Buhlsbach (fränkisch: „Bulschba“E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 57.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Buhlsbach liegt in der Gemarkung Lehrberg.

Geografie Durch das Dorf fließt der Pulverbach und an einen namenlosen Bach, der dort als rechter Zufluss in den Pulverbach mündet. Im Süden grenzt das Brandholz an, 0,5 km nördlich liegt das Lehrberger Holz. Die Kreisstraße AN 10 führt an Kühndorf vorbei und die Staatsstraße 2255 kreuzend nach Schönbronn (2,5 km östlich) bzw. an der Dauers- und Pulvermühle vorbei nach Lehrberg (2 km westlich).

Geschichte Der Ort wurde 1274 als „Bullingspach“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Bulling. Eine Person dieses Namens ist als Gründer der Siedlung anzunehmen.

Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Buhlsbach mit der Buhls- und Dauersmühle 8 Mannschaften angegeben. Grundherren waren das Hofkastenamt Ansbach (3 Anwesen) und das Hochstift Eichstätt (5 Anwesen). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-ansbachische Vogtamt Lehrberg.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 129. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 680.

Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Buhlsbach mit den beiden Mühlen 8 Anwesen. Das Hochgericht übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-ansbachische Vogtamt Lehrberg. Grundherren waren das Hofkastenamt Ansbach (1 Hof, 2 Mühlen) und das eichstättische Propsteiamt Herrieden (5 Güter). Neben den Anwesen gab es kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 845.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 485.Nach (= J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 489) soll es sieben Untertansfamilien gegeben haben, von denen vier ansbachisch waren. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998f.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Buhlsbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Lehrberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Lehrberg zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.

Baudenkmal Haus Nr. 8: zugehörig Scheune, Sandsteinquaderbau mit Fachwerk, Krüppelwalmdach, 18. Jahrhundert

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2008Einwohner 64 44 67 60 55 51 43 66 52 54 38 49HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 10 10 10 10 9 9 11 12 Quelle Buhlsbach: 59 Einwohner, 9 Feuerstellen; Buhlsmühle: 5 E., 1 F. Buhlsbach: 54 Einwohner; Buhlsmühle: 6 E. Buhlsbach: 47 Einwohner, 9 Wohngebäude; Buhlsmühle: 8 E., 1 Wgb.

Religion Buhlsbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Margaretha (Lehrberg) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.

Wanderwege Durch den Ort verläuft der Fränkische Jakobsweg. Weitere Fernwanderweg sind die Magnificat-Route des Fränkischen Marienweg und der Weg Grünes Schlüsselloch.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Lehrberg) Kategorie:Ersterwähnung 1274