mini|Luftbild von Nordosten

Holßel () ist eine Ortschaft der Stadt Geestland im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Geografie Lage Holßel befindet sich an der Landesstraße 135 zwischen den Städten Bremerhaven und Cuxhaven.

Nachbarorte

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Geschichte Historisch lässt sich eine frühere Zugehörigkeit Holßels zur Börde Debstedt und zum Amt Bederkesa nachweisen. Während der Franzosenzeit um 1810 gehörte Holßel wenige Jahre zur Kommune Neuenwalde im Kanton Dorum. Später wechselte die Gemeinde zum Amt Dorum (1852–1885) und danach zum Kreis Lehe (1885–1932), Landkreis Wesermünde (1932–1977) beziehungsweise Landkreis Cuxhaven.

Den Status einer Landgemeinde erhielt das Dorf 1840; die gleichnamige Gemarkung wurde 1876 gebildet.

Ortsname Nach den Regesten der Erzbischöfe von Bremen, Bd. I wurde die Ortschaft Holßel bereits im Jahre 1280 erwähnt und in den alten Schriften „Holselo“ oder auch „Holcelo“ genannt.

Eingemeindungen Holßel schloss sich 1971 als Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Neuenwalde an, die allerdings 1974 mit der Neugliederung der Gemeinden aufgelöst wurde.

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 stattfand, wurde der Ort ein Teil der Gemeinde (später Stadt) Langen. Diese schloss sich zum 1. Januar 2015 mit den Gemeinden der Samtgemeinde Bederkesa zur neuen Stadt Geestland zusammen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1910 1925 1933 1939 1950 1956 1961 1970 1973 2017 Einwohner 489 499 568 563 855 760 774 770 767 840 ¹ Quelle

Politik

Ortsrat Der Ortsrat von Holßel setzt sich aus fünf Ratsmitgliedern zusammen: CDU: 2 Sitze SPD: 2 Sitze Bürgerfraktion Geestland (BFG): 1 Sitz (Stand: Kommunalwahl 12. September 2021)

Ortsbürgermeister Der Ortsbürgermeister von Holßel ist Kai Niemczyk (SPD). Sein Stellvertreter ist Reiner Wardelmann (BFG)

Wappen Der Entwurf des Kommunalwappens von Holßel stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der zahlreiche Wappen im Landkreis Cuxhaven erschaffen hat. Auf der Ratssitzung am 9. Juli 1963 wurde die Entscheidung für dieses Wappen getroffen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Evangelisch-reformierte Kirche Bauwerke

Die im Grundbestand mittelalterliche Kirche war nach dem heiligen Jakob benannt worden und trägt heute die Bezeichnung Evangelisch-reformierte Kirche. 1896 wurde der Turm errichtet. Als Besonderheit gilt, dass in der heute zur Evangelisch-reformierten Kirche gehörenden Kirchengemeinde seit der Reformationszeit reformierte Pastoren tätig sind, während die umliegenden Gemeinden zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gehören. Ein Schriftbalken im Inneren der Kirche nennt das Jahr 1111 als Jahr der Erbauung. Im Juli 2011 feierte Holßel das 900-Jahr-Jubiläum mit einem Dorffest. Aus diesem Anlass erschien unter dem Titel „Soli Deo Gloria“ (= Allein Gott die Ehre) eine Festschrift mit historischen und aktuellen Beiträgen (siehe unter: Literatur).

Zwei Wohn- und Wirtschaftsgebäude Alte Dorfstraße 13 von 1849/um 1850 Wohn- und Wirtschaftsgebäude Holßeler Feld 7 von 1866 in Backstein

Persönlichkeiten

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

Dirk Lohman (1730–1814), ostfriesischer Orgelbauer in Emden, er vollendete 1756 den Orgelneubau der Französisch-reformierten Kirche in Emden, 1897 wurde die Orgel der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Holßel geschenkt und entging auf diese Weise der Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg Hans Aust (1926–1984), Lehrer und prähistorischer Archäologe, 1953 erfolgte die Ausgrabung einer kaiserzeitlichen Siedlung bei Holßel, seit 1966 war er als Kreisarchäologe des Landkreises Cuxhaven tätig

Literatur

Weblinks

Internetauftritt der Ortschaft Holßel auf der Seite der Stadt Geestland

Einzelnachweise

Laut Stadt Geestland am 30. Juni 2017

Kategorie:Ort im Landkreis Cuxhaven Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Cuxhaven) Kategorie:Gemeindeauflösung 1974 Kategorie:Ortschaft von Geestland