Yin Shu (; * 1001; † 1046, Großjährigkeitsname (Zi) Shi-Lu , Studioname (Hao) Henan Xiansheng ), war Politiker, Literat, Verwaltungsbeamter und konfuzianischer Gelehrter im China der Song-Dynastie (). Er tat sich insbesondere durch seine Tätigkeit als Chunqiu-Gelehrter () hervor.

Beruflicher Werdegang Stammte aus Henan (Verwaltungssitz im heutigen Luoyang in Henan). Mit seinem älteren Bruder Yin Yuan () zusammen erlangte er schon früh Ansehen als konfuzianischer Gelehrter. Nach Erlangung des akademischen Jinshi-Grades ()Der Rang des Jinshi () ist der höchste akademischer Grad im alten China. Jedoch gibt es je nach Dynastien Unterschiede in der Prüfung und deren Schwierigkeitsgrad. Der Jinshi-Grad zur Tang-Zeit gehört zu den Schwierigsten Prüfungen mit wenige erfolgreiche Absolventen. Die feste Etablierung des Keju-Prüfungssystems war 606 zur Zeit der Sui unter Kaiser Sui Yangdi. diente er als Archivar in Zhengping () in Shanxi, als Finanzinspektor in Henan, als Anguojun-Richter () und als Administrator von Guangze () in Fujian sowie als Generalsekretär von Shannan Dongdao (). Für eine Beförderung vorgeschlagen begab er sich in die Hauptstadt, um zuerst als Redaktor der Institute und Archive und dann als Untersekretär des Thronfolgers im Sekretariat zur Linken zu dienen. Als Fan Zhongyan wegen angeblicher Faktionsaktivitäten strafversetzt wurde, reichte Yin Shu eine Denkschrift zu seiner Verteidigung ein, in der er sich als Freund und Schüler von Fan Zhongyan erklärte und darum bat, mit ihm zusammen strafversetzt zu werden. Darum wurde er aus der Hauptstadt als Generalsekretär und Inspektor der Alkoholsteuer nach Tangzhou () in Henan versetzt. Er brachte es bis zum Qiju Sheren ()Der Titel Qiju Sheren () war ein Beamtentitel im alten China. (Kaiserlicher Tagebuchschreiber von Rang 6b, , Hucker 621) und Zhilong Tuge ()Der Titel Zhilong Tuge () war ein Beamtentitel im alten China. (Archivar des Drachenarchiv-Pavillons, , Hucker 933, 3878). Nahm an den Verteidigungsanstrengungen im Nordwesten teil. Seine Schriften thematisieren häufig die Militärpolitik im Nordwesten und befürworten die Aufrüstung unter dem Motto: „bei der militärischen Rüstung nicht nachlassen“. Forderte, „unparteiisch zu belohnen und zu bestrafen“ und „die militärische Kraft zu stärken“, um die Angriffe und Plünderungen des Regimes der Xixia (, „Westliche Xia“) zurückzuschlagen.

Werke Yin Shu verfasste den Frühling und Herbst der Fünf Dynastien, das Wudai Chunqiu (), in 2 Kapiteln. Dieses Werk steht einerseits in der Tradition der Chunqiu-Gelehrsamkeit, andererseits wird es unter die Pinselnotizen, die Biji (), gerechnet. So wurde es in die große Sammlung Pinselnotizen aller Dynastien aufgenommen, den Lidai biji xiaoshuo jicheng (), und findet sich dort in Band 7 des Gesamtwerks bzw. in Band 4 der Songdai biji xiao shuo (), der Pinselnotizen der Song-Dynastie. Sein Stil ist einfach und antikisierend. In seinem Werk Wudai Chunqiu verwendet er z. B. nicht die zeitgenössischen Landesnamen, sondern die gebräuchlichen zur Zeit der Streitenden Reiche. Er löste sich vom literarischen Huami-Stil () zu Beginn der Song-Dynastie. Schrieb auch Gedichte. Als Werkzusammenstellung liegen die Henan Xiansheng Wenji () (Gesammelte Werke des Herrn von Henan) vor.

Literatur Herbert Franke (Hrsg.): Sung Biographies. (= Münchener Ostasiatische Studien. Nr. 16, 3 Bände). Steiner, Wiesbaden 1976, ISBN 3-515-02412-3. Zhou Guangpei – (Hrsg.): Lidai biji xiaoshuo jicheng. – . Hebei Jiaoyu Chubanshe – , Shijiazhuang 1994, ISBN 7-5434-2092-9 (chinesisch).

Cihai. Shanghai Cishu Chubanshe, Shanghai 1979 (chinesisch).

Fußnoten

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