mini|hochkant|Wappen der Herren von Querfurt Stammliste von Querfurt mit den in der Wikipedia vertretenen Personen und wichtigen Zwischengliedern.

Die mangelhafte, oft fehlerhafte, Quellenlage betrifft den gesamten Zeitraum aller Familienzweige. Gesicherte Daten sind urkundlich genannt, Geburts- und Sterbedaten o. g. Zeiträume jedoch oft ungesichert und nach höchstmöglicher Wahrscheinlichkeit der oft abweichenden Datenquellen unter Vorbehalt zu betrachten. Es bleiben genealogische Details, sogar die Zuordnung von Mitgliedern des Hauses, ungeklärt.

Hinsichtlich der genealogischen Zählung, insbesondere der Burchards, variieren die Angaben bei den unterschiedlichen Historikern teilweise erheblich. Da eine Vergabe von Ordnungszahlen im Mittelalter nicht üblich war, sind die Zählungen rein statistischer Natur. Ihre Angabe erfolgt hier dergestalt, dass für die Grafen von Mansfeld, die ein eigenes Haus begründen, eine eigene Zählung beginnt. Die Linie der Magdeburger Burggrafen und deren Nachkommen führen eine eigene jeweils fortlaufende Zählung durch, ebenso der zu Querfurt ansässige Zweig. Die Vergabe der Ordnungszahlen entspricht somit nicht der Genealogie eines Gesamthauses mit einer gemeinsamen Zählung. Damit wird hier weitestgehend der Mehrheit historischer genealogischer Publikationen gefolgt. Eine restlose Aufteilung aller überlieferten Einzeldaten auf die verschiedenen gleichnamigen Namensvertreter ist zurzeit nicht möglich, da zwei Linien des Geschlechts nebeneinander existierten und die auftretenden Verwandtschaftsbezeichnungen jeweils auf verschiedene Personen gleichen Namens bezogen werden können. Die bisherige Literatur gibt kein klares und schlüssiges Bild in dieser Hinsicht und ermöglicht oft nur Vermutungen und Möglichkeiten.

Herren von Querfurt, Burggrafen von Magdeburg (1136–1243/1247), Grafen von Seeburg (erloschen 1192) und Graf von Gleiß (erloschen 1158) Der erste bekannte Vertreter des Hauses war Bruno oder Brun,D. Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Neue Folge, Band XIX. Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt a. M. 2000, ISBN 3-465-03074-5, Tafel 82. Graf von Arneburg (comes Harneburgensis), († 30. November 978 auf dem Rückzug von einem Feldzug gegen Lothar, König des Westfrankenreichs); ⚭ Frederuna († 1015 auf Burg Zörbig), Tochter von Volkmar I., Graf im Harzgau, (–961). Sie hatten folgende Nachkommen:

A1. Ricbert, Graf im Hassegau (–1009), urkundlich 1002, († nach 1009) A2. Brun II. „der Ältere“ (Brotz), Herr von Querfurt, Mönch und Abt des St. Michaelsklosters Lüneburg (nach 1009), (* um 940; † 19. Oktober zw. 1009 und 1013); ⚭ (um 973) Ida († 27. Mai vor 1009) B1. Brun (Bonifacius), „der Heilige“, Domherr zu St. Moritz in Magdeburg (995), Hofkaplan von Kaiser Otto III. (996), Erzbischof der Heiden (1004–1009), (* um 974 auf Burg Querfurt; † 9. März 1009 bei Suwałki, enthauptet) B2. Gebhard I., Herr von Querfurt (1009), (* um 975; † um 1017); ⚭ () N.N., Tochter von Burchard IV. im Hassegau (–982) und Emme von Merseburg (–) C1. Burchard I. „der Fromme“, Herr von Querfurt; ⚭ () N.N. D1. Gebhard II., Herr von Querfurt (⚔ 18. Februar 1126 bei Kulm); ⚭ (um 1090/1095) Oda von Ammensleben (* um 1071), Tochter von Graf Dietrich von Ammensleben (–1120) und Amulrada von (Moorsleben) Ammensleben und Grieben (–) E1. Konrad (I.) von Querfurt, Domherr in Magdeburg (1125), Subdiakon (1125–1126), 14. Erzbischof von Magdeburg (29. Juni 1134–2. Mai 1142), (* vor 1095; † 2. Mai 1142 in Magdeburg; ▭ im Magdeburger Dom) E2. Gebhard III. von Querfurt (⚔ 18. Februar 1126 bei Kulm) E3. Burchard II. von Querfurt, Burggraf Burchard I. von Magdeburg und Hochvogt des Erzbistums (1136), kaufte 1146 die Vogtei über das Kloster Lutisburg (Ludesburg) bei Querfurt, Vogt vom Kloster Neuwerk zu Halle (1156), urkundlich 1120 bis 1161, (* um 1100; † nach 20. November 1161); ⚭ () N.N. (von Magdeburg?) F1. Burchard III. von Querfurt, Burggraf Burchard II. von Magdeburg (1161/1162–1177/1178), Vogt vom Kloster Neuwerk (1164), urkundlich 19. Juni 1155 bis 4. Oktober 1177, (* um 1125/1130; † nach 4. Oktober 1177 vor 30. Juni 1178); ⚭ (um 1150) Mechtild oder Mathilde von Tonna, urkundlich 1146 bis 1149, (* um 1130; † um 1200), Tochter von Graf Lambert I. von Tonna und Berg (–1149) und Mathilde de Are (–) G1. Burchard IV. von Querfurt, Burggraf Burchard III. von Magdeburg (1177/1178–1190), urkundlich 1176 bis 1189, (* um 1150; † Juni 1190 in Antiochia; ▭ in der St.-Paul-Kirche, ebenda); ⚭ (vor Mai 1189) Sophia von Wettin († (1195)), Tochter von Graf Heinrich I. von Wettin (1123–1181) und Sophia (von Sommerschenburg) (–1189/1195) H1. Burchard V.D. Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Neue Folge, Band XIX. Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt a. M. 2000, ISBN 3-465-03074-5, Tafel 83. von Querfurt, Burggraf Burchard IV. von Magdeburg (1209–1243/1247), genannt Kurzhand (1233), urkundlich 1209 bis 1243, (* um 1189/1190; † zw. 1243 und vor 2. April 1247); ⚭ (um 1210/1212) Gräfin Sophie von Wildungen und Ziegenhain (* um 1190; † nach 26. Februar 1254), Tochter von Graf Friedrich von Ziegenhain a.d.H. der Landgrafen von Thüringen (1155–1213) und Luitgard (Lukardis) von Ziegenhain (–1207); Nachkommen siehe hier G2. Gebhard IV.D. Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Neue Folge, Band XIX. Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt a. M. 2000, ISBN 3-465-03074-5, Tafel 84. von Querfurt, fungiert als Burggraf von Magdeburg für seinen unmündigen Neffen bis zu dessen Volljährigkeit (1190–1209), Vogt vom Kloster Marienzell bei Querfurt, urkundlich 1178 bis 1213, (* um 1150/1155; † nach 21. August 1213 vor 1216); ⚭ I: (um 1185/1190) Gräfin Luitgard von Käfernburg († 1195/1200), Tochter von Graf Günther II. von Käfernburg (1129/1135–1197) und Agnes von Saarbrücken (Saargaugrafen) (–vor 1178); ⚭ II: (zw. 1197 und 1202) Gräfin Luitgard oder Lukardis von Nassau, urkundlich 1204 bis 1220, (* um 