Hettenhausen ist ein Stadtteil von Gersfeld (Rhön) im osthessischen Landkreis Fulda.

Geographische Lage Das Dorf liegt westlich der Kernstadt Gersfeld in der Rhön. Der Ort hat eine Haltestelle an der Bahnstrecke Fulda–Gersfeld. Durch Hettenhausen verläuft die Bundesstraße 279.

Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Altenfeld erfolgte im Jahr 956. Für 1453 ist eine St. Georgskirche beurkundet. Von den hier einst begüterten Adeligen zeugt das 1768 erbaute sogenannte Jagdhaus der Herren von Ebersberg, später "Schwesternhaus". 1909 wurde eine Schule erbaut. In dem Gebäude ist heute die Astrid-Lindgren-Grundschule untergebracht. Vom 18. Jahrhundert bis um 1920 existierte in Hettenhausen eine jüdische Gemeinde.Die Synagoge Hettenhausen. In: www.alemannia-judaica.de

Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Hettenhausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Gersfeld eingemeindet. Für den Stadtteil Hettenhausen wurde, wie für die übrigen nach Gersfeld eingegliederten Gemeinden, ein Ortsbezirk eingerichtet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Hettenhausen angehört(e):

vor 1803: Heiliges Römisches Reich, Fürstabtei Fulda, Amt Weyhers 1803–1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda,Durch den Reichsdeputationshauptschluss. Amt Weyhers 1806–1810: Kaiserreich Frankreich,Infolge der Napoleonischen Kriege. Fürstentum Fulda (Militärverwaltung) 1810–1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Weyhers ab 1814: Königreich Bayern, Landgerichtsbezirk Weyhers ab 1816: Königreich Bayern,Infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses. Untermainkreis, Landgerichtsbezirk Weyhers ab 1838: Königreich Bayern, Kreis Unterfranken und Aschaffenburg, Landgerichtsbezirk Weyhers ab 1843: Königreich Bayern, Regierungsbezirk Unterfranken und Aschaffenburg ab 1862: Königreich Bayern, Regierungsbezirk Unterfranken, Bezirksamt GersfeldTrennung zwischen Justiz (Landgericht Weyhers) und Verwaltung. ab 1866: Norddeutscher Bund, Königreich Preußen,Infolge des Deutschen Krieges. Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gersfeld ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gersfeld ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gersfeld ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Fulda ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,Infolge des Zweiten Weltkriegs. Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda, Stadt Gersfeld

Bevölkerung Einwohnerentwicklung 1812: 86 Feuerstellen, 690 Seelen

Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Hettenhausen 987 Einwohner. Darunter waren 15 (1,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 180 Einwohner unter 18 Jahren, 381 zwischen 18 und 49, 216 zwischen 50 und 64 und 213 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 426 Haushalten. Davon waren 126 Singlehaushalte, 120 Paare ohne Kinder und 135 Paare mit Kindern, sowie 42 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 102 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 279 Haushaltungen lebten keine Senioren.

Historische Religionszugehörigkeit • 1885: 719 evangelische (= 91,1 %), 25 katholische (= 3,2 %), 45 jüdische (= 5,7 %) Einwohner • 1961: 915 evangelische (= 88,2 %), 116 katholische (= 11,2 %) Einwohner

Politik Ortsbeirat Für Hettenhausen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Hettenhausen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 62,00 %. Alle Kandidaten gehörten der „Bürgerliste Hettenhausen“ an. Der Ortsbeirat wählte Julian Kreiß zum Ortsvorsteher.

Wappen Am 9. April 1970 wurde der Gemeinde Hettenhausen ein Wappen mit folgender Blasonierung verliehen: In einem von Blau und Silber gespaltenen Schild eine heraldische Lilie in verwechselten Farben.

Verkehr Hettenhausen liegt an der Bahnstrecke Fulda-Bronnzell–Gersfeld (Rhönbahn des RMV).

Literatur Michael Mott: Es fehlt Geld fürs "Schwesternhaus / Seit fünf Jahren "Renovierungsruine" in Hettenhausen / Der künftige Verwendungszweck steht längst fest; in: Fuldaer Zeitung, 28. November 1991, S. 14 (Serie: DENK-mal!).

Weblinks

Webauftritt der Stadt Gersfeld

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

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