Der große Alexanderzug ist ein 1967 erschienener Jugendroman von Hans Baumann. Er handelt vom Leben Alexander des Großen.
Inhalt Der Deutsche Taschenbuchverlag (dtv junior) umschreibt das Buch wie folgt:
Der große Alexanderzug gliedert sich in eine Einleitung (Der Erzähler stellt sich vor), einem Hauptteil mit 55 Kapiteln sowie einem Schlussteil (Der Erzähler verabschiedet sich).
Der Hauptteil erzählt die Geschichte vom zwölfjährigen Alexander bis hin zum Verfall seines Weltreiches nach seinem Tod. Nach dem Ableben seines Vaters Philipp II. wird Alexander König von Makedonien. Im Krieg gegen Dareios III. und das Altpersische Reich der Achämeniden wächst in ihm der Wille, Herrscher ganz Asiens zu werden. Er siegt am Granikos und bei Issos. Alexander erobert Tyros und Gaza. Nach der Eroberung Ägyptens gründet er Alexandrien, so wie auf seinem Feldzug viele weitere Stadtgründungen seinen Namen tragen werden. Nach der Erstürmung der Königsburg Persepolis beginnen seine Truppen zu morden und zu brandschatzen. Alexander ist erschüttert und lässt das brennende Persepolis löschen. Er möchte König der Perser und nicht König über Persien sein. Kurze Zeit darauf wird Dareios von Bessos ermordet. Alexander lässt Dareios in Persepolis feierlich neben den anderen Perserkönigen bestatten. Im Anschluss richtet er Bessos, den Mörder seines einstigen Rivalen. Mit der spürbaren Hinwendung zu den besiegten Völkern und der Annahme persischer Rituale entfremdet er sich von den Makedonen, die langsam des Krieges müde werden. Seine Macht weiß er nur durch despotisches Verhalten aufrechtzuerhalten. So richtet er seine Kritiker Philolates, Parmenion und Kleitos.
Nach Persien wandte Alexander sich Indien zu, musste aber nach etlichen Schlachten erkennen, dass er Indien nicht besiegen und das Ende Asiens nicht erreichen könne. Er kehrte nach Persien zurück, wobei er ein Großteil seines Heeres in der Wüste Gedrosien verliert. Ein anderer Teil erreicht das Ziel unter der Führung Admiral Nearchs mit Alexanders Flotte. Die Ankunft des Heeres begeht Alexander in Susa mit einem großen Fest und einer Massenhochzeit. Er selbst erwählt sich zwei neue Frauen, darunter die älteste Tochter von Dareios. Noch schlägt er kleine Meutereien nieder, doch nach dem Tod seines Freundes Hephaistion zieht er gezeichnet nach Babylon, wo er infolge eines Fieberanfalls stirbt. Nach seinem Tod findet sich kein Nachfolger, und das Reich des Makedonen zerfällt durch Neid und Krieg.
Im Schlussteil resümiert der Erzähler in Form eines namenlosen „Tagläufers“ über Alexander und die anderen Protagonisten der Geschichte. Er fasst seine Sympathien wie folgt zusammen:
Dieses Resümee kann durchaus als autobiografische Verarbeitung Baumanns mit der Zeit des Nationalsozialismus gewertet werden, sofern sein Verlag recht hatDeutscher Taschenbuchverlag: Zugriff: (13. September 2010) und seine Aussage über seinen Roman Ich zog mit Hannibal auch hier Gültigkeit besitzt:
Ausgaben Der große Alexanderzug erschien zuerst im Ehrenwirth Verlag (Verlagsgruppe Lübbe), später (ab 1977) im Programm dtv junior des Deutschen Taschenbuchverlages, wo es die 11. Auflage erreichte. Es wurde auch ins Englische übersetzt und erschien in London und New York unter dem Titel Alexander's Great March.
Einzelnachweise
Weblinks Der große Alexanderzug in der Deutschen Nationalbibliothek
Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur Kategorie:Sage, Legende Kategorie:Hans Baumann Kategorie:Werk über Alexander den Großen