mini|hochkant|Maria Meeresstern mini|Altarraum Maria Meeresstern ist die römisch-katholische Kirche auf der ostfriesischen Insel Borkum.

Geschichte Borkum, dessen Bevölkerung seit der Reformation evangelisch war, erlebte seit Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Bädertourismus einen Strukturwandel. Auf Initiative des Münsteraner Priesters Carl Böddinghaus, an den seit 2003 eine Bronzetafel an der Kirche erinnert, kam es 1880/1882 zum Bau der katholischen Kapelle mit dem Patrozinium Maria Meeresstern. Nach dem Entwurf des Münsteraner Diözesanbaumeisters Hilger HertelHans Josef Böker: Ein aufgefundenes Werkverzeichnis des Münsteraner Diözesanbaumeisters Hilger Hertel (1830–1890). In: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde, 61. Band (1983), 2. Teil, S. 91–94, hier S. 92, Nr. 36. entstand in neugotischen Formen eine geostete kleine Backstein-Hallenkirche mit Querhaus und Laternen-Dachreiter. Bereits 1905 wurde sie nach Westen um ein Joch erweitert. 1954 folgte der Anbau eines Mehrzweckkirchsaals im Osten.

Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kirche 1987/1988 durch Hinzufügung einer modernen, die Linien des neugotischen Baus aufnehmenden Vergrößerung im Westen mit einer geräumigen Empore und dem neuen Bronze-Portal. Gleichzeitig erhielt sie einen hohen und schlanken oktogonalen Glockenturm mit einem vierstimmigen Geläut. Zwei Jahre später folgten das moderne Pfarrheim und die Neugestaltung des Kirchplatzes.

Ausstattung Der Innenraum der Kirche ist schlicht gehalten. Der Marienaltar erhielt im Jahre 1907 einen Aufsatz nach der Zeichnung des Regierungsbaumeisters Hilger Hertel mit einer Pieta nach Achtermann, ausgeführt vom Bildhauer Anton Rüller aus Münster.Zeitungsartikel in "Die Glocke" vom 27. August 1907

Orgel Orgelbau Kreienbrink schuf im Jahr 1970 die Orgel mit zehn Registern auf zwei Manualen und Pedal mit folgender Disposition:Orgeldatenbank orgbase.nl, abgerufen am 18. September 2017

I Hauptwerk C–g3 Hohlflöte 8′ Oktave 4′ Spitzflöte 2′ Mixtur III 1′ II Brustwerk C–g3 Gedackt 8′ Rohrflöte 4′ Prinzipal 2′ Sesquialter II ′ Tremulant Pedal C–d1 Subbaß 16′ Choralbaß 4′

Koppeln: II/I, I/P, II/P

Siehe auch Liste der historischen Kirchen in Ostfriesland

Literatur Hans-Bernd Rödiger, Menno Smid: Friesische Kirchen in Emden, Leer, Borkum, Mormerland, Uplengen, Overledingen und Reiderland, Band 3. Verlag C. L. Mettcker & Söhne, Jever 1980, S. 44.

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Einzelnachweise

Maria Meeresstern Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Leer Kategorie:Kirchengebäude im Dekanat Ostfriesland Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Niedersachsen Kategorie:Römisch-katholische Inselkirche (deutsche Nordseeinseln) Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren Kategorie:Stella-Maris-Kirche Kategorie:Backsteinbauwerk des Historismus Kategorie:Neugotisches Kirchengebäude Kategorie:Disposition einer Orgel Kategorie:Baudenkmal in Borkum