Esbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Weidenbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Esbach liegt in der Gemarkung Leidendorf.

Geografie Durch das Dorf fließt ein Graben, der sich mit weiteren Gräben zu einem linken Zufluss der Altmühl vereinigt. Im Westen grenzt das Flurgebiet Steinhärdlein an. 0,5 km östlich liegt der Fasanengarten. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Weidenbach (2 km östlich), Haag (1,5 km südlich) und zur Staatsstraße 2220 (0,4 km nördlich) zwischen Weidenbach (2 km östlich) und Irrebach (1 km westlich).

Geschichte 1377 verkaufte Arnold von Seckendorff zwei Güter in Esbach an das St.-Gumbertus-Stift in Ansbach. 1388 übereigneten Friedrich und Johann von Heideck ihr Lehen zu Weidenbach und Esbach dem Arnold von Seckendorff.Gerhard Rechter: Die Seckendorff. Quellen und Studien zur Genealogie und Besitzgeschichte, Neustadt a. d. Aisch 1987, S. 118.

Im 16-Punkte-Bericht des Fürstentums Ansbach von 1684 wurden für Esbach 15 Mannschaften verzeichnet: 14 Anwesen unterstanden dem Hofkastenamt Ansbach, 1 Anwesen dem Stiftsamt Ansbach. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 876. Zitiert nach Zwischen Esbach und Weidenbach bestand seit 1715 die markgräfliche Fasanerie.Jahresbericht des Historischen Vereins für Mittelfranken, 28 (1860), S. 104.Jahrbuch des Historischen Vereins für Mittelfranken, 17 (1994), S. 226.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Esbach 19 Untertansfamilien, die allesamt ansbachisch waren.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 88. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Esbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weidenbach und der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Weidenbach zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Esbach, zu der Irrebach gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden. Spätestens 1846 ging diese Gemeinde in der Ruralgemeinde Leidendorf auf, wie aus dem Statistischen Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken hervorgeht. Laut diesem Verzeichnis gab es im Ort zu der Zeit einen Wirt und zwei Weber.

Am 1. Juli 1971 wurde Esbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Weidenbach eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 107 114 111 119 125 97 104 135 101 110 126HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 18 18 22 22 20 20 20 26Quelle Für die Gemeinde Esbach zuzüglich Irrebach (S. 45): 179 Einwohner und 33 Feuerstellen.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Georg (Weidenbach) gepfarrt.Protestantisches Kirchen-Jahrbuch für das Königreich Baiern, Erster Jahrgang, Sulzbach 1812, S. 64. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Nikolaus (Burgoberbach) gepfarrt, heute ist die Pfarrei St. Jakobus (Ornbau) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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