220px|mini|Kirche San Salvador Das im spanischen Pyrenäenvorland inmitten eines bedeutenden Getreideanbaugebiets gelegene Ejea de los Caballeros (aragonesisch: Exeya d'os Caballers) ist eine Stadt in der Provinz Saragossa der Autonomen Region Aragón. Ejea ist gleichzeitig Hauptort der Comarca Cinco Villas (Fünf Kleinstädte). hatte die Gemeinde Einwohner. Sie liegt am Río Arba. Zu Ejea gehören die Orte Bardenas, El Bayo, Farasdués, Pinsoro, Rivas, El Sabinar, Santa Anastasia und Valareña.

Geschichte Der schon vor der Zeitenwende besiedelte Ort, dessen fruchtbare Ebenen schon zur Römerzeit intensiv genutzt wurden, lag an der Straße von Caesaraugusta (Saragossa) nach Pompaelo (Pamplona). In der Antike hieß die Stadt Segia (auch Segla oder Setia) mit einem Bischofssitz, auf den das heutige Titularbistum Segia zurückgeht.

Nach der maurischen Besetzung ab dem Jahr 714 trug die Stadt den Namen Siya. Die maurische Zeit währte rund 400 Jahre. Nach mehreren gescheiterten Eroberungsversuchen wurde die Stadt schließlich im Jahr 1105 unter König Alfons I. (Aragón) zurückerobert und zunächst zur Grenzfestung gegen die Mauren ausgebaut.

Bevölkerungsentwicklung 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1981 1991 2001 2009 5.271 5.861 7.829 8.666 9.652 9.604 11.242 14.777 15.842 15.337 16.048 17.331

Wirtschaft Im Jahr 1959 wurde der Canal de las Bardenas erbaut, der weite Gebiete bewässert.

Sehenswürdigkeiten Die im Jahr 1222 geweihte Wehrkirche San Salvador im romanischen Übergangsstil mit unterschiedlich hohen Fassadentürmen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Die 1174 geweihte Wehrkirche Santa Maria de la Corona. Das Sanktuarium Nuestra Señora de la Oliva mit einer Marienstatue aus dem Kloster La Oliva.

Söhne und Töchter der Stadt Ángel Javier Pérez Pueyo (* 1956), Bischof von Barbastro-Monzón Alberto Soro (* 1999), Fußballspieler

Feste Das zentrale lokale Fest ist der Verehrung der Lokalheiligen Nuestra Señora de la Oliva gewidmet. Am 24. Juni wird zudem auf mittelalterliche Art das Fest des Schutzheiligen Johannes der Täufer begangen. Ein weiteres lokales Fest erinnert am 14. Januar an den Wahltag, ein Ereignis während der Pest, als sich die Bewohner der Stadt dafür aussprachen, die Nuestra Señora de la Oliva durch die Stadt zu tragen, um sie anbeten zu können. Angeblich soll die Pest in Ejea de los Caballeros an jenem Tag ein Ende gefunden haben.

Städtepartnerschaften Marmande Portogruaro

Literatur Heinz Schomann: Kunstdenkmäler der iberischen Halbinsel. Teil I. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1996, S. 199. Guía Total: Pirineo Aragonès. 3. Auflage. Grupo Anaya, Madrid 2005, ISBN 84-9776-047-6.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Aragonien Kategorie:Conjunto histórico-artístico