Karl Erich Unterkofler (* 17. Januar 1957 in Villach), ein Urenkel des Johann Unterkofler, ist ein österreichischer Mathematiker. Von 2000 bis 2022 war er Hochschullehrer an der Fachhochschule Vorarlberg. Seine Forschungsgebiete umfassen unter anderem Spektraltheorie, Solitonengleichungen, Biomathematik sowie mathematische Modelle der Atemgasanalyse.
Leben Karl Unterkofler studierte Physik an der Technischen Universität Graz und schloss das Studium 1986 als Diplom-Ingenieur ab. Anschließend absolvierte er dort ein Doktoratsstudium. Seine 1989 von Wolfgang Bulla und Fritz Gesztesy betreute Dissertation trug den Titel Holomorphie von streutheoretischen Größen der Diractheorie.
Von 1986 bis 1993 war Unterkofler Vertragsassistent an der Technischen Universität Graz. In den Jahren 1990 bis 1992 arbeitete er mit einem Erwin-Schrödinger-Stipendium als Visiting Assistant Professor am Department of Mathematics der University of Missouri – Columbia. Im Januar 2001 habilitierte er sich an der Technischen Universität Graz im Fach Angewandte Mathematik.
Ab dem Jahr 2000 war Unterkofler Hochschullehrer an der Fachhochschule Vorarlberg. Dort gehörte er der Forschungsgruppe Life Science–Biomathematik im Forschungszentrum PPE/BI an. Seit 2016 ist er zudem mit dem Institut für Atemgasanalytik der Universität Innsbruck affiliiert.
Im September 2019 leitete er das Organisationskomitee der Jahrestagung der Österreichischen Mathematischen Gesellschaft. Seit 2020 ist er Mitglied des Beirats der Österreichischen Mathematischen Gesellschaft.
Seine wissenschaftlichen Arbeiten befassen sich unter anderem mit direkter und inverser Spektraltheorie, Solitonengleichungen, EKG-Analyse sowie mathematischen Modellen der Atemgasanalyse. Beim IABR Breath Summit 2025 in Innsbruck hielt er einen Gastvortrag mit dem Titel Some Crucial Principles of Exhaled Breath Volatile Analysis.
Schriften (Auswahl) mit Wolfgang Bulla und Fritz Gesztesy: Holomorphy of the scattering matrix with respect to for Dirac operators and an explicit treatment of relativistic corrections. In: Commun. Math. Phys. 144 (1992), S. 391–416. mit Fritz Gesztesy: Isospectral deformations for Sturm-Liouville and Dirac-type operators and associated nonlinear evolution equations. In: Rep. Math. Phys. 31 (1992), S. 113–137. mit Ronnie Dickson und Fritz Gesztesy: Algebro-geometric solutions of the Boussinesq hierarchy. In: Rev. Math. Phys. 11 (1999), S. 823–879. mit Fritz Gesztesy und Rudi Weikard: An explicit Characterization of Calogero-Moser Systems. In: Trans. Amer. Math. Soc. 358 (2006), S. 603–656. mit Anton Amann und Robert Tratnig: Detecting ventricular fibrillation by time-delay methods. In: IEEE Trans. Biomed. Eng. 54 (2007), S. 174–177. mit Julian King, Helin Koc, Pawel Mochalski, Alexander Kupferthaler, Gerald Teschl, Susanne Teschl, Hartmann Hinterhuber, Anton Amann: Physiological modeling of isoprene dynamics in exhaled breath. In: J. Theoret. Biol. 267 (2010), S. 626–637, (online). mit Julian King, Gerald Teschl, Susanne Teschl, Helin Koc, Hartmann Hinterhuber, Anton Amann: A mathematical model for breath gas analysis of volatile organic compounds with special emphasis on acetone. In: J. Math. Biol. 63 (2011), S. 959–999, (). mit Pawel Mochalski, Julian King und Chris Antony Mayhew: A review on isoprene in human breath. In: Journal of Breath Research 17 (2023), 037101, (). mit Lorenzo Salvatore Petralia, Julian King, Anesu Chawaguta, Pawel Mochalski und Chris Antony Mayhew: Some Crucial Principles of Exhaled Breath Volatile Analysis. In: Journal of Breath Research 20 (2026), 024001, ().
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