mini|Straßennamensschild des nach dem Künstler benannten Barthel-Gilles-Wegs in Wees. Barthel Gilles (* 31. August 1891 in Rendsburg; † 19. November 1977Allgemeines Künstlerlexikon Band 54, 2007, S. 161 in Wees bei Flensburg) war ein deutscher Maler der Neuen Sachlichkeit.
Leben Gilles’ Eltern waren der Waffenmeister Peter Heinrich Gilles und Margarethe, geb. Koppmann. Barthel Gilles erlernte von 1905 bis 1908 in Koblenz und Köln den Beruf des Dekorationsmalers. Von 1909 bis 1911 studierte er an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Wilhelm Döringer und Ludwig Heupel-Siegen. Von 1914 bis 1918 nahm Gilles am Ersten Weltkrieg teil und wurde verwundet. Im Jahr 1929 trat er in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) ein. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Gilles Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. 1933 beteiligte er sich an der ersten nationalsozialistischen Kunstausstellung Westkunst in Essen. Am 19. November 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.615.414).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/11001084 Während des Zweiten Weltkriegs wurden 1943 zahlreiche seiner Werke durch einen Bombenangriff zerstört.
Einige seiner Werke befinden sich heute im Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen. Am Gebäude Heidenweg 29 im Weeser Ortsteil Wees-Bahnhof, in dem Gilles zuletzt wohnte, befindet sich die Wandmalerei eines Segelschiffes des Künstlers.Flensburger Tageblatt: Wees: Altes Wandbild erstrahlt neu, vom: 23. Oktober 2018; abgerufen am: 5. Juli 2020Niederschrift über die Sitzung des Sozialausschussesder Gemeinde Weesam Mittwoch, den 28. November 2018 im Thessaloniki, S. 3; abgerufen am: 6. Juli 2020 Der unweit gelegene Weg, der vom Ortsteil zum südlich gelegenen Weesrieser Gehölz führt, erhielt den Namen Barthel-Gilles-Weg ().Niederschrift über die Sitzung der Gemeindevertretung Weesam Dienstag, d. 08.12.2009 um 19.00 UhrGasthaus Wees (LAREDO), S. 10; abgerufen am: 6. Juli 2020
Sicher belegte Teilnahme an weiteren Ausstellungen in der Zeit des Nationalsozialismus
1934: Düsseldorf, Kunstpalast am Rhein („Gemeinschaftsausstellung deutscher Künstler“) 1935: Duisburg, Städtische Kunstsammlungen („Maler sehen Deutschland. Große Ausstellung junger deutscher Landschaftsmaler“) 1937: Düsseldorf, Kunsthalle („Große Kunstausstellung Düsseldorf“) 1937: Magdeburg, Kaiser-Friedrich-Museum (Kunstausstellung des Hilfswerks für die deutsche bildende Kunst in der NS-Volkswohlfahrt)
Literatur
Berthold Hamer: Gilles, Barthel In: Ders.: Glücksburger Biografien. Lexikon. Husum Verlag, Husum 2010, ISBN 978-3-89876-507-7, S. 110–112.
Weblinks
Barthel Gilles – ein Künstler findet Zuflucht in Ost-Friesland, ausführliche Künstlerbeschreibung in schlossmuseum.de Flensburger Tageblatt: Wees ehrt einen Künstler, der es posthum bis zu Sothebys brachte (27. September 2010)
Einzelnachweise
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