Röshof (fränkisch: Rees-hofE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 160. Dort folgendermaßen transkribiert: „rēshṓf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Röshof liegt in der Gemarkung Brünst.

Geografie 0,5 km südöstlich des Weilers liegt das Waldgebiet Ebene, 0,5 km südwestlich das Brandholz. Die Staatsstraße 2255 führt nach Ansbach (4,5 km südlich) bzw. nach Rügland (6,5 km nördlich). Die Kreisstraße AN 10 führt nach Schönbronn (0,8 km östlich) bzw. nach Kühndorf (1,2 km westlich). Am Weiler verläuft der Fränkische Marienweg vorbei.

Geschichte Der Ort wurde 1433 als „Rodsdorff“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Rodi, der Personenname des Gründers dieser Siedlung.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 160.

Im Jahr 1572 erwarb sich Markgräfin Emilie die drei Höfe des Weilers. 1607 werden die drei Höfe von den Grafen von Mansfeld gekauft. 1610 befreite Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg–Ansbach den Ort von allen landesherrlichen Lasten wie Zins, Gült, Steuer oder Fron. In der Folgezeit wechselte der Ort oft seinen Besitzer. Im Jahre 1662 verkaufte Sophia Margarete, die Gattin Albrechts von Brandenburg–Ansbach, das Gut an Christian Friedrich von Crailsheim. Im 16-Punkte-Bericht des Fürstentums Ansbach von 1684 waren die drei Höfe in Rösdorf zu einer Mannschaft zusammengefasst, die das Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn hatten. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 128, 2991. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 691.

In den Oberamtsbeschreibungen des Johann Georg Vetter von 1732 wurde der Ort erstmals „Röshoff“ genannt.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Röshof 5 Anwesen (1 Dreiviertelhof, 1 Viertelhof, 1 Wirtschaft, 1 Haus, 1 Leerhaus). Das Hochgericht übte das Hofkastenamt Ansbach aus. Alle Anwesen hatten das Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 903. Es gab zu dieser Zeit zwei Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 572. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 982.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Röshof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brünst und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brünst zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1978 nach Lehrberg eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2008Einwohner 11 38 42 38 23 22 43 82 42 26 29 25HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 2 5 5 5 6 6 7 6 Quelle

Religion Röshof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes (Wernsbach bei Ansbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Lehrberg) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1433