Steinfeld ist ein Ortsteil der Gemeinde Straufhain im Landkreis Hildburghausen in Thüringen.
Geographische Lage Steinfeld (an der Rodach) liegt im fränkischen Hügelland, nördlich des Straufhain im oberen Rodachtal, südlich des Höhenzugs Frankenschwelle, der die Wasserscheide zwischen Rhein-Main-Einzug und Weser-Einzug bildet. Umliegend sind die gebietsprägenden Anhöhen der Gleichberge und des Straufhain. Die Ortslage ist stark kupiert (Kerbtal). Der Ort liegt direkt an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. In der Nähe ist das Zweiländereck. Abgerufen am 14. April 2012
Geschichte 1317 wurde der Ortsteil erstmals urkundlich erwähnt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S273
Steinfeld war 1615–1624 von der Hexenverfolgung betroffen. Zwei Frauen gerieten in Hexenprozesse. Dorothea Lob wurde 1616 verbrannt, die andere Frau des Landes verwiesen.Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Steinfeld, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Egbert Friedrich: Hexenjagd im Raum Rodach und die Hexenprozessordnung von Herzog Johann Casimir (Schriften des Rodacher Rückert-Kreises, Heft 19), Rodach 1995, S. 192–236; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 237f.
Am 1. Januar 2016 wohnten im Ortsteil 299 Personen.
Besonderheiten Einer der wasserreichsten Orte der Region. Im Ort gibt es ein Gemeindebrauhaus (außer Betrieb) sowie ein Backhaus. In früheren Zeiten wurde in den beiden Wirtshäusern und im Gemeindebrauhaus Bier gebraut. Weithin bekannt war der Ort für ein in dieser Form nur dort gebrautes süffiges Weißbier namens Brühaa.
In der Dorfmitte steht eine alte Tanzlinde (Stufenlinde), in der zur Karmes (Kirchweih) die Blozer (Planburschen) ihre „Sprüchla“ (teils derbe Vierzeiler) darbieten.
Dialekt / Mundart ostfränkisch > mainfränkisch > itzgründisch
Literatur Paul Lehfeldt: Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens, Heft XXIX, Herzogthum Sachsen-Meiningen, Amtsgerichtsbezirk Hildburghausen, 1904, Reprint, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, ISBN 978-3-86777-376-8
Weblinks
Geschichte der Ortschaft Steinfeld
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Hildburghausen Kategorie:Geographie (Straufhain) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hildburghausen) Kategorie:Ersterwähnung 1317 Kategorie:Gemeindeauflösung 1973