miniatur|Signatur der Glasmalerei Mauméjean auf einem Fenster in der Kirche Saint-Jean-Bosco in Paris Die Glasmalerei Mauméjean wurde 1860 in Pau gegründet und entwickelte sich zu einem Unternehmen, das in Spanien und Frankreich mehrere Zweigbetriebe unterhielt und für Kunden in vielen Ländern arbeitete.

Firmengeschichte Im Jahr 1860 wurde in Pau die Glasmalereiwerkstatt von Jules-Pierre Mauméjean (1837–1909) gegründet, der aus einer Familie von Fayencemalern stammte. Die Firma wurde 1893 nach Biarritz verlegt. Die vier Söhne von Jules-Pierre Mauméjean wurden alle Glasmaler. Joseph, Henri und Charles traten in den väterlichen Betrieb ein, die sich in Mauméjean frères umbenannte. Léon, der vierte Sohn, machte sich in Paris selbständig und starb dort 1921. mini|Signatur der Glasmalerei Mauméjean Hermanos ( 1917 ), San Juan Bautista, Arucas ( Gran Canaria ) Joseph und Henri gründeten eine Glasmalerei in Hendaye mit Filialen in Madrid, Barcelona und San Sebastian. Sie nannten ihre Firma Mauméjean Hermanos. Schließlich gründeten die drei Inhaber der Firma Mauméjean frères 1921 ein Tochterunternehmen in Paris (6, rue Bezout im 14. Arrondissement), die Bleiglasfenster und Mosaike herstellte. Bei der Exposition internationale des Arts décoratifs im Jahr 1925 stellte die Firmengruppe in einem eigenen Pavillon ihre Werke aus und erhielt einen Grand Prix.

In Madrid, in der Calle de Hermanos Bécquer Nr. 10, sind die Fenster jedes Stockwerks im Treppenhaus mit dem Wappen von San Juan de Puerto Rico verziert, das von der Firma Mauméjean angefertigt wurde. Es handelt sich um eine Auftragsarbeit von Juan Francisco Vias Ochoteco, der in der puerto-ricanischen Hauptstadt geboren wurde, als er das Gebäude für seine drei Kinder kaufte und renovierte.

Bis zum Zweiten Weltkrieg arbeitete die Firma in 175 Gebäuden in Frankreich, 145 Gebäuden in Spanien und in vielen weiteren in anderen Ländern. 17 Kapellen und Kirchen in Paris erhielten zwischen 1927 und 1952 Bleiglasfenster von der Firma Mauméjean.

Nach dem Tod von Charles Mauméjean im Jahr 1957 wurde das Unternehmen aufgelöst.

Arbeiten (Auswahl) ein Fenster in der Basilika Notre-Dame-des-Victoires in Paris (2. Arrondissement) 70 Fenster in der Kapelle Sainte-Bernadette in Paris (16. Arrondissement) Fenster in der Kirche Saint-Justin in Levallois-Perret Fenster in der Kirche Saint-Pierre de Chaillot in Paris Fenster Rencontre de sainte Geneviève et saint Germain in der Kirche von Saint-Denys de l’Estrée in Saint-Denis 1930 bis 1940: Fenster in der Kirche Saint-Remi in Maisons-Alfort 1930 bis 1932: Fenster und Mosaiken in der Kirche St. Maria (Biel) nach 1933: Fenster in der Kirche Sainte-Marie-des-Vallées in Colombes 1935: Fenster in der Kirche Saint-Marcel in Vitry-sur-Seine 1935: Fenster in der Kirche Notre-Dame-du-Perpétuel-Secours in Asnières-sur-Seine um 1940: Fenster Crucifixion in der Kirche Saint-Pierre-Saint-Paul in Ivry-sur-Seine 1942 bis 1950: Mehrere Marienfenster in der Basilika Notre-Dame in Saint-Germain-des-Fossés 1950 bis 1955: Fenster in der Kirche Saint-Sulpice in Noisy-le-Grand 1956 bis 1957: Fenster in der Kirche Sainte-Reine in Levallois-Perret

Literatur Laurence de Finance: Un patrimoine de lumière 1830–2000. Verrières des Hauts-de-Seine, Seine-Saint-Denis, Val-de-Marne. Éditions du patrimoine (Centre des monuments nationaux), Paris 2003, 2-85822-781-0, S. 313–317.

Weblinks

Atelier Mauméjean (französisch) Maumejean Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Paris) Kategorie:Unternehmensgründung 1860