Johann Georg Stengg (* 23. Dezember 1689; begraben 19. März 1753 in Graz) war ein steirischer Architekt und Barockbaumeister.

Biographie Johann Georg Stengg war der Sohn von Andreas Stengg, dem Grazer Hofbaumeister. Er entwickelte sich zum Hauptvertreter der spätbarocken Architektur in der Steiermark. Stengg unternahm zwei Italienreisen (1707 und 1715) und wurde vom italienischen Architekten Francesco Borromini geschult. Die Meisterprüfung legte er 1716 beim Grazer Maurerhandwerk vor Bartholomäus Ebner und Josef Carlone ab. Im Jahr 1741 trat er die Nachfolge seines Vaters Andreas Stengg als Hofbaumeister an. Eines seiner bedeutendsten Werke ist die Grazer Wallfahrtskirche Mariatrost, die er mit seinem Vater plante.

Werk (Auswahl) mini|hochkant|Stiftskirche Rein Barockisierung der Stiftskirche Rein, 1747 Planung der Basilika Mariatrost (mit seinem Vater Andreas Stengg), 1714 Turm der Pfarrkirche Heiligenkreuz am Waasen, 1746 Dachreiter der Kirche Maria im Elend zu Straßgang Planung der Ecce-Homo-Bühne der Grazer Kalvarienbergkirche Barockisierung der Fassade des Palais Inzaghi am Grazer „Mehlplatz“ Zwiebelhaube der Kirche St. Leonhard, 1747 Gruftbau in der Leechkirche, 1737 Planung des Turms der Barmherzigenkirche, um 1740

Weblinks

Literatur Sandra Maria Rust: Der steirische Barockarchitekt Johann Georg Stengg (1689–1753), Univ. Diss., Universität Wien 2009. Rochus Kohlbach: Steirische Baumeister: tausendundein Werkmann. Grazer Domverlag 1961. S. 143–146.

Kategorie:Architekt des Barock Kategorie:Baumeister Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804) Kategorie:Geboren 1689 Kategorie:Gestorben 1753 Kategorie:Mann