Der Europäische Tag der jüdischen Kultur ist ein Aktionstag, der seit 1999 jährlich am ersten September-Sonntag begangen wird. Er wird heute in fast 30 europäischen Ländern von jüdischen und nichtjüdischen Organisationen gemeinsam veranstaltet und soll dazu dienen, das europäische Judentum, seine Geschichte, Traditionen und Bräuche in Vergangenheit und Gegenwart besser kennenzulernen. Zu diesem Anlass werden unter einem jährlich wechselnden Leitthema auf lokaler und regionaler Ebene Führungen zu Stätten jüdischer Kultur, Konzerte, Ausstellungen, Vorträge usw. organisiert.

Koordination Die Europäische Vereinigung für die Bewahrung und Förderung von Kultur und Erbe des Judentums (engl. European Association for the Preservation and Promotion of Jewish Culture and Heritage, AEPJ) koordiniert den Aktionstag. Sie hat ihren Sitz in Girona, Spanien. Deren Träger sind sechs Organisationen: B’nai B’rith Europe Red de Juderías de España – Caminos de Sefarad (Netzwerk jüdischer Städte in Spanien – Sephardische Migrationswege) Fonds Social Juif Unifié Rede de Judiarias de Portugal Unione delle Comunità Ebraiche Italiane Journées Européennes de la Culture et du Patrimoine Juifs – France (JECPJ France) In jedem teilnehmenden Land gibt es nationale Koordinatoren.

Deutschland Am Veranstaltungstag im Jahr 2009, dem 6. September, eröffnete der Landschaftsverband Rheinland (LVR) das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen mit einer Dauerausstellung zum Thema „Jüdisches Leben im Rheinland“, seither wird in Rödingen alljährlich der Europäische Tag der jüdischen Kultur begangen.

2015 beteiligen sich in Deutschland offiziellEDJC in Germany (Stand 31. August 2015) in Baden-Württemberg 46 Orte und Institutionen in Bayern das Jüdische Museum Augsburg Schwaben und das Jüdische Gemeindezentrum in München in Nordrhein-Westfalen das Jüdische Museum Westfalen, die Alte Synagoge Essen (in Zusammenarbeit mit dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut) und das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen.

Schweiz Seit 1999 organisiert das Jüdische Museum der Schweiz das schweizweite Programm jedes Jahr unter einem anderen Motto.

Daten und Leitthemen 2001: Das Judentum und die Künste 2002: Jüdischer Kalender und jüdische Feiertage in Kunst, Musik und Ernährung 2003: Pessachfest 2004: Judentum und Erziehung 2005: Jüdische Küche 2006: Europäische Routen des jüdischen Erbes 2007: Zeitzeugnisse 2008: Jüdische Musik 2009: Jüdische Feste und Bräuche 2010: Kunst und Judentum 2011: Erbe und Modernität 2012: Jüdischer HumorProgramm der Israelitischen Kultusgemeinde München zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur 2012 (PDF-Datei; 219 kB) 2013: Jüdische Kultur und NaturProgramm 2013 für Elsass und Baden-Württemberg (PDF; 1,7 MB)juedisches-museum.ch: 2014: Frauen im Judentumlandjudentum-unterfranken.de: Europäischer Tag der jüdischen Kultur, 14. September 2014 2015: Brücken 2016 (4. September): Jüdische Sprachen 2017 (3. September): Diasporasjewisheritage.org: (englisch) 2018 (2. September): Storytelling – Geschichten erzählen 2019 (1. September): 1999–2019: 20 Jahre Europäischer Tag der Jüdischen Kultur 2020 (6. September): Jewish Journeys/Jüdische Reisen 2021 (5. September): Dialog 2022 (4. September): Erneuerung 2023 (3. September): Erinnerung – Memory 2024 (1. September): Familie – family 2025 (7. September): People of the Book 2026 (6. September): Liebe – Love

Weblinks

jecpj-france.com: Journées Européennes de la Culture et du Patrimoine Juifs – France (französisch)

Einzelnachweise

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