Francesco Adorno (* 9. April 1921 in Syrakus, Sizilien; † 19. September 2010 in Florenz) war ein italienischer Hochschullehrer und Philosophiehistoriker.

Leben Nach dem Schulbesuch studierte er Philosophie an der Universität Florenz und schloss 1944 mit Promotion ab. Im Anschluss schlug er die akademische Laufbahn ein und wurde Professor für Geschichte der Philosophie, Philosophie der Antike und Philosophie des Mittelalters an den Universitäten Bari, Bologna und Florenz.

Daneben war er, bis zu seinem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen im Juli 2009, Präsident der Toskanischen Akademie der Wissenschaften und Literatur (Accademia Toscana di Scienze e Lettere „La Colombaria“) sowie des Museums und Instituts für Frühgeschichte in Florenz (Museo e istituto fiorentino di preistoria). Außerdem war er Herausgeber des Corpus dei papiri filosofici greci e latini (CPF).

Als Hochschullehrer beschäftigte er sich insbesondere mit dem Denken der Vorsokratiker, Sokrates‘, Platons, der Sophistik, der Stoa, Epikurs und Senecas. Stark beeinflusst von eigenen Erlebnissen während der 1930er- und 1940er-Jahre konzipierte er eine Philosophie als Form historisch-kritischer Reflexion.

Schriften (Auswahl) I sofisti e Socrate, 1961 La filosofia antica, 1965 Studi sul pensiero greco, 1966 Introduzione a Socrate, 1970 Dialettica e politica in Platone, 1975 Introduzione a Platone, 1978 I sofisti e la sofistica nel 5°-4° sec. a.C., 1993 Pensare storicamente, 1996

Literatur M. S. Funghi (Hrsg.): Le vie della ricerca. Studi in onore di Francesco Adorno. Olschki, Florenz 1996.

Weblinks Leggo: „Morto Francesco Adorno. Il filosofo aveva 89 anni“ (ohne Datum; offline)

Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert) Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert) Kategorie:Philosophiehistoriker Kategorie:Hochschullehrer (Universität Florenz) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Bari) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Bologna) Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1921 Kategorie:Gestorben 2010 Kategorie:Mann