Oscar Heinrich Daniel Hinsberg (* 21. Oktober 1857 in Berlin; † 13. Februar 1939 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Chemiker und Hochschullehrer.
Oscar Hinsberg studierte zunächst von 1876 bis 1878 in Göttingen, dann von 1879 bis 1881 in Tübingen sowie 1883 in Erlangen.Hinsberg, Oscar Heinrich Daniel. In: Arthur von Oettingen (Hrsg.): J. C. Poggendorff’s Biographisch-literarisches Handwörterbuch. 4. Band, Barth, Leipzig 1904, S. 643 (online). 1882 wurde er an der Universität Tübingen zum Dr. rer. nat. promoviert, sein Doktorvater war Eugen Baumann.Louis Fieser, Mary Fieser: Organische Chemie, Verlag Chemie Weinheim, 2. Auflage, 1972, S. 613–614, ISBN 3-527-25075-1. 1888/1889 war er als I. Assistent am Universitätslaboratorium der medizinischen Abteilung in Freiburg im Breisgau tätig. 1895 lehrte er als Privatdozent, ab 1897 als Privatgelehrter in Genf sowie ab 1900 als Privatgelehrter in Freiburg.Hinsberg, Oscar. In: J. C. Poggendorff’s Biographisch-literarisches Handwörterbuch. Band 5. I. Abteilung. Herausgegeben von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Verlag Chemie, Leipzig/Berlin, 1925, S. 543 (online).
Hinsberg entwickelte die Hinsberg-Trennung, ein Verfahren zur Identifizierung und Trennung verschiedener Amine über deren Sulfonamide, sowie die Hinsberg-Thiophensynthese.Louis Fieser, Mary Fieser: Organische Chemie, Verlag Chemie Weinheim, 2. Auflage, 1972, S. 613–614, ISBN 3-527-25075-1. Er synthetisierte 1887 Phenacetin.Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 50.
Er war der Bruder des in Breslau wirkenden Professors Victor Hinsberg.
Einzelnachweise
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