1175/1180; † vor 1222), (⚭ II: (vor 1217) Graf Hermann V. (III.) von Virneburg, urkundlich 1204 bis 1254, (* vor 1209; † nach 1254), Sohn von Graf Gottfried von Virneburg (1187–1204/1212)), Tochter von Graf Ruprecht III. von Nassau (–1191) und Gräfin Elisabeth von Leiningen (–vor 1235); Nachkommen siehe hier G3. Konrad (I./I.) von Querfurt, Domherr zu Magdeburg (1182), kaiserlicher Hofkaplan und Domherr zu Hildesheim (1188), Propst von St. Simon und Juda zu Goslar (1188–1194), Propst von St. Nikolai zu Magdeburg (1190–1194), Propst von St. Marien zu Aachen (1194), Kanzler von Heinrich VI. und Philipp von Schwaben (1195–1201), kaiserlicher Legat für Apulien, Italien und Sizilien (1196), Electus von Hildesheim (1194–), Bischof von Hildesheim (1196/97–1200), Electus von Würzburg (1198–1200), Bischof von Würzburg (1201–1202), (* um 1160; † 3. Dezember 1202 in Würzburg, ermordet unter Führung des Ministerialen Bodo von Ravensburg; ▭ im Würzburger Dom) G4. Wilhelm von Querfurt, Propst von St. Marien zu Aachen (1197–1213), Propst von St. Simon und Juda zu Goslar (1198–1199), Domherr zu Hildesheim (1198), Domherr zu Magdeburg (1209), (* um 1160; † 24. April zw. 1213 und 1215) G5. Gerhard I. von Querfurt, genannt „Überbein“, urkundlich 10. Mai 1189 bis Dezember 1200, (* um 1160; † 22. Juli 1203/05) im Kloster Rode, Klosterrode G6. Adelheid von Querfurt, urkundlich 1189 bis 1210, (* um 1165; † 6./7. April zw. 1210 und 1224); ⚭ (vor 10. Mai 1189) Graf Adolf III. von Schauenburg-Holstein, Stifter von Kloster Reinfeld (1186), (* 1157/1159; † 3./4. Januar 1225), (⚭ I: (1182) Adelheid von Assel († 25. Dezember 1186), Tochter von Graf Otto von Assel (1130–1171/1175) und Salome von Heinsberggenealogie-mittelalter Salome von Heinsberg, abgerufen am 7. November 2010. (–1185)), Sohn von Graf Adolf II. von Schauenburg, Holstein und Stormarn (1128–1164) und Mechtild von Schwarzburg-Käfernburg (–1192) G7. Tochter von Querfurt (*; †); ⚭ () Graf Albrecht III. von Wernigerode, urkundlich 1187 bis 1214, (*; † 1214/1217), Sohn von Graf Albrecht II. von Wernigerode (–1179/1202) und Adelheid (von Lüchow?) (–1157) F2. Tochter von Querfurt; ⚭ () Graf Hartmann von Lobdeburg und Alerheim, urkundlich 1150 bis 1184, († vor 11. November 1186), Sohn von Hartmann von Alerheim (–) C2. Ida von Querfurt; ⚭ () Graf Bernhard im Harzgau sowie in Nordthüringen (Northeim), urkundlich 1043 bis 1062, († vor 1069), Sohn von Graf Liutger im Harzgau (1013–1031); → Supplinburger C3. Christin von Querfurt, Graf von Seeburg (urkundlich 1036), († vor 1067); ⚭ () Oda von Haldensleben (*; †), Tochter von Graf Bernhard von Haldensleben, Markgraf der Nordmark, (–(1051)) und Kievskaja? (1015–) D1. Wichmann I., Graf von Seeburg, (* vor 1067; † um 1115); ⚭ I: () Gisela von Schweinfurt (* 1045/1050; † 22. Februar nach 1090), (⚭ I: () Graf Arnold III. von Dießen († 8. Februar um 1095), Sohn von Graf Meginhard IV. von Reichersbeuern (–)), Tochter von Graf Otto III. „der Weiße“ von