Gödersklingen (fränkisch: Gädasch-glíngaE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 83. Dort folgendermaßen transkribiert: „gędəschglínga“.) ist ein Gemeindeteil der Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Gödersklingen liegt in der Gemarkung Brünst.

Geografie Unmittelbar westlich des Dorfs bei den Schleiseweihern entspringt der Zellbach, der mit dem Wernsbach (rechts) zur Rippach zusammenfließt. Im Westen grenzt das Waldgebiet Zimmerlach mit dem Forschenbuck () an, 0,75 km südlich liegen die Brandhölzer, 0,5 km östlich liegen die Oberen Hölzer.

Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Wüstendorf (1,5 km südöstlich), zur Staatsstraße 2255 (0,3 km westlich) zwischen Ansbach (8 km südlich) und Rügland (4 km nordöstlich) und die St 2255 kreuzend nach Kettenhöfstetten (2,2 km nordwestlich).

Geschichte Der Ort wurde Im Würzburger Lehenbuch, das zwischen 1303 und 1313 entstanden ist, als „Götlingsclingen“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich wahrscheinlich von einem gleichlautenden Flurnamen ab, wobei das Grundwort „–clingen“ auf eine Talenge verweist. Die Bedeutung des Bestimmungswortes „Götling“ ist unklar, vermutlich leitet sich aber das Wort von einem Personennamen ab.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 83. Die Herren von Heideck hatten zu dieser Zeit die Grundherrschaft und Vogtei über 3 Huben.Staatsarchiv Würzburg, Würzburger Lehenbücher 1. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 187. 1404 verkauften Friedrich und Johann von Heideck ihren Besitz an das Gumbertusstift. Im Dreißigjährigen Krieg war der Ort bis auf zwei Häuser verödet.K. H. v. Lang: Landgericht Ansbach, S. 18.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Gödersklingen 17 Anwesen (6 Halbhöfe, 3 Güter, 5 Gütlein, 1 Halbgut, 2 Leerhäuser) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Stiftsamt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 859. Es gab zu dieser Zeit 19 Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 348. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 982.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Gödersklingen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brünst und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brünst zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1978 nach Lehrberg eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2008Einwohner 88 93 114 104 86 87 86 107 85 83 77 80HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 18 20 19 20 18 18 18 19 Quelle

Religion Gödersklingen ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes (Wernsbach bei Ansbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Lehrberg) Kategorie:Ersterwähnung 1303