mini|250px|„Prospect der Stadt Riga ums Jahr 1650“, Zeichnung (1771) von Johann Christoph Brotze Dies ist eine Liste von etwa 40 Kirchen und Bethäusern in der lettischen Hauptstadt Riga. Die Auflistung enthält größtenteils hinter dem Namen der Kirche auch Angaben über die Lage (Koordinaten), die Straße sowie Zeitpunkt der Errichtung bzw. ersten urkundlichen Erwähnung.
Protestantisch Evangelisch-lutherische Kirche
Dom zu Riga: die Hauptkirche der Stadt wurde 1211 als Marienkirche vom Bischof Albert von Buxthoeven geweiht und war 1270 vollendet. Es folgten Umbauten im 13. und 14. Jahrhundert mit dem Ziel, das Mittelschiff und den Turm zu vergrößern. Nach einem Brand und statischen Bedenken wurde im späten 18. Jahrhundert die Turmspitze verändert. (Lettisches Staatsarchiv Riga, Sammlung Liefländischer Monumente..." Vol. 2, part 2) (Lettisches Staatsarchiv Riga, Sammlung Liefländischer Monumente..." Vol. 4, part 2) () Vecrīga (Altstadt), Doma laukums
Petrikirche (lettisch: Svētā Pētera baznīca), sie dominiert die Rigaer Stadtansicht und entstand um 1200 als dreischiffige Basilika. Der Chor des Backsteinbaus wurde ab 1400 nach Plänen des Rostocker Baumeisters Rumeschottel erneuert, die Arbeiten zogen sich über Jahrzehnte hin, 1491 wurde ein erster Turm mit hochaufragender gotischen Spitze fertiggestellt – sie galt als ein Wahrzeichen Rigas. Wahrscheinlich als Folge von Unwettern stürzte dieser Turm 1666 in sich zusammen und musste erneuert werden. Auch der 1690 vollendete Turm hatte nur kurzen Bestand, er fiel mit dem größten Teil des Kirchenschiffes 1721 einem Stadtbrand zum Opfer. Auf Veranlassung Zar Peter I. wurde unverzüglich mit dem Neubau der Kirche begonnen. Auch während des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche schwer beschädigt und konnte nicht mehr für Gottesdienste genutzt werden.() Vecrīga (Altstadt), Pēterbaznīcas iela
Johanneskirche (lettisch: Sv. Jāņa baznīca): Dem heutigen spätgotischen Bau mit Treppengiebel und Netzgewölbe aus der Zeit um 1500 geht eine 1297 erstmals erwähnte Kapelle eines Dominikanerklosters voraus, die im Verlauf des 15. Jahrhunderts zerstört wurde. 1582 wurde die Kirche der lettischen Gemeinde als deren erstes eigenes Gotteshaus übergeben und erwies es sich rasch als zu klein. Die Erweiterung nach Osten hin zur Jana iela (Johannisstraße) wenige Jahre später endet in einem dreischiffigen Chor, eines der schönsten Renaissancebauwerke Lettlands. Sehenswert sind der spätbarocke Altar von 1769 von Karl Appelbaum sowie Glasmalereien. Zudem befindet sich in einer Seitenkapelle das älteste weltliche Schriftzeugnis in lettischer Sprache, eine Widmung der neuen Orgel im 17. Jahrhundert.
Alte Kirche der Heiligen Gertrud (lettisch: Svētā Ģertrūdes baznīca) 1864 im Baustil der Neogotik nach Plänen des Architekten Johann Daniel Felsko aus rotem Backstein erbaute Kirche, dreischiffiger Bau, der Turm erhielt eine mit Kupferblech gestaltete Dachhaut. Die Kirche verfügt über eine vom Klangbild bemerkenswerte Orgel. (Lettisches Staatsarchiv Riga, Sammlung Liefländischer Monumente..." Vol. 5, part 1)() Centrs, Ģertrūdes iela
Neue Kirche der Heiligen Gertrud (lettisch: Evaņģēliski luteriskā jaunās svētās Ģertrūdes baznīca), 1903 bis 1905 im Baustil der Neoromanik nach Plänen des Architekten Wilhelm v. Stryk aus rotem Backstein erbaute Kirche mit asymmetrischem Grundriss.() Centrs, Brīvības iela 119
Auferstehungs-Kirche (lettisch: Augšāmcelšanās draudzes baznīca), das 1887 aus hellen Ziegelsteinen im neogotischen Baustil erschaffene Gotteshaus befindet sich im östlichen Teil des Rigaer Hauptfriedhofes.() Skanste, Klusā iela 4
Gustav-Adolph-Kirche (lettisch: Rīgas Mežaparka Gustava Ādolfa luterāņu baznīca), die winzige Kirche dient den Lutheranern im Stadtteil Mežaparks als Gotteshaus. () Mežaparks, Annas Sakses iela 28
