Ceanu Mare () ist eine Gemeinde im Kreis Cluj in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Der Ort ist auch unter den ungarischen Bezeichnungen Mezőnagycsán und Csán bekannt.Ceanu Mare bei arcanum.hu.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Ceanu Mare im Kreis Cluj Die Gemeinde Cătina liegt im Siebenbürgischen Becken im Tal des Flusses Valea Largă – ein Nebenfluss des Arieș. Im Südosten des Kreises Cluj an der Kreisstraße (Drum județean) DJ 161A befindet sich das Gemeindezentrum etwa 25 Kilometer nordöstlich von der Stadt Turda (Thorenburg) und etwa 40 Kilometer südöstlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) entfernt.
Geschichte Der Ort Ceanu Mare wurde erstmals 1293 urkundlich erwähnt. Nach Angaben von J. Téglás deuten archäologische Funde auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Boian (ungarisch Mezőbő) auf eine Besiedlung in die Römerzeit zurück.Repertoriul Arheologic al României – Boian, abgerufen am 30. März 2023 (rumänisch).
Eine gewisse Bekanntheit erhielt der Ort, als am 18. September 2001 der damalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder das Grab seines Vaters, des Obergefreiten Fritz Schröder, bei ziuadecj.realitatea.net abgerufen am 17. September 2017. besuchen wollte. Dieser war am 4. Oktober 1944 im Alter von 32 Jahren nahe der Stadt Turda (Thorenburg) gefallen. Aufgrund der Ereignisse vom 11. September 2001 (Angriff auf das World Trade Center und das Pentagon) wurde der Besuch aber abgesagt. Bei seinem Staatsbesuch am 12. August 2004 holte Gerhard Schröder in Begleitung des rumänischen Staatspräsidenten Ion Iliescu den Besuch des Dorffriedhofs nach,Interview mit Zeitzeugen bei Realitatea TV, am 18. September 2011 auf YouTube, abgerufen am 17. September 2017. auf dem auch acht weitere Soldaten begraben liegen. bei Onlineprojekt Gefallenendenkmäler.
Soziales Das größte Problem des Dorfes ist das Fehlen von fließendem Wasser. Nach dem Staatsbesuch zeichnet sich aber eine Lösung ab. Ion Iliescu hat (nachdem er von Schröder auf die Kosten des Projektes angesprochen worden war) die zuständigen Behörden angewiesen, „sich um das Problem zu kümmern“.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 3045 2760 165 2 118 1920 4339 4038 247 - 54 1966 7291 7064 213 - 14 2002 4322 4067 102 1 152 2011 3531 3132 77 - 322 2021 3333 2823 2 - 508 (47 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und gleichzeitig die der Rumänen 1966 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Magyaren (482) wurde 1900, die der Roma (211) 2011 und die der Rumäniendeutsche (20) wurde 1890 registriert.
Weblinks
Ceanu Mare bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1293