mini|Afrojack (2015) Afrojack (* 9. September 1987 in Spijkenisse; eigentlich Nick van de Wall) ist ein niederländischer DJ und Produzent, der insbesondere durch seine Single Take Over Control Bekanntheit erlangte. 2011 erreichte er mit dem Song Give Me Everything zusammen mit Pitbull, Ne-Yo und Nayer in zahlreichen Ländern Spitzenpositionen. Seit 2011 erreichte er zudem sechsmal eine Top-10-Platzierung in den DJ-Mag-Top-100. Bis 2015 deckte er nahezu ausnahmslos die Bereiche des Electro-House ab, bis er seine Musik von diesem Zeitpunkt an kommerzieller gestaltete. Für weitere elektronische Musik rief er die Pseudonyme NLW und DJ Afrojack ins Leben. Gemeinsam mit dem deutschen DJ-Duo Jewelz & Sparks bildet er gelegentlich das Projekt AJXJS.

Biografie Bis 2006: Kindheit und musikalische Anfänge Nick van de Wall kam sehr früh mit Musik in Berührung. Im Alter von fünf Jahren begann er, Klavier zu spielen. Als Schüler hörte er sehr viel Musik. Bald wechselte er jedoch die Seite und begann, selbst Musik zu machen. Im Alter von elf Jahren fing er an, mit dem Programm Fruity Loops zu arbeiten, was er bis heute tut.

Nachdem er die Schule abgeschlossen hatte, entschied er sich, seine Musikkarriere weiter zu verfolgen. Da er hiervon anfangs noch nicht leben konnte, nahm er einige Teilzeitjobs in der Gastronomie an. So hatte er mehr als genug Zeit, die Clubszene in Rotterdam zu entdecken. Hieraus ergaben sich viele Nebenjobs und erste kleine DJ-Auftritte.

Im Jahr 2006 hielt er sich fünf Monate auf Kreta auf, um in so vielen Clubs wie möglich aufzulegen und das „Handwerk“ besser zu lernen. Hier veröffentlichte er auch seine erste Single, F*ck Detroit. Nachdem er wieder zurückkam, machte er einige Songs und war fest entschlossen, diese auf einem Label zu veröffentlichen. Mit der Hilfe von Sidney Samson und Laidback Luke schaffte er es, „Digidance“ zu überzeugen. Mit dem kurz darauf erschienenen Lied In Your Face landete er einen ersten Erfolg. Er erreichte Platz 60 der niederländischen Top 100 und Platz drei in den niederländischen Dance-Top-30.

2007–2009: Etablierung in der Szene als Afrojack rahmenlos|links|Logo seines Plattenlabels Wall Recordings 2007 fing van de Wall an, unter dem Namen Afrojack aufzutreten. Im selben Jahr gründete er sein eigenes Label, „Wall Recordings“ als Imprint von „Spinnin’ Records“. Neben eigenen Produktionen vertreibt „Wall Recordings“ auch Lieder zahlreicher anderer Musiker und entwickelte sich zu einem der größten Label im EDM-Bereich. Auf dem Plattenlabel erschien auch seine erste EP Fruity EP, die am 15. April 2007 veröffentlicht wurde.

Mit Liedern wie Don’t Be, Proper Introduction oder Thief machte sich Afrojack im Laufe des Jahres 2008 erstmals einen Namen in der EDM-Szene. Diese gingen einher mit einer Reihe an EPs die auf „Wall Recordings“ veröffentlicht wurde. Gemeinsam mit dem DJ Benny Rodrigues kam es zudem zu ersten Kollaborationen. Ebenfalls kam es zu einer Kollaboration mit dem Produzenten-Duo The Partysquad. Daraus resultierte das Lied Drop Down (Do My Dance), das am 18. August 2008 veröffentlicht wurde und die niederländischen Top 20 erreichen konnte. Von einer Reihe niederländischer Radiosender wurde es zusätzlich zum „Tune of the Week“ gewählt.

Parallel wurde der französische DJ und Produzent David Guetta auf den Niederländer aufmerksam und produzierte gemeinsam mit ihm das Lied Toyfriend, das auf seinem Studioalbum One Love enthalten war. Vocals waren dabei von der US-amerikanischen Sängerin Wynter Gordon enthalten.

2010: Musikalischer Durchbruch mit Take Over Control Neben dem Release einer Reihe an Solo-Singles, die unter anderem Pacha on Acid und Bangduck umfassten, konzentrierte sich van de Wall 2010 auf mehrere Kollaborationen. Gemeinsam mit Bobby Burns entstanden drei Tracks sowie ein Lied mit Sidney Samson. Des Weiteren beteiligte er sich an dem Lied Pon de Floor von Major Lazer, das sich zu einem Festival-Tool entwickelt und ihm hohe Aufmerksamkeit einbringen konnte. Die US-amerikanische Musikerin Beyoncé verwendete mehrere Samples des Liedes in ihrem Charterfolg Run the World (Girls).

Am 4. Mai 2010 erschien das Follow-Up der The-Partysquad-Kollaboration aus dem Jahr 2008. A Msterdamn konnte sich zu einem großen Cluberfolg entwickeln. Kommerziell konnte das Lied nicht an den Vorgänger anschließen. Noch im selben Monat folgte die zweite Kollaboration mit David Guetta, bei der auch der Sänger Niles Mason mitwirkte. Der Track trägt den Titel Louder than Words und brachte den Niederländer erstmals in die deutschen und österreichischen Single-Charts.

Im Oktober 2010 erschien über das Major-Label „Spinnin’ Records“ das Lied Take Over Control, das in Zusammenarbeiten mit der niederländischen Sängerin Eva Simons produziert wurde. Dieses konnte ihm erstmals auch internationalen Erfolg verbuchen. Nicht nur rückte der Song in mehreren europäischen Ländern in die Single-Charts vor, sondern erreichte auch Platin-Status in den USA. Sechs Wochen verbrachte der Track an der Spitze der US-amerikanischen Dance-Charts.

Im Oktober 2010 erreichte er bei den DJ-Mag-Votings erstmals eine Platzierung in deren Top-100-DJ-Liste. Dort stieg er auf Platz 19 ein.Poll 2017 Afrojack auf „DJ Mag“

2011: Präsenz auf Festivals und Welterfolg mit Give Me Everything mini|Afrojack zusammen mit David Guetta im Jahr 2011 Im Jahr 2011 wurde Afrojack Teil der wachsenden Festival-Szene. Gemeinsam mit Quintino entstand der Club-Erfolg Selecta sowie die Steve-Aoki-Kollaboration No Beef, die beide eine Position in den niederländischen Charts ermöglichten. Aus einer zweiten Zusammenarbeit mit Aoki, bei der auch das australische Zwillingsduo Nervo mitwirkte, ging der Song We’re All No One hervor. Mit letzterem kam Afrojack auch für die Produktion der offiziellen Tomorrowland-Hymne The Way We See the World zusammen. Hier legte auch das belgische Duo Dimitri Vegas & Like Mike Hand an.

Am 22. März 2011 veröffentlichte der US-amerikanische Rapper Pitbull die zweite Vorab-Single seines kommenden Albums Planet Pit. Diese trägt den Titel Give Me Everything und enthält ebenfalls Vocals des Sängers Ne-Yo sowie auch der Sängerin Nayer. Der gemeinsame Song rückte in über 10 Ländern an die Spitze der offiziellen Single-Charts und verkaufte sich über neun Millionen Mal. Auf Planet Pit agierte Afrojack gemeinsam mit David Guetta als Produzent des Songs Something For The DJ’s.

Durch die Lieder Lunar, The Future und I Just Wanna F. war er Teil dreier Lieder von David Guettas Nummer-eins-Studioalbums Nothing but the Beat, das am 26. August 2011 veröffentlicht wurde. An letzterem arbeitete Afrojack zudem mit dem Produzenten Timbaland und der Sängerin Dev zusammen. Lunar wurde eine Woche vor Album-Release als digitale Promo-Single ausgekoppelt. In mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, Spanien und Großbritannien platzierte sich der Track in den Single-Charts.

Bei den DJ-Mag-Wahlen im Herbst 2011 rückte Afrojack 12 Plätze nach oben und landete auf Rang sieben.

2012: Can’t Stop Me & Rock the House 23. Januar 2012 erreichte Afrojack mit dem Song Can’t Stop Me, der Vocals von Shermanology enthält, erstmals auch solo eine Top-10-Platzierung in den Niederlanden. Der Track bildete die Vorlage der im selben Jahr erschienenen Single Rest of My Life von Ludacris, David Guetta und Usher, der in über 15 Ländern eine Single-Chartplatzierung erzielen konnte.

Mit dem Lied Fatility veröffentlichte Afrojack am 12. März 2012 einen weiteren Dirty-Dutch-Track. Im Juli 2012 folgte der Song Rock the House, der den Niederländer ein weiteres Mal in die niederländischen Single-Charts brachte. Das Lied samplet den Track The Landing, einen Teil des Soundtracks des Videospiels Final Fantasy VIII, der von Nobuo Uematsu komponiert wurde.

Bei den Votings des DJ-Mag im Oktober des Jahres 2012 rutschte er zwei Plätze hinab und fand sich auf Platz neun wieder.

2013: Album-Promotion und It’s a Madder of … Im Januar 2013 veröffentlichte van de Wall mit einem Remix des Liedes Sovereign Light Café von Keane aus dem Jahr 2012 die erste Vorab-Single seines angekündigten Debüt-Studioalbums. Die Neuinterpretation konnte bis auf Platz 22 vorrücken und somit den Erfolg des Originals übertreffen.

Am 13. Februar 2013 veröffentlichte er den gemeinsam mit Sänger Chris Brown entstandenen Song As Your Friend als Single. Erstmals seit Take Over Control erreichte der Niederländer auch eine Platzierung in den Vereinigten Staaten. Im Oktober 2013 folgte mit dem Song The Spark die erste offizielle Single-Auskopplung aus seinem kommenden Studioalbum. Vocals steuerte hierbei Sänger und Songwriter Spree Wilson bei. The Spark entwickelte sich zu einem kommerziellen Erfolg in zahlreichen europäischen Ländern.

Parallel zu den kommerziellen Singles veröffentlichte Afrojack auch mehrere Club-Tracks. So veröffentlichte er im Frühjahr 2013 mit dem Lied Air Guitar die offizielle Hymne des Ultra Music Festivals. Mit Peanuts erschien im Juli 2013 eine Progressive-House-lastige Produktion auf seinem eigenen Plattenlabel. Auf „Spinnin’ Records“ veröffentlichte er am 5. August 2013 den Dirty-Dutch-Track Jack That Body, der insbesondere die Freunde seines ursprünglichen Stils ansprechen sollte. Am 13. November 2013 erfolgte das Release der EP It’s a Madder of …, die die Tracks Ray Bomb, Rocker, Griever und Yubaba umfasste.

Im November 2013 äußerte sich der Niederländer in einem Interview mit „NU.nl“ negativ gegenüber den Rapper Eminem.Afrojack wil eigen nummers inzingen auf „NU.nl“ Die Äußerungen lösten diverse Diskussionen im Netz aus, was dazu führte, dass Will Ferrell Eminem während der Zeremonie der MTV Europe Music Awards 2013, die in den Niederlanden stattfanden und einen Auftritt von Afrojack und Snoop Dogg beinhalteten, fragte, ob dieser wüsste, dass sich der DJ abfällig geäußert hätte. Eminem erwiderte dies mit der einfachen frage „Who?“. Auf zahlreichen Social-Media-Plattformen entwickelte sich das „Who?“ zu einem regelrechten Running Gag.

Am 29. November 2013 veröffentlichte die US-amerikanische Sängerin Britney Spears ihr achtes Studioalbum Britney Jean. Auf diesem war das Lied It Should Be Easy enthalten, dessen Demo-Version von David Guetta und ihm produziert wurde. Afrojacks Rolle wurde schlussendlich von Nicky Romero übernommen. In der Schweiz rückte der Song durch hohe Downloadzahlen in die offiziellen Single-Charts vor.

Seine Platzierung auf Platz neun der DJ-Mag-Top-100 konnte er im Jahr 2013 halten.

2014: Forget the World & Turn up the Speakers Ten Feet Tall erschien als zweite offizielle Single seines anstehenden Studioalbums im Februar 2014. Sie wurde von Stephen Wrabel gesungen und konnte an den Erfolg von The Spark anschließen. Neben hohen Platzierungen in unter anderem Ungarn, seiner Heimat, Schottland und Großbritannien erreichte das Lied für eine halbe Million Verkäufe Goldstatus in den USA. Mehrere Millionen Klicks erreichte auch ein Big-Room-Remix des Liedes von David Guetta. Ebenfalls im Februar 2014 veröffentlichte er den Big-Room-Track Musician.

Gemeinsam mit dem US-amerikanischen Comedian, Schauspieler und Rapper Nick Cannon sowie den Jackie Boys produzierte er als Featuring-Artist das Lied Looking For a Dream.Entertainment Tonight: Backstage: Nick Cannon is 'Looking for a Dream auf „YouTube“ Dieses erschien bereits im Februar 2014 als Promo-Single und diente schlussendlich als Lead-Single von Cannons satirischem Studioalbum White People Party Music, das am 1. April 2014 veröffentlicht wurde. Ebenfalls von Afrojack produziert wurde der Albumtrack OJ.