mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Westend Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Westend beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Westend mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick Westend hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 13597, 14050, 14052, 14053, 14055, 14057 und 14059. Der Ortsteil wird nach Norden durch die Charlottenburger Chaussee und die Spree, nach Osten durch die Ringbahn, nach Süden durch den Grunewald und nach Westen durch den Stößensee sowie die Spandauer Vorortbahn begrenzt. Grenzziehung sollte hier im Süden entlang der Grenze zum Altbezirk Wilmersdorf, im Westen und Norden entlang der Grenze zu Spandau und zur Spree, im Osten entlang der Stadtautobahn und der Ringbahn verlaufen.
Durch den Ortsteil führen Teile der Bundesautobahn 115 und 100, davon sind nach dem Straßenentwicklungsplan Berlins 11.260 Meter Fahrbahnen als großräumig (I) und 830 Meter als übergeordnet (II) klassifiziert, 2.670 Meter sind nicht eingeordnet. Die Bundesstraße B2/B5 gehört mit 5.060 Metern im Ortsteil ebenfalls zum großräumigen System. Das Hauptstraßensystem mit großräumiger Bedeutung besteht aus 9.480 Metern der Stadtstraßen (oder Teile von) Halenseestraße, Jafféstraße, Masurenallee, Messedamm, Neue Kantstraße, Reichsstraße und Spandauer Damm. Dazu kommen im Berliner Straßensystem noch 5.510 Meter Hauptstraßen von regionaler (III) Bedeutung und 5.670 Meter Stadtstraßen (IV), die das Hauptstraßensystem ergänzen.Lageklärungen auf der Karte 1:5000, hergestellt durch die bezirklichen Vermessungsämter (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt), abgerufen am 15. Januar 2013.FIS Broker Detailnetz (Regionales Bezugssystem)
Westend entstand am 1. Mai 1866 als Villenkolonie auf dem Gelände des Spandauer Bergs und wurde 1878 der (seinerzeit) selbstständigen Stadt Charlottenburg angeschlossen. Der Name nimmt Bezug auf den Londoner Stadtteil Westend. Das Straßensystem ist mit den ersten Straßen um 1867 (vergleiche dazu die Liste, Spalte 4) definiert, die durch die „Kommandit-Genossenschaft auf Aktien“ unter der Federführung des Bankiers Heinrich Quistorp (≈ 1826–1902) projektiert und angelegt wurden. Die Planung als Villenvorstadt findet sich in der gehäuften Nutzung des Suffix „-allee“ in den Straßennamen. Die Besiedelung und Bebauung wurde durch die 1879 verlängerte Berliner Pferde-Eisenbahn und durch die 1877 erfolgte Eröffnung der Eisenbahnstation Charlottenburg-Westend gefördert. Im Jahr 1908 eröffnete die Verkehrsgesellschaft den U-Bahnhof Reichskanzlerplatz (heute: U-Bahnhof Theodor-Heuss-Platz). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte weitere Bebauung ein, es entstand der Bereich Neu-Westend mit einem erweiterten Straßensystem. Im Zusammenhang mit den Vorbereitungen der Olympischen Spiele 1936 ließen die Nationalsozialisten ein großes Sportareal anlegen und die Umgebung mit Straßen, Plätzen und Bebauung versehen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Verkehrsinfrastruktur erweitert.
Die zehn mit „(*)“ gekennzeichneten Plätze im Olympiapark sind im amtlichen Straßenverzeichnis unter der den Straßennummern 16909–16019 aufgenommen. Sie haben den Charakter eines Privatgeländes, sind jedoch öffentlich für Fußgänger erreichbar und unterliegen nur begrenztem Wegerecht. Die in den Gartenkolonien vorhandenen Anlagenwege sind ebenfalls Privatwege, die den Anliegern und Gartenvereinen gehören. Diese in anderweitiger Zuständigkeit liegenden Straßen sind nicht in der Liste aufgenommen. Lediglich durch BebauungspläneBezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf-Stadtplanung- und Vermessungsamt-, Fehrbelliner Platz 4, 10707 Berlin am Ende der 1970er Jahre wurde vom Bezirk Charlottenburg Einfluss auf Nutzungen, beispielsweise Parkplätze der Anlieger (B-Plan VII-11Bebauungsplan VII-11 Begründung) oder Fahrrechte auf den Wegen, um die Umgebung zu schützen.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAhornallee ()940Ahorn, Pflanzengattung style="text-align:right" Die Straße liegt zwischen der Nordostecke des Theodor-Heuss-Platz / Kaiserdamm und dem Spandauer Damm und teilweise parallel zur Soorstraße. Der Name wurde möglicher nach der Erstbepflanzung mit einem typischen Alleebaum beim Anlegen der Straße gewählt. Hier ist sie die östlichste in einem Viertel um den Branitzer Platz, in dem die Straßen am westlichen Rand der Stadt Charlottenburg als Allee nach Baumarten benannt sind.140px|AhornalleeAkazienallee ()1000Akazien, Pflanzengattung style="text-align:right" Die Straße liegt zwischen Bolivar- und Ahornallee. Zum Zeitpunkt ihrer Benennung ging die Allee nur bis zur Kirschallee. Zwischen 1912 und 1915 wurde ihre Trasse bis zur Braunschweigallee (heute: Bolivarallee) ebenso benannt. Sie liegt in einem Viertel um den Branitzer Platz, in dem die Straßen am westlichen Rand der Stadt Charlottenburg als Allee nach Baumarten benannt sind.140px|AkazienalleeAlemannenallee ()190Alemannen, antike und frühmittelalterliche Bevölkerungsgruppe, die dem westgermanischen Kulturkreis zugeordnet wird style="text-align:right" Zuerst war sie ein Teil der Straße 2 des Bebauungsplans in Westend. Sie liegt zwischen der südlichen Nebenfahrbahn der Heerstraße und der Frankenallee am Karolingerplatz.140px|Alemannenallee Richtung HeerstraßeAlte Allee ()700Der Name bezieht sich wohl auf den alten Baumbestand entlang des früheren Waldwegs durch den Grunewald. style="text-align:right"Der vorherige Name zwischen 1922 und 1924 lautete Iltisallee. Sie liegt zwischen Eichkampstraße und Kühler Weg am Südrand des Ortsteils in der Ortslage Eichkamp.140px|Alte AlleeAltenburger Allee ()240Sachsen-Altenburg, Herzogtum und Bundesstaat des Deutschen Reiches style="text-align:right" In diesem Viertel um die Reichsstraße sind die Straßen nach den Ländern des am 18. Januar 1871 proklamierten Deutschen Kaiserreichs benannt. Der erste Name war Straße 34b des Bebauungsplans in Westend. Die Straße liegt zwischen Reichsstraße und Bolivarallee (gegenüber Ulmenallee).140px|Am FliederbuschAm Dornbusch ()60 symbolisch für eine Dornbusch-Bepflanzung style="text-align:right" Der erste Name der über Eck geführten Straße war Platz D. Die kurze Straße liegt zwischen Waldschulallee und Cordesstraße, parallel zur Eichkampstraße. Sie liegt in der Ortslage Eichkamp.140px|Am DornbuschAm Fliederbusch ()180Flieder, Pflanzengattung aus der Familie der Ölbaumgewächse style="text-align:right" Die Straße liegt zwischen Lärchenweg und Waldschulallee (gegenüber Am Dornbusch). Der erste Name war Straße G 17. Sie liegt in der Ortslage Eichkamp.140px|Am FliederbuschAm Glockenturm ()100 × 100 nahe dem Glockenturm des Olympiastadions style="text-align:right"Der Platz liegt zwischen Friedrich-Friesen-Allee, Passenheimer und Glockenturmstraße. Der Glockenturm ist das Wahrzeichen der Anlage des Olympiastadions. Der Eingang zur Waldbühne befindet sich am Platz.140px|Am GlockenturmAm Hain ()200Hain, abgeleitet vom Begriff „Totenhain“ (in Bezug auf den Friedhof Ruhleben) style="text-align:right"Die Straße bildet die Zufahrt zum Friedhof Ruhleben. Lediglich der Parkplatz gehört zum Ortsteil, der Rest zu Spandau.140px|Am HainAm Postfenn ()340(im Ortsteil) nahegelegenes Naturschutzgebiet Postfenn style="text-align:right"Ein Teil der Straße verläuft im Ortsteil Grunewald. 240 Meter der Straße gehören im Hauptstraßennetz Berlins zur Klasse IV (ergänzende Straßenverbindung).140px|Am PostfennAm Rupenhorn ()700Rupenhorn, eine Halbinsel (auch Horn genannt) des Havelufers, an der von Fischern Aalraupen gefangen wurden style="text-align:right"Der erste Name war Straße 30 im Gutsbezirk Heerstraße.140px|Villa Mendelsohn Am RupenhornAm Vogelherd ()320Vogelherd, alte Bezeichnung für ein Areal, auf dem Vögel mithilfe von Lockvögeln angelockt und danach mit Netzen gefangen wurden style="text-align:right"Die ersten Namen waren Straße G 16 und Verlängerte Straße G16 für den Bereich zwischen Lärchenweg und Maikäferpfad.140px|Am VogelherdAn der Fließwiese ()490 Naturschutzgebiet Fließwiese Ruhleben style="text-align:right"Der erste Name war Straße 52 in der Siedlung Ruhleben.140px|An der FließwieseAngerburger Allee ()880 Angerburg, Stadt in der Provinz Ostpreußen; heute Węgorzewo in Polen style="text-align:right" Der erste Name war Straße 1 im früheren Gutsbezirk Heerstraße.140px|Angerburger AlleeAnneliese-und-Georg-Groscurth-Platz ()120 × 80Georg Groscurth (1904–1944), Arzt und Widerstandskämpfer und seine Frau, die Ärztin und Widerstandskämpferin Anneliese Groscurth (1910–1996) style="text-align:right"Von 1905/1906 bis 2006 hieß der Platz Lindenplatz.Lindenplatz bei Luise140px|Anneliese-und-Georg-Groscurth-PlatzArysallee ()240 Arys, Stadt in der Provinz Ostpreußen, heute Orzysz in Polen style="text-align:right"Der erste Name war Straße 16 im früheren Gutsbezirk Heerstraße.140px|ArysalleeAugust-Bier-Platz (*) () 155 × 135 August Bier (1861–1949), Chirurg, Hochschullehrer und Förster style="text-align:right" Der Platz ist ein Sportplatz und liegt auf dem Gelände des Olympiaparks, zwischen Prinz-Friedrich-Karl-Weg und Friedrich-Friesen-Allee. Südwestlich grenzt er an den Georgiiplatz und liegt zwischen Hueppe- und Hindenburgplatz. Der Rasenplatz wird von Sportlern zum Training oder zu Wettkämpfen genutzt. Angelegt wurden die umliegenden Plätze schon mit der Olympiade von 1936. Der Platz ist in der amtlichen Straßenliste Berlins aufgenommen unter der Nummer 16917. 140px|August-Bier-PlatzBadenallee ()590 Großherzogtum Baden, von 1806 bis 1871 ein souveräner Staat und dann bis 1945 ein Staat innerhalb Deutschlands style="text-align:right" Sie liegt zwischen Oldenburgallee und nördlichen Nebenfahrbahn der Heerstraße. Der erste Name war Straße 2 des Bebauungsplans in Westend. In diesem Viertel um die Reichsstraße und nahe dieser, sowie der Länderallee sind die Straßen nach den Ländern des am 18. Januar 1871 proklamierten Deutschen Kaiserreichs benannt.140px|BadenalleeBayernallee ()1000Königreich Bayern, heute: Freistaat und deutsches Bundesland style="text-align:right" Der erste Name war Straße 26. Sie liegt im nördlichen Bogen zwischen Westendallee und Heerstraße (gegenüber der Frankenallee). In diesem Viertel um die Reichsstraße und nahe dieser, sowie der Länderallee sind die Straßen nach den Ländern des am 18. Januar 1871 proklamierten Deutschen Kaiserreichs benannt.140px|BayernalleeBiedermannweg ()380August Biedermann (1878–1957), Förderer der „Kleinsiedlung Ruhleben“ style="text-align:right"Der vorherige Name zwischen 1928 und 1959 lautete Biedermeierweg.140px|BiedermannwegBläulingsweg ()90Bläulinge, Schmetterlingsfamilie style="text-align:right" Der erste Name war Platz G 4. Der Weg verläuft von Im Hornisgrund bis zum Rottannenweg und liegt in der Ortslage Eichkamp.140px|BläulingswegBolivarallee ()550Simón Bolívar (1783–1830), lateinamerikanischer Unabhängigkeitskämpfer und Nationalheld style="text-align:right" Die Allee liegt zwischen Spandauer Damm und Reichsstraße (Steubenplatz). Im Jahr 1931 wurde der nördliche Teil der Preußenallee zwischen Steubenplatz und dem heutigen Spandauer Damm in Bolivarallee umbenannt. Dieser Teil hieß vor 1925 Braunschweigallee. Dieser ältere Straßenname ergibt sich daraus, dass in diesem Viertel um die Reichsstraße und die Länderallee die Straßen nach den Ländern des am 18. Januar 1871 proklamierten Deutschen Kaiserreichs benannt sind. 490 Meter der Straße gehören im Hauptstraßennetz Berlins zur Klasse IV (ergänzende Straßenverbindung).140px|BolivaralleeBoyenallee