Schweinfurt, Herzog von Schwaben (1048), Markgraf im bayerischen Nordgau (1024–1031), (995–1057) und Irmgard von Susa (–1078); ⚭ II: () Bertha von Camburg (* um 1075; † 1150/1152), Tochter von Graf Wilhelm von Camburg (–) und Gräfin Geva von Seeburg (–) E1. [II] Gero, Graf von Seeburg, (* 12. Juli 1097; † 19. September 1122; ▭ im Kloster Kaldenborn); ⚭ (um 1115) Mathilde von Wettin, urkundlich 1100, († 21. Januar vor 1157; ▭ im Kloster auf dem Petersberge), (⚭ II: (1123) Graf Ludwig II. von Wippra († 1151), Sohn von Graf Kuno II. von Wippra (1070–) und Kunigunde (von Thüringen?) (1080–)) Tochter von Graf Thimo von Wettin (1015–1091/1100) und Gräfin Ida von Northeim (1050/1060–1100) F1. Konrad I., Graf von Seeburg, urkundlich 1155, († nach 17. März 1172 vor 1182) G1. Konrad II. von Seeburg, Propst des Chorherrenstifts Seeburg (1191) F2. Wichmann II.books.google.de Germania Sacra Die Bistumer der Kirchenprovinz Magdeburg - Das Bistum Naumburg 1, Die Diözese 2, Bände 1–2, Neue Folge Nr. 35,2, Autor: Heinz Wiessner, Verlag: Walter de Gruyter, 1998, ISBN 978-3-11-015570-9, 512 Seiten, Graf von Seeburg, Domherr zu Halberstadt (1136), Domherr und Propst von St. Paul in Magdeburg (1145), Dompropst zu Halberstadt (1146), Bischof von Naumburg (1149–1154), Verweser des Erzbistums Magdeburg (1152–1154), Erzbischof von Magdeburg (1154–1192), gründete 1171 das Zisterzienserkloster Zinna, um 1175 das Chorherrenstift Seeburg, 1180 (oder 1184) das Augustinerkloster St. Moritz in Halle (Saale) und das Zisterzienserinnenkloster St. Georg in Glaucha; schenkte 1182 bis 1184 die Burg Seeburg dem Erzstift Magdeburg, (* vor 1116 in (Gleiß); † 25. August 1192 in Könnern; ▭ vor dem Kreuzaltar im Magdeburger Dom) → Linie erloschen F3. Ek(ke)hart, Graf von Gleiß, († 20. Januar 1158) E2. [II] Hedwig von Seeburg, Äbtissin von Gernrode (1118–1152), urkundlich 14. Februar 1152, († nach 14. Februar 1152) E3. [II] Geva von Seeburg, urkundlich 14. Februar 1152, († nach 14. Februar 1152); ⚭ (in Ichtershausen) Graf Beringer I. von Lohra, urkundlich 1107 bis 1116, (* 10??; † nach 1119), Sohn von Dietrich, Herr von Linderbach (–) und Uta in Thüringen a.d.H. Schauenburg (–) D2. Wilhelm,genealogie-mittelalter.de Wilhelm von Lutisburg Graf von Lutisburg, urkundlich 1067 bis 1075 B3. Dietrich II. von Querfurt (* um 977) B4. Wichmann (Wilhelm) von Querfurt (* um 978) A3. Mathilde von Arneburg († 3. Dezember 992); ⚭ ()<Graf Lothar II. von Walbeck, urkundlich 942, Stifter der Stiftskirche Walbeck (942), († 962; ▭ 964 in der Stiftskirche Walbeck) A4. Dietrich I. von Querfurt, urkundlich 1006 bis 1023; ⚭ (um 975) Gerburg (von Stade?) (* (950); † (1000)), Tochter von Heinrich I. „dem Kahlen“, Graf im Heilangau (959–), Graf von Stade, (–976) A5. Emnilde unklar: [(† 991 als Nonne in Quedlinburg); ⚭ () Dobromir, Fürst in der Lausitz († vor 991)]

Burggrafen von Magdeburg (1243/1247–1269), Burggrafen von Maidburg (Magdeburg) (seit 1269) und Grafen von Hardegg und Retz (1314–1483)