Kevin De Bruyne [] (* 28. Juni 1991 in Drongen, Gent) ist ein belgischer Fußballspieler. Der offensive Mittelfeldspieler steht bei SSC Neapel unter Vertrag und spielt für die belgische Nationalmannschaft, die er als Kapitän von 2023 bis 2025 anführte.
De Bruyne gewann 2023 mit Manchester City das Triple aus UEFA Champions League, Meisterschaft und Pokal. Nationale Titel errang er in Belgien, Deutschland und England.
Karriere Verein KRC Genk (2005–2012) De Bruyne begann mit dem Fußballspielen in seinem Geburtsort beim KVV Drongen. Im Alter von sieben Jahren wechselte er in die Jugend des KAA Gent. 2005 schloss er sich der Juniorenabteilung des KRC Genk an und schaffte dort zur Saison 2008/09 den Sprung in die erste Mannschaft.
Sein Debüt in der Jupiler Pro League gab er am 9. Mai 2009 (33. Spieltag) bei einer 0:3-Niederlage gegen Sporting Charleroi, als er in der 81. Minute für Ederson Tomera eingewechselt wurde.Spielbericht – 33. Spieltag 2008/09 auf transfermarkt.de Auch am letzten Spieltag der Saison gegen den RSC Anderlecht kam er zum Einsatz. Sein Team gewann in der gleichen Saison mit einem 2:0 im Finale gegen den KV Mechelen den Belgischen Pokal.
Am 20. und 27. August 2009 kam De Bruyne in den Ausscheidungsspielen zur Europa League in den beiden Spielen gegen den OSC Lille zu seinen ersten internationalen Einsätzen auf Vereinsebene. In der Saison 2009/10 absolvierte er 26 Ligaspiele, wobei er am 7. Februar 2010 (25. Spieltag) gegen Standard Lüttich seinen ersten Ligatreffer mit einem Distanzschuss zum 1:0 erzielte. Im Saisonverlauf kam er zu neun weiteren Einsätzen (zwei Tore) in den neu eingeführten Playoffs der Jupiler Pro League und zu zwei Einsätzen im nationalen Pokalwettbewerb.
Im Juli/August 2010 wirkte der Offensiv-Allrounder in der 3. Qualifikationsrunde der Europa League gegen Inter Turku aus Finnland und in den beiden Ausscheidungsspielen gegen den FC Porto mit. Beim 5:1-Sieg über Turku traf er einmal, gegen Porto musste sich sein Team jedoch mit 0:3 und 2:4 geschlagen geben und verpasste damit die Teilnahme an der Hauptrunde. In den ersten drei Ligaspielen der Saison 2010/11 erzielte er weitere drei Treffer. Am Ende der regulären Saison qualifizierte er sich mit seinem Team auf dem zweiten Platz hinter dem RSC Anderlecht für die Meisterschafts-Playoffs. Er wurde in 22 Spielen eingesetzt, in denen er vier Treffer erzielte. In den Playoffs spielte er in allen zehn Partien (ein Tor) und Genk wurde durch ein 1:1 in der entscheidenden letzten Partie gegen das punktgleiche Standard Lüttich Belgischer Meister.
In der Qualifikation zur UEFA Champions League 2011/12 setzte sich Genk gegen FK Partizan Belgrad und Maccabi Haifa durch – in der dritten Runde gegen Belgrad kam De Bruyne in beiden Partien zum Einsatz und qualifizierte sich zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte für die Gruppenphase. Am 28. September 2011 debütierte De Bruyne im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen in der europäischen Königsklasse. Beim 5:4-Sieg im Ligaspiel gegen den FC Brügge am 29. Oktober 2011 trug er sich dreimal in die Torschützenliste ein. Insgesamt erzielte er in der Saison 2011/12 in 22 Spielen acht Tore und wurde mit seinem Team Tabellenfünