mini|Eishalle im Eissportzentrum Chemnitz Eishockey wird in Chemnitz seit 1914 gespielt und gehört dort zu den traditionellen Sportarten. Seit 2015 vertritt der ESV 03 Chemnitz die Stadt in der Regionalliga Ost.
Geschichte
1990 bis 2004 Ab 1990 nahm die Universitätssportgemeinschaft Chemnitz den Spielbetrieb auf, wobei die Herren zeitweise in Bayern an der Landesliga teilnahmen. Zusätzlich zum CRSC wurde 1990 der Eislaufverein Chemnitz gegründet, dessen Mannschaft bis 1994 am Spielbetrieb teilnahm. Zwischen 1994/95 und 1996/97 nahmen die Herrenmannschaften beider Vereine als SG Chemnitz am Spielbetrieb teil. Nachdem der EVC Insolvenzantrag stellen musste, wurde für die Fortführung des Spielbetriebs der Chemnitzer Rollsportclub in der USG Chemnitz gegründet.
2004 bis 2008 Zum 1. April 2004 schied der CRSC aus der USG Chemnitz aus und wurde als Eis- und Rollsportclub Chemnitz neugegründet. Der Nachwuchs des CRSC wurde ausgelagert in den neugegründeten ESV 03 Chemnitz.
2008 wurde der ESVC als Verein Mitglied im ERC Chemnitz, welcher sich zugleich in ERC Chemnitz 07 umbenannte.
2008 bis 2012 In der ersten Saison der neuen Oberliga Ost gehörte der ERV zu den Spitzenteams der Liga und sicherte sich am Ende den zweiten Platz. Damit qualifizierte sich das Team sowohl für den DEB-Pokal 2011/12 als auch für die Aufstiegs-Playoffs zur 2. Bundesliga. In den Playoffs scheiterte der ERV an den favorisierten Teams aus der Oberliga-West. Am Ende wurde der dritte Platz erreicht, da sich der ERV gegen den Nordmeister Rostock durchsetzte.
Nun sollte 2011/12 der eingeschlagene Weg weiter gegangen werden. Mit fünf Siegen in sechs Spielen war der Start in die Liga optimal. Doch dann folgte im Dezember die Hiobsbotschaft einer möglichen Insolvenz. Zusätzlich gab Trainer Manfred Wolf seinen Wechsel zu den Icefighters Leipzig zum Jahresende bekannt. Dennoch blieb das Team zunächst in der Erfolgsspur, musste aber mit vielen Verletzungen kämpfen. So spielten die Wild Boys bis zum letzten Tag noch um Platz 5, mussten sich dann jedoch mit dem siebenten Rang begnügen. In der folgenden Pokalrunde spielte man bis zum Schluss um den Finaleinzug mit, verpasste diesen am Ende aber knapp.
Neuausrichtung und Umbenennung (ab 2012) mini|Logo des ERV 07 Nach einer schwierigen Saison 2011/12 richtete sich der Trägerverein ERV 07 neu aus und setzte verstärkt auf junge Spieler sowie eine Kooperation mit Zweitligist Dresdner Eislöwen und den Eispiraten Crimmitschau. In der Saison 2013/2014 folgte André Dietzsch Torsten Buschman auf dem Trainerposten, der als sportlicher Leiter agierte. Nach dem Ende der Saison 2013/14 stellte der ERV 07 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Im Juli 2014 gründete sich mit dem EHC Chemnitz ein neuer Verein.freiepresse.de, Eishockey-Club Chemnitz gegründet Die von EHC organisierte Mannschaft mit dem Beinamen Chemnitz Crashers nahm unter Torsten Buschmann als Trainer an der Regionalliga Ost teil. Die Nachwuchsmannschaften wurden weiterhin von ESV 03 Chemnitz organisiert. Später erfolgte die Wiedereingliederung der Männermannschaft in den ESV 03 Chemnitz e. V., der seitdem wieder vereint unter dem Namen Crashers bzw. Young Crashers auftritt. 2015 gelang der U19-Mannschaft der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse DNL2.
Mannschaft Trikotdesign Saison 2012/13 Heimtrikot Auswärtstrikot 300px|Heimtrikot 300px|Auswärtstrikot
Nachwuchs Mannschaft Liga (12/13) Jugend DNL2 Schüler Schüler-Bundesliga (ETC Crimmitschau) Schüler Ostdeutsche Meisterschaft Knaben Ostdeutsche Meisterschaft MK 1 Kleinschüler Ostdeutsche Meisterschaft MK 1 Bambini Ostdeutsche Meisterschaft
Spielzeiten Herren
Saison Liga Klasse Hauptrunde Endrunde USG Chemnitz 1990/91 Sachsen/Thüringen-Liga 1991/92 Sachsenliga Vizemeister 1992/93 Bayern Landesliga Nord VI 5. 1993/94 Bayern Landesliga Nord VI 2. EV Chemnitz 1992/93 Landesliga Sachsen Meister 1993/94 Sachsenliga 3. SG Chemnitz (USG Chemnitz/EV Chemnitz) 1994/95 Bayern Landesliga Nord V 4. 1995/96 Bayern Landesliga Nord V 6. 1996/97 Sachsenliga Meister Chemnitzer RSC 1997/98 Sachsenliga 2. 1998/99 Sachsenliga 2. 1999/00 Sachsenliga V Meister 2000/01 Landesliga Sachsen VI 3. 2001/02 Sachsenliga V 5. 2002/03 Regionalliga Ost IV 9. Wild Boys im Chemnitzer RSC 2003/04 Sachsenliga V 2. ERC Chemnitz 2004/05 Sachsenliga V 3. 2005/06 Sachsenliga V 3. 2006/07 Sachsenliga V 3. 2007/08 Sachsenliga V Meister Wild Boys im ERV Chemnitz 07 2008/09 Regionalliga Ost IV 6. 2009/10 Regionalliga Ost IV 9. 2010/11 Oberliga Ost III 2. Oberliga-Endrunde 2011/12 Oberliga Ost III 7. Pokalrunde 2012/13 Oberliga Ost III 8. Pokalrunde 2013/14 Oberliga Ost III 7. Pokalrunde Chemnitz Crashers im EHC Chemnitz 2014/15 Regionalliga Ost IV 2. Chemnitz Crashers im ESV 03 Chemnitz 2015/16 Regionalliga Ost IV 3. 2016/17 Regionalliga Ost IV 2. 2017/18 Regionalliga Ost IV 6. 2018/19 Regionalliga Ost IV 4. Meisterrunde 2019/20 Regionalliga Ost IV 4. Halbfinale 2020/21 Regionalliga Ost IV (4.) 2021/22 Regionalliga Ost IV 3. Halbfinale 2022/23 Regionalliga Ost IV 3. Meister 2023/24 Regionalliga Ost IV 3. Finale 2024/25 Regionalliga Ost IV 4. Halbfinale 2025/26 Regionalliga Ost IV 4. Halbfinale
2. Mannschaften Saison Liga Klasse Platzierung Mannschaft 1992/93 Sachsenliga 3. USG Chemnitz 1993/94 Sachsenliga SG USG Chemnitz 1b/EHV Schönheide 1995/96 Sachsenliga SG Chemnitz 1b 2001/02 Landesliga Sachsen VI Chemnitzer RSC 1b 2002/03 Sachsenliga V Chemnitzer RSC 1b 2008/09 Sachsenliga V SG SV Rudelswalde/ERC Chemnitz 07
Damen Saison Liga Platzierung Mannschaft 2002/03 Landesliga Thüringen Wild Girls im Chemnitzer RSC
Spielstätte Ihre Heimspiele tragen die Mannschaften der Chemnitz Crashers und der Young Crashers in der Eissporthalle im Jutta-Müller-Eissportzentrum in Chemnitz aus, welche 1954/1955 errichtet und 1964/1965 überdacht wurde. Das Fassungsvermögen der Halle beträgt 3850 Sitzplätze. Das zuvor als Eissportzentrum im Küchwald bekannte Gelände wurde am 9. März 2024 nach der zuvor verstorbenen Chemnitzer Eiskunstläuferin Jutta Müller benannt.
Geschichte der Eissporthalle 1950 – Fertigstellung der Naturfläche Rollstadion 1954/55 – Bau einer Kunsteisfläche am Standort der heutigen Eissporthalle 1964/65 – Überdachung der Kunsteisfläche mit Platz für ca. 2500 Besucher 1972 – Inbetriebnahme der Trainingshalle, Eisschnelllaufbahn und neuer Kälteanlage 1973 – Grundlegende Sanierung der Eissporthalle (u. a. 4200 Plätze) 1982 – Umfangreiche Baumaßnahmen an der Eisschnelllaufbahn in Vorbereitung der 41. Weltmeisterschaften im Mehrkampf der Damen 1984/85 – Bau der Athletikhalle, der Sportmedizinischen Abteilung und des Internats 1994 – Bau einer modernen Rollsportanlage für Rollhockey, Rollkunstlauf sowie Schul – und Breitensport als Freifläche auf der ersten angelegten Naturfläche von 1950 ab 1995 – kontinuierliche Modernisierung der Sport – und Sozialeinrichtungen auf dem Gelände des Eisstadions am Küchwald 1998 – die Eissport und Freizeit GmbH Chemnitz wird gegründet ab 1999 Beginn weiterführender Baumaßnahmen zur Erhöhung des Sport – und Freizeitwertes der Einrichtungen (z. B. Schlittschuhservice, Einbau weiterer neuer Sitzschalen (jetzt 3850 Plätze), Einsatz neuer Eisbearbeitungsmaschinen, Sanierung des Parkplatzes)
Vereinsinterne Rekorde Rekordspieler Platz Spieler Spiele 1. Michael Stiegler 181 2. Toni Uhlig 168 3. Tobias Rentzsch 158 Top-Scorer Platz Spieler Punkte (Tore/Assists) 1. Karel Novotny 347 P. (217/130) 2. Jaroslav Kus 325 P. (193/132) 3. Michal Vymazal 208 P. (67/141) Top-Torschützen Platz Spieler Tore 1. Karel Novotny 217 2. Jaroslav Kus 193 3. Petr Hrbek 93 Top-Vorlagengeber Platz Spieler Vorlagen 1. Michal Vymazal 141 2. Jaroslav Kus 132 3. Karel Novotny 130 Strafminuten Platz Spieler Minuten 1. Sebastian Hammer 450 2. David Seidl 280 3. Michael Stiegler 258 Zuschauerrekord Platz Gegner Zuschauer (Datum) 1. ETC Crimmitschau 1b 1862 (29. Januar 1999) 2. ECC Preussen Berlin 1b 1848 (3. Dezember 2016) 3. ELV Tornado Niesky 1795 (17. Dezember 2016)
Weblinks Internetseite Chemnitz Crashers Internetseite Young Crashers
Einzelnachweise
Chemnitz Kategorie:Sport (Chemnitz) Chemnitz