mini|Blick auf die Kirche Albrechtice v Jizerských horách (deutsch Albrechtsdorf) ist ein Dorf im Okres Jablonec nad Nisou in Tschechien. Es hat über 300 Einwohner. Geografie Lage Albrechtice ist 5 Kilometer von Jablonec nad Nisou entfernt, bis Liberec sind es 7 Kilometer. Albrechtice liegt in einem linken Seitental der Kamnitz () zwischen dem Tannwalder Spitzberg (; ) im Süden und dem Marienberg (; ) im Norden im Isergebirge.

Gemeindegliederung Die Gemeinde Albrechtice v Jizerských horách besteht aus den Ortsteilen Albrechtice v Jizerských horách (Albrechtsdorf) und Mariánská Hora (Marienberg).http://www.uir.cz/casti-obce-obec/563528/Obec-Albrechtice-v-Jizerskych-horach Auf einer Anhöhe, die den Talabschluss nach Osten bildet, liegt der Weiler Na Křížku (frei übersetzt Zum Kreuz), der zum Hauptort zugehörig gilt.

Geschichte Albrechtsdorf wurde durch das Geschlecht Des Fours um das Jahr 1670 gegründet. Ihr Name wird von den Erben der Herrschaft Morchenstern (Smržovka) abgeleitet.

Um das Jahr 1700 entstand der Ortsteil Marienberg (Mariánská Hora). Die Sage erzählt, dass der Name durch eine Statue der Jungfrau Maria entstand, die beim Anlegen der Grundmauer des ersten Anwesens gefunden wurde.

Im Jahre 1705 kamen die Marienberger Bauden (Mariánskohorské Boudy) hinzu, deren Bewohner vor allem Holzkohle brannten. Weitere Einnahmequellen waren Holzfällen und Landwirtschaft. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bildete Albrechtsdorf eine Gemeinde im Gerichtsbezirk Tannwald. Der Verlust an männlichen Arbeitskräften infolge des Ersten Weltkrieges (Verstorbene und Kriegsversehrte) machte sich in der ansässigen Wirtschaft negativ bemerkbar. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Großteil der deutschen Bevölkerung vertrieben; einige Unternehmen gründeten sich in Deutschland neu, so z. B. die 1863 ursprünglich gegründete Glashütte der Gebrüder Feix 1947 in Schwäbisch Gmünd. Seit den 1950er Jahren wuchs die Zahl der Wochenendbauten; die Zahl der ständigen Bewohner sank.

Wirtschaftliche Entwicklung Im 19. Jahrhundert begann der wirtschaftliche Aufschwung durch Glasherstellung. Die Hütten in Antoniwald (Antonínov) und später in Albrechtsdorf lieferten Rohstoffe für ansässige Glasschleifereien. Ende des Jahrhunderts gehörte Albrechtsdorf zu den Orten mit den meisten und bestqualifizierten Schleifern im Bezirk Gablonz an der Neiße (Jablonec nad Nisou). Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Ort an die Reichenberg-Gablonz-Tannwalder Eisenbahn angeschlossen. 1975 wurde eine neue Abfahrt mit Skiliften erbaut. Heute ist die größte Einnahmequelle der Tourismus.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1869 1880 1890 1900 1910 1921 1930 1950 1961 1970 1980 1991 2001 2011 2021 Einwohner 2292 2042 2209 2266 2351 1890 1890 827 684 494 390 332 329 351 332Zensus 2021, Český statistický úřad, abgerufen am 9. Juli 2025 (tschechisch)

Sehenswürdigkeiten Kirche St. Franz von Paola Talsperre an der Weißen Desse Weltkriegsdenkmal

Söhne und Töchter der Gemeinde Hermann Hladik (1871–1947), österreichisch-tschechoslowakischer Politiker Hans Wewerka (1888–1915), Keramiker und Bildhauer Rudolf Wewerka (1889–1954), Bildhauer und Künstler

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Kategorie:Isergebirge