Beutenmühle ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Beutenmühle liegt in der Gemarkung Seidelsdorf.
Geografie Die Einöde liegt am Hausertsmühlbach, ein linker Zufluss des Walkenweiherbachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Wörnitz ist. In unmittelbarer Nähe des Ortes befinden sich vier Weiher. Im Südosten ist auf dem Flurgebiet Lach ein Golfplatz angelegt worden. Im Westen liegt das Schusterholz. Ein Anliegerweg führt zur Staatsstraße 2218 (0,1 km nordöstlich), die nach Seidelsdorf (1,1 km südöstlich) bzw. nach Unterradach führt (1,1 km nordwestlich).
Geschichte Die Fraisch über Beutenmühle war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Crailsheim, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es zwei Anwesen (1 Mühle, 1 Korbhaus). Grundherr war die katholische Kirchenpflege der Reichsstadt Dinkelsbühl.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 396. (=J. K. Bundschuh, Bd. 1, Sp. 335.) Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Crailsheim.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 578.
Infolge des Gemeindeedikts wurde Beutenmühle 1809 dem Steuerdistrikt Segringen und der Ruralgemeinde Seidelsdorf zugewiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533. Am 1. Juli 1970 wurde Beutenmühle nach Dinkelsbühl eingegliedert.
Ehemaliges Baudenkmal Seidelsdorf 28: Mühle am Hausertsmühlbach; zweigeschossiges Wohn- und Mühlengebäude, verputzt, mit sechs zu vier Obergeschossfenstern; vermutlich Bau des frühen 19. Jahrhunderts mit älterem Kern, erdgeschossig Wirtschaftsräume, Inschrift am Eingang der Mühle: „J. M. D. S.“ (= Johann Michael Dauberschmid) „1814“; Mühlrad, Türsturz des Wohnungseinganges bezeichnet „J. M. D. S. 1812“.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 116. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015Einwohner 7 7 11 8 12 7 9 6 7 7 7 6HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 1 2 2 1 1 1 1 1 Quelle Information des Ordnungsamtes der Stadt Dinkelsbühl am 23. September 2015
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Vinzenz (Segringen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Wassermühle im Landkreis Ansbach Kategorie:Bauwerk in Dinkelsbühl Kategorie:Mühle in Europa