Jesuskirche (lettisch: Jēzus Luterāņu baznīca), das Gotteshaus der lutherischen Gläubigen Rigas wurde als Holzkirche in den Jahren 1819 bis 1822 nach Plänen des Architekten H. Breitkreuz errichtet. Die als Zentralbau in der Mitte eines achteckigen Platzes erbaute Kirche gilt zugleich als größte Holzkirche Lettlands und entstand im klassizistischen Baustil. Das Gotteshaus wurde zweimal in seiner Geschichte zerstört und 1822 und 1938 wieder aufgebaut.() Latgales apkaime, Jēzusbaznīcas iela 18
St.-Katharinen-Kirche (lettisch: Sv. Katrīnas Biķeru baznīca) die auf einem Hügel am östlichen Stadtrand befindliche Kirche zählt mit dem parkartig gestalteten Friedhof zu den schönsten Barockkirchen von Riga. Um das Jahr 2000 wurde die Kirche umfassend saniert, seitdem grüßt vom Glockenturm ein frisch vergoldeter Wetterhahn und an der weiß getünchten Fassade prangt das Stadtwappen Rigas. () Mežciems, Biķernieku iela
Kreuzkirche (lettisch: Rīgas Krusta luterāņu baznīca), die Kirche befindet sich im Osten Rigas nahe dem See Kišezers.() Teika, Bērzpils iela 120
Lutherische Kirche Bolderāja (lettisch: Bolderājas luterāņu baznīca) Idyllisch am Ufer der Buļļupe gelegene, kleine, um die Jahrhundertwende errichtete hölzerne Stadtteil-Kirche mit markanter Turmspitze.() Bolderāja, Lielā iela 45
Lutherische Kirche Katlakalns (lettisch: Katlakalna luterāņu baznīca), dieses als Rundkirche konzipierte Gotteshaus der lutherischen Gläubigen Rigas wurde in der Vorstadt Katlakalns in den Jahren 1791 bis 1792 nach Plänen des Architekten Christoph Haberland errichtet. Es befindet sich auf einer kleinen Anhöhe. Als Besonderheit besitzt diese Kirche eine sphärische Kuppel. Etwa 100 Meter südlich befindet sich auf dem dortigen Friedhof eine kleine Kapelle. (Lettisches Staatsarchiv Riga, Sammlung Liefländischer Monumente..." Vol. 4, part 2) (Lettisches Staatsarchiv Riga, Sammlung Liefländischer Monumente..." Vol. 4, part 2)() Katlakalns
Martinskirche (lettisch: Evaņģēliski luteriskā Mārtiņa baznīca), diese evangelisch-lutherische Kirche ist ein Saalbau, sie wurde 1852 nach den Plänes des Architekten Johann Daniel Felsko im neoromanischen Baustil mit einer dekorativen Ziegelsteinverkleidung des Natursteinmauerwerks errichtet und besitzt zwei Türme.() Dzirciems, Slokas iela 34
St.-Pauls-Kirche (lettisch: Sv.Pāvila Evanģēliski luteriskā baznīca), diese evangelisch-lutherische Kirche wurde 1885 bis 1887 nach Plänen des Architekten G. Hilbig am Beginn einer östlichen Ausfallstraße erbaut. Als architektonisches Vorbild dienten gotische Kirchen in England.() Avotu iela, Augusta Deglava iela 1
Tempel Jesu Kirche (lettisch: Evaņģēliski luteriskās baznīcas Rīgas misiones draudze), diese evangelisch-lutherische Kirche befindet sich in einem Randbezirk der Stadt Riga und dient der Inneren Mission.() Čiekurkalns, Čiekurkalna 1.līnia 78
Thorensberger Lutherische Kirche (lettisch: Torņkalna luterāņu baznīca), wurde 1894 nach Plänen des Architekten Johann von Koch im neogotischen Stil aus gelben Ziegelsteinen mit hochaufragendem Turm errichtet. Die Kirche befindet sich im gleichnamigen Stadtbezirk und wurde auf einem kleinen Hügel errichtet.() Torņakalns, Torņakalna iela 3
Evangelisch-reformierte Kirche Reformierte Kirche (lettisch: Reformātu baznīca), diese Kirche ist ein 1727 bis 1733 nach Plänen des Architekten K. Meinert in barocken Baustil errichtetes Gotteshaus. Heute ist sie ein Jugendzentrum der evangelisch-lutherischen Kirche. Das bemerkenswerte Hauptportal wurde 1737 in Bremen angefertigt und auf dem Seeweg nach Riga transportiert. Seit 1805 verfügt das Kirchenschiff über eine Zwischendecke, im unteren Geschoss wurde ein Lager eingerichtet.() Vecrīga (Altstadt), Marstallstraße (Mārstaļu iela) 10
Kirche von England Anglikanische Kirche (lettisch: Anglikāņu Sv. Pestītāja baznīca), 1858 nach Plänen des Architekten Johann Daniel Felsko aus rotem Backstein erbaute Kirche, im Baustil von der englischen Neogotik beeinflusst.() Centrs, Anglikāņu iela
Baptistenkirchen In Riga existieren vier Baptistengemeinden. Baptistenkirche von Agenskalns (lettisch: Āgenskalna Baptistu baznīca) auffällige, weiß getünchte Kirche mit Turm und Gemeindezentrum. () Āgenskalns, Mārupes iela 14
Baptistenkirche St. Mathias (lettisch: Rīgas Mateja draudze), das Gotteshaus dieser Rigaer freikirchlichen Gemeinde befindet sich etwa 900 Meter Luftlinie nordöstlich des Hauptbahnhofes.Website der Kirchgemeinde St. Mathias () Centrs, Matīsa iela 50b
Golgotha-Kirche (lettisch: Golgātas Baptistu baznīca), die aus Holz erbaute Kirche dient den Baptisten im Stadtteil Skanste als Gotteshaus. () Skanste, Hospitāļu iela 32
Neue Baptisten-Kirche (lettisch: Jaunā baptistu baznīca), das 1887 aus hellem Ziegelstein im historisierenden Baustil errichtete Gotteshaus befindet sich am nördlichen Rand des Zentrums von Riga in unmittelbarer Nähe des Hafens.() Centrs, Vīlandes iela 9
Neuapostolische Kirche Neuapostolische Kirche (lettisch: Jaunapustuliskā baznīca), die in einem modernen Architekturstil erbaute Neuapostalische Kirche zählt zu den jüngsten Kirchen in Riga. Sie befindet sich in einem östlichen, von Wohnblocks geprägten Stadtbezirk.() Purvciems, Gunāra Astras iela 2a
Siebentagsadventisten Kirche und Gemeindezentrum der Siebentagsadventisten (lettisch: Septītās dienas adventistu baznīca), die Kirche der Rigaer Adventisten befindet sich in der Nähe der Alexander-Newski-Kirche.Website der baltisch-lettischen Adventisten (englisch)() Vecrīga (Altstadt), Baznīcas iela 12a
Orthodox Russisch- und Lettisch-orthodoxe Kirche
Christi-Geburt-Kathedrale (lettisch: Kristus Piedzimšanas pareizticīgo katedrāle): Diese orthodoxe Kirche wurde im byzantinischen Baustil als Ziegelbauer mit fünf Kuppeln in den Jahren 1876 bis 1884 nach Plänen des Architekten P. Pflug errichtet.() Sie befindet sich auf der Ostseite des Stadtparkes Centrs, Esplanāde.
Peter- und Pauls-Kirche (lettisch: Sv. Pētera un Pāvila parezticīgo katedrāle): Die auch als Domkirche in der Rigaer Festung errichtete orthodoxe Kirche entstand in der Zeit der russischen Besetzung Rigas im 18. Jahrhundert. Als Vorbild gilt die orthodoxe Hauptkirche der estnischen Stadt Pärnu. Schmuckstück dieses Kirchenbaus ist der Glockenturm, er verfügt über vier individuell gestaltete Geschosse und steht auf der Westseite der Kirche, diese ist, mit Rücksicht auf ihre Lage in einer Festung nur zweigeschossig. Im 20. Jahrhundert wurde die Kirche säkularisiert und als Lagergebäude genutzt, dabei nahm das Innere großen Schaden, insbesondere die Fresken und sonstigen Ausmalungen. Eine in den 1970er-Jahren veranlasste Restaurierung des Gebäudes konzentrierte sich auf die Sicherung der Architekturelemente. Das Gebäude wird jetzt als Konzertsaal genutzt. (Lettisches Staatsarchiv Riga, Sammlung Liefländischer Monumente..." Vol. 3, part 2)() Vecrīga (Altstadt), Citadeles iela.
Alexander-Newski-Kirche (lettisch: Alexandra Ņevska pareizticīgo baznīca): Ein Holzbau in Form einer Rotunde, 1820 bis 1825 nach Plänen von H. Breitkreuz erbaut. Der Glockenturm wurde 1865 errichtet. (Lettisches Staatsarchiv Riga, Sammlung Liefländischer Monumente..." Vol. 4, part 1)() Centrs, Brīvības iela 54
Allerseligste-Jungfrau-Marien-Kirche (lettisch: Vissvētās Dievmātes Patvēruma baznīca): Die im byzantinischen Baustil erbaute Kirche befindet sich im Zentrum des Rigaer Hauptfriedhofes.() Skanste, Prokova Kapi
Christi-Himmelfahrt-Kirche (lettisch: Debesbraukšanas pareizticīgo baznīca): Diese mit zahlreichen Zwiebeltürmchen verzierte Kirche dient der lettisch-orthodoxen Gemeinde als Gotteshaus. Sie befindet sich neben dem westlichen Hauptzugang zum Rigaer Zentralfriedhof () Skanste, Mēness iela 2
Dreifaltigkeitskirche (lettisch: Sv. Trijādības pareizticīgo katedrāle): Die orthodoxe Kirche befindet sich inmitten eines kleinen Parks in einem äußeren Stadtbezirk Rigas.() Grizinkalns, Krišjāņa Barona iela 137
Erzengel-Michael-Kirche (lettisch: Ercenģeļa Miķeļa pareizticīgo baznīca): Die relativ unscheinbare orthodoxe Kirche befindet sich in Hafennähe.() Latgales apkaime, Latgales iela 170