Die Zeit der Kraniche ist ein deutsches Spielfilmdrama des Regisseurs Josh Broecker. In dem 2010 erstmals ausgestrahlten Film findet die zwölfjährige Lea ein ausgesetztes Baby. Das weckt bei ihr Erinnerungen: Sie wurde ebenfalls von ihrer Mutter im Stich gelassen. Häufig wird der Film auch nur Zeit der Kraniche genannt.
Handlung Die 12-jährige Lea lebt in der ländlichen Abgeschiedenheit der Havelniederung mit ihrem Vater, der sich gegen die wirtschaftlichen Interessen der Anwohner stark im Umweltschutz engagiert. Sie finden bei einer Kranichbeobachtung ein ausgesetztes neugeborenes Baby im Wald. Das Kind überlebt. Später trifft Lea auf die Mutter, die polizeilich gesucht wird. Während der gesamten Handlung leidet Lea unter dem seelischen Konflikt, dass ihre eigene Mutter, die – wie ihr erzählt wurde – bei einem Verkehrsunfall starb, als sie noch ein Baby war, sie nicht als Kind angenommen und geliebt habe.
Während draußen ein Sturm tobt, kommt es zu einer Aussprache mit dem Vater, der ihr gesteht, dass Leas Mutter sich das Leben genommen hatte. Auch die Mutter des Babys ist im Hause von Lea und ihrem Vater. Während das Haus im Erdgeschoss durch das Unwetter überflutet wird, kommt es im Dachgeschoss zu einer für alle versöhnlichen Aussprache: Die Frau will sich der Polizei stellen und das Kind aufziehen. Lea hört, scheinbar schlafend, die Aussagen ihres Vaters, der das gemeinsame Schicksal akzeptiert hat und das Beste daraus zu machen versucht, Leas innerer Konflikt löst sich und sie nimmt ihre wirkliche Familiengeschichte als ihr Schicksal an.
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