mini|Erik Asklund Erik Asklund (* 20. Juni 1908 in Stockholm als Lars Erik Josef Larsson; † 6. November 1980 ebenda) war ein schwedischer Schriftsteller und Drehbuchautor.

Leben Asklund wurde als Sohn des Sägewerkarbeiters Lars Gustaf Larsson und seiner Frau Amanda Zander im Stadtbezirk Södermalm geboren. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und musste bereits im Alter von 9 Jahren zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Schon als Kind hatte er ein starkes Leseinteresse und wollte Schriftsteller werden. Asklund besuchte mit seinem Freund Josef Kjellgren das Stockholmer Arbetarinstitutet, an dem populärwissenschaftliche Vorlesungen über Literatur und Weltanschauungsfragen gehalten wurden und hörte sich politische Diskussionen an. Bald begannen er und Kjellgren Gedichte und Prosaskizzen zu schreiben, die sie anfangs der Mitgliederzeitung einer kirchlichen Jugendvereinigung überließen. Etwas später begannen sie Gedichte und Novellen an Tageszeitungen und Zeitschriften zu verkaufen. Im Alter von 20 Jahren kam er in Kontakt mit anderen jungen Arbeiterschriftstellern wie Artur Lundkvist und Gustav Sandgren. 1929 debütierte Asklund als Teil der modernistischen Schriftstellerriege Fem unga (deutsch Die jungen Fünf) mit der gleichnamigen Anthologie, die modernistische Poesie und Prosa enthielt. Fem unga bestand neben Asklund aus Lundkvist, Kjellgren, Sandgren und Harry Martinson. Im selben Jahr erschien sein erster eigener Roman Bara en början (deutsch Nur ein Anfang). Damit wurde Asklund für den Rest seines Lebens Berufsschriftsteller.

In vielen Werken schildert er das Stockholm des frühen 19. Jahrhunderts aus Sicht eines Arbeiterschriftstellers. Er besaß im Unterschied zu Kjellgren keine starke politische Überzeugung. Asklund war insgesamt ein aufmerksamer Beobachter, bezog aber in seinen Werken keine feste Position. Damit erscheinen seine Schilderungen über Armut und Ungerechtigkeit in der oft brutalen Gesellschaft, in der er aufwuchs, ohne soziale Indignation.

Ab 1940 war er mit der Schwester von Olof Lagercrantz, Lis Asklund, verheiratet, die sich jedoch im Jahr 1980 von ihm scheiden ließ.

Werke (Auswahl) Bücher Fem unga, antologi, 1929 Bara en början, 1929 Ogifta, 1931 Modern lyrik, antologi, 1931 Kvinnan är stor, 1931 Frukt, 1932 Lilla land, 1933 Fanfar med fem trumpeter, 1934 Svensk idyll, 1937 Modisterna, 1937 Den vita ön, 1938 Solo i kör, 1938 Ynglingaresan, 1941 Stad i Norden, 1941 Silverligan, 1941 Torkel Oxdrivare, 1942 Fattigkrans, 1943 Avsikter, antologi, 1945 Stockholm - sommarstaden (deutsch: Stockholm, die Sommerstadt), 1946 Människor under jorden, 1947 Ensamma lyktor, 1947 Manne, 1949 Stockholm bakom fasaden, 1949 Skeppsholmen, 1950 Röd skjorta, 1951 Mormon Boy, 1951 Se min stad, 1953 Yngling i spegel, 1955 Söder om Trosa, 1956 Kvarteret Venus, 1957 Gäst i naturen, 1958 Prosadikter, 1958 Brokigt sällskap, 1958 Boken om Manne, 1959 Stadens sånger, antologi, 1962 Bröderna i Klara, 1962 Livsdyrkarna, 1963 Under Stockholms broar, 1964 Drakens Gränd, 1965 Staden mellan broarna, 1965 Stockholm och skärgården, 1981 Drehbücher Åh, en så'n grabb, 1939 Adolf i eld och lågor, 1939 Söderpojkar (basierend auf Fanfar med fem trumpeter), 1941

Preise und Auszeichnungen Literaturpreis der Zeitung Vi 1951

Weblinks

Ein Junge aus Hornstull aus Sankt Eriks årsbok von 1987 (schwed.), abgerufen am 15. September 2010

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