(55733) Lepsius ist ein Asteroid des Hauptgürtels, der am 27. November 1986 vom deutschen Astronomen Freimut Börngen an der Thüringer Landessternwarte Tautenburg entdeckt wurde.
Benannt wurde er am 6. August 2003 zu Ehren des deutschen Ägyptologen, Sprachforschers und Bibliothekars Karl Richard Lepsius (1810–1884), dem Planer des ägyptischen Museums in Berlin und Begründer des Fachgebiets Ägyptologie im deutschsprachigen Raum.
Der Asteroid gehört zur Eos-Familie, einer Gruppe von Asteroiden, welche typischerweise große Halbachsen von 2,95 bis 3,1 AE aufweisen, nach innen begrenzt von der Kirkwoodlücke der 7:3-Resonanz mit JupiterDavid Vokrouhlický, Miroslav Brož, Alessandro Morbidelli, William Frederick Bottke, David Nesvorný, Daniel Lazzaro, Andy Rivkin: Yarkovsky footprints in the Eos family. (englisch, PDF; 26 MB), sowie Bahnneigungen zwischen 8° und 12°. Die Gruppe ist nach dem Asteroiden (221) Eos benannt. Es wird vermutet, dass die Familie vor mehr als einer Milliarde Jahren durch eine Kollision entstanden ist.
Siehe auch Liste der Asteroiden
Einzelnachweise
Weblinks Asteroid Lepsius: Discovery Circumstances gemäß dem Minor Planet Center der Internationalen Astronomischen Union bei dem Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, Cambridge, USA Asteroid Lepsius in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory der NASA bei dem California Institute of Technology, Pasadena, USA
Kategorie:Hauptgürtelasteroid unter 50 km Durchmesser Kategorie:Eos-Familie Kategorie:Lepsius (Familie)