Sittendorf ist ein Dorf und eine Katastralgemeinde in der Gemeinde Wienerwald im Bezirk Mödling in Niederösterreich. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ). Bis Ende 1971 war Sittendorf eine eigenständige Gemeinde.
Lage Das Straßendorf nordöstlich von Heiligenkreuz liegt in der Talsenke des Mödlinger Wildbaches.
Verbauung Es gibt einige Haken- und Dreiseithöfe, überwiegend neuere Einfamilienhäuser, und einige historische Villenbauten.
Öffentliche Einrichtungen In Sittendorf befindet sich eine Volksschule.
Geschichte Der Ort wurde 1114 urkundlich als Rupertus de Sickendorf genannt.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Sittendorf ein Bäcker, ein Elektrotechniker, ein Friseur, fünf Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, zwei Holzhändler, drei Milchhändler, eine Müllerin, ein Schmied, ein Schuster, ein Wagner und ein Landwirt mit Direktvertrieb ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 454
Im Jahr 1888 wurde die Freiwillige Feuerwehr Sittendorf gegründet. 1896 erfolgte schließlich der Bau des Feuerlösch- und Requisitenhauses, den die Gemeinde Sittendorf finanzierte.
In Zeiten des Nationalsozialismus in Österreich wurden in Sittendorf Bauarbeiter, und später Zwangsarbeiter, in einem eigens eingerichteten Lager zum Bau der Wiener Außenring Autobahn untergebracht. Heute erinnert eine Gedenktafel an der Heiligenkreuzerstraße vor Füllenberg daran.
Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1972 die damaligen Ortsgemeinden Dornbach, Grub, Sittendorf und Sulz im Wienerwald.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Burg Wildegg mini|Pfarrkirche Sittendorf Burg Wildegg Katholische Pfarrkirche Sittendorf hl. Johannes der Täufer Pfarrhof Sittendorf Bildstock Hl. Maria im Walde
Literatur
Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990. Sittendorf, Gemeinde Wienerwald, Pfarrkirche hl. Johannes d. T. mit Grundrissdarstellung, Pfarrhof, Schloss Wildegg, Häuser, Kleindenkmäler: Pestkapelle im Ort, Tabernakelbildstock Hl. Maria im Walde. S. 2241–2244.
Weblinks
Einzelnachweise
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