Anaphylatoxine sind Abbauprodukte des Immunsystems vielzelliger Tiere. Es sind Proteine, aktivierte Teilkomplexe des Komplementsystems, die bei akuten allergischen Reaktionen durch Auslösung des Mastzellen-Zerfalls Histamin freisetzen. Die Anaphylatoxine des Menschen sind die aus C3, C4 und C5 aktivierten Komponenten C3a, C4a und C5a.

Physiologie

Anaphylatoxine bewirken Spasmen glatter Muskelfasern, z. B. Bronchialspasmen Steigerung der Durchlässigkeit der Blutkapillaren durch Histaminfreisetzung aus Mastzellen (Histamineffekt) zunehmende Chemotaxis, also biochemisch ausgelöste Bewegungsreaktionen z. B. weißer Blutkörperchen

Siehe auch Atopie (Medizin)

Literatur Helmut Hahn, Dietrich Falke, Stefan H. E. Kaufmann, Uwe Ullmann (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie. 5. Auflage. Springer-Verlag, Heidelberg 2004, ISBN 3-540-21971-4.

Kategorie:Protein Kategorie:Proteingruppe Kategorie:Komplementsystem