mini|hochkant|Don Letts (1987) Donovan „Don“ Letts (* 10. Januar 1956 in London) ist ein britischer Musiker, DJ, Journalist und Filmregisseur.

Werdegang Donovan LettsDave Thompson: London’s Burning: True Adventures on the Frontlines of Punk, 1976-1977. Chicago Review Press, Chicago Illinois 2009, ISBN 978-1-55652-769-2. Seite 15., Kind jamaikanischer Einwanderer, besuchte die Tenison’s School im Londoner Stadtteil Kennington. 1975 begann er im Acme Attractions zu arbeiten, einem angesagten Kleidungs- und Second-Handgeschäft, das in einem Kellergeschoss neben dem Antiquarius Market in der King’s Road lag, zu deren Galionsfigur er bald wurde. Hier verkehrte die Londoner Jugendszene, unter anderem Mitglieder von aufstrebenden britischen und New Yorker Punk- und New Wave Bands wie The Clash, The Sex Pistols, Chrissie Hynde, Deborah Harry, aber auch die schon bekanntere Patti Smith und der jamaikanische Musiker Bob Marley, mit dem sich Letts bei einem Konzert im Juni 1976 angefreundet hatte.

Acme-Buchhalter Andy Czezowski erkannte das Potential der Klientel und gründete 1976 den ersten Londoner Punkclub The Roxy. Letts wurde der erste Resident-DJ des Ladens. Da es damals noch kaum auf Platte gepresste Punkmusik gab, spielte er viel von ihm schon länger favorisierten Dubreggae. So wird ihm heute eine entscheidende Rolle in der Vermischung zwischen Punk und Reggae zugeschrieben, z. B. bei The Clash.

Bald hatte sich Letts als DJ und Freund bekannter Künstler eine gewisse Reputation und ein wenig Geld erarbeitet. Er wurde Manager der Frauenpunkband The Slits und stellte seinen ersten Film The Punk Rock Movie (1978) fertig. 1978 fuhr er auch das erste Mal in das Heimatland seiner Eltern, Jamaika, gemeinsam mit Johnny Rotten und Richard Branson. Im selben Jahr nahm er auch seine erste EP auf, Steel Leg V. the Electric Dread, mit Keith Levene, Jah Wobble und Steel Leg. 1984 gründete er mit Mick Jones, der von seiner Band The Clash entlassen worden war, die Band Big Audio Dynamite.

In den 1990ern und den 2000er Jahren drehte Letts verstärkt Musikclips und musikorientierte Dokumentarfilme, von denen der bekannteste Punk: Attitude (2005) ist. Für Westway to the World über The Clash gewann er 2003 einen Grammy Award.

2006 veröffentlichte er seine Autobiografie Culture Clash: Dread Meets Punk Rockers. Seit dem 1. April 2009 präsentiert Letts eine wöchentliche Radiosendung bei BBC 6 Music.

Filme (als Regisseur) 1978: The Punk Rock Movie 1982: Pass the Dutchie, Musikvideo für Musical Youth 1984: One Love/People Get Ready, Musikvideo von Bob Marley & The Wailers 1988: The Pretenders: The Singles (Video Back on the Chain Gang) 1997: Dancing in the Streets: Planet Rock 1997: Dancehall Queen 2000: The Clash: Westway to the World 2003: The Essential Clash 2003: One Love 2004: Making of London Calling: The Last Testament 2005: Punk: Attitude 2005: The Right Spectacle: The Very Best of Elvis Costello – The Videos 2005: The Revolution Will Not Be Televised (Gil Scott-Heron) 2005: Brother From Another Planet: Sun Ra 2006: The Making of All Mod Cons: The Jam 2006: Tales of Dr. Funkenstein: George Clinton 2006: Rock It To Rio: Franz Ferdinand 2007: Soul Britannia 2008: Going Home/Made In Sheffield Tony Christie 2009: Carnival! 2010: Strummerville 2011: Rock ’n’ Roll Exposed: The Photography of Bob Gruen 2012: Celebrity Exposed: The Photography of Richard Young 2012: Fred Perry Presents Subculture (6 Episoden) 2013: Paul McCartney: Something New 2016: The Story of Skinhead

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

2007: für das Videoalbum Runk: Attitude

Literatur Letts, Don; David Nobakht (2008). Culture Clash: Dread Meets Punk Rockers (3rd edition ed.). London: SAF Publishing. ISBN 0-946719-99-3. OCLC 181422771.

Weblinks

Don’s Radio 6 Homepage Don Letts bei Eccentric Sleeve Notes Bob Marley & The Wailers:

Einzelnachweise

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