Kühndorf (fränkisch: KehdorfE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 119. Dort folgendermaßen transkribiert: „kḗⁿdorf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Kühndorf liegt in der Gemarkung Brünst.
Geografie Im Weiler entspringt ein namenloser linker Zufluss des Pulverbachs. 0,5 km südöstlich liegt das Brandholz. Die Kreisstraße AN 10 führt die Staatsstraße 2255 kreuzend nach Schönbronn (1,8 km östlich) bzw. nach Buhlsbach (0,8 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Strüth (1,7 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde 1394 als „Kindorff“ erstmals urkundlich erwähnt. Am wahrscheinlichsten ist die Ableitung des Ortsnamens vom althochdeutschen Wort „kên“ (= Nadelbaum) mit der daraus resultierenden Bedeutung Zum Dorf bei den Nadelbäumen.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 118 f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Kühndorf 4 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach. Grundherren waren das Stiftsamt Ansbach (2 Halbhöfe, 1 Gut) und der Ansbacher Eigenherr von Appold (1 Hof).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 878.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 231. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 982.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kühndorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brünst und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brünst zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1978 nach Lehrberg eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2008Einwohner 31 32 34 40 38 32 37 39 29 22 30 27HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 5 6 6 8 6 6 6 7 Quelle
Religion Kühndorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes (Wernsbach bei Ansbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Lehrberg) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1394