägt wieder / Die Schlitzaugen mit dem Superschlag 1978: Die Rückkehr der gelben Höllenhunde / Der kleine Dicke mit dem Superschlag (Legend of the Bat) 1978: Mein letzter Kampf (Game of Death) 1977: Der Tiger aus Taipeh / Verschwörung in Amsterdam (The Amsterdam Killer) 1977: The Iron Fisted Monk 1977: Das unbesiegbare Schwert der Shaolin 1975: Bruce Lee – Die Pranke des Leoparden 1975: Der Mann von Hong Kong (The Man from Hong Kong) 1974: Flucht ins Chaos / Der schweigsame Wolf (Fighter) 1973: Kung Fu: Die tödliche Rache (The Rendezvous of the Warriors) 1973: Der Boss von San Francisco (Slaughter in San Francisco) 1972: Hapkido 1972: Bruce Lee – Die Faust des Drachen aka Die Todeskralle schlägt wieder zu 1972: Todesgrüße aus Shanghai (Fist of Fury) 1971: Ein Hauch von Zen (A Touch of Zen) 1971: Die Todesfaust des Cheng Li (The Big Boss)

Weblinks

Lam Ching Ying in der Hong Kong Movie Database (chinesisch, englisch)

Einzelnachweise und Anmerkungen Cheng Bing-bing (), Ex-Frau von Lam Ching Ying. Lam Sik-ngaa (; * 1985), Tochter von Lam Ching Ying. Personenname mittels Ad-Hoc-Umschrift für die kantonesische Sprache erzeugt und muss nicht der amtliche Namensschreibung entsprechen. Lam Ka-yiu (; * 1988), Sohn von Lam Ching Ying. Personenname mittels Ad-Hoc-Umschrift für die kantonesische Sprache erzeugt und muss nicht der amtliche Namensschreibung entsprechen.

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