mini|Ortsbild von Dittweiler Dittweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Oberes Glantal an.

Geographie Lage Der Ort liegt im zum Nordpfälzer Bergland gehörenden Kuseler Bergland. Im Osten befindet sich Brücken, im Südosten Schönenberg-Kübelberg, im Südwesten Dunzweiler, nordwestlich liegt Altenkirchen, nordöstlich Ohmbach und westlich Breitenbach.

Erhebungen und Gewässer Durch den Ort verläuft der Kohlbach, der dort den Rothenbach aufnimmt. Ganz im Norden der Gemarkung erstreckt sich der 375,8 Meter hohe Wartenstein.

Geschichte Dittweiler wurde im Jahr 1316 erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich dem Reichsland Kaiserslautern zugehörig, gehörte Dittweiler von 1438 bis 1779 zur Kurpfalz. Von 1774 stammen die noch vorhandenen Grenzsteine westlich des Ortes, die die Grenze zu Pfalz-Zweibrücken markierten.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war der Ort in den Kanton Waldmohr eingegliedert. Anschließend wechselte er in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte Dietweiler – so der damalige Name – dem Landkommissariat Homburg an; aus diesem ging zunächst das Bezirksamt Homburg hervor.

Da ein Teil des Bezirksamts – einschließlich Homburg selbst – 1920 dem neu geschaffenen Saargebiet zugeschlagen wurde, wechselte der Ort ins Bezirksamt Kusel und wurde bis 1938 von einer in Waldmohr ansässigen Bezirksamtsaußenstelle verwaltet.

Seit 1939 ist die Gemeinde Bestandteil des Landkreises Kusel. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Brücken innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz sowie des Regierungsbezirks Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde der Ort 1972 in die neu geschaffene Verbandsgemeinde Schönenberg-Kübelberg eingegliedert. Seit 2017 ist Dittweiler Bestandteil der Verbandsgemeinde Oberes Glantal.

Religion Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Dittweiler besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl SPD FWG Gesamt 2024 per Mehrheitswahl 12 Sitze 2019 per Mehrheitswahl 12 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen 2014 per Mehrheitswahl 12 Sitze 2009 7 5 12 Sitze 2004 7 5 12 Sitze

Bürgermeister Winfried Cloß wurde am 2. Juli 2014 Ortsbürgermeister von Dittweiler. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 85,97 % und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 75,4 % jeweils für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.

Gunter Becker übte als Vorgänger von Cloß das Amt des Ortsbürgermeisters aus.

Wappen Das Wappen enthält Eisen und Schlägel und verweist auf den früheren Bergbau, der einst innerhalb der Gemeinde betrieben wurde.

Kultur Kulturdenkmäler Dittweiler hat zwei Objekte, die unter Denkmalschutz stehen.

Veranstaltungen 2004 fand die Meisterschaft des Schachbundes Rheinland-Pfalz in Dittweiler statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

mini|Wanderweg im Norden der Gemarkung

Verkehr Durch den Ort verläuft die Landesstraße 355. Südöstlich befindet sich die A 6, nordöstlich die A 62. In Glan-Münchweiler ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Landstuhl–Kusel.

Behörden Die Gemeinde gehört zum Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Landstuhl.

Personen In Dittweiler geboren Kurt Lauer (1923–nach 1955), NS-Funktionär

Personen, die in Dittweiler wirkten Timo Bernhard (* 1981), Rennfahrer, Teil des Manthey-Racing-Team, das am 18. Juni 2006 das Rennen 24 Stunden auf dem Nürburgring gewann, wohnt in Dittweiler

Literatur

Weblinks

Internetpräsenz der Ortsgemeinde Dittweiler Ortsgemeinde Dittweiler auf den Seiten der Verbandsgemeinde Oberes Glantal Auswanderer Dittweilers (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Kusel Kategorie:Ersterwähnung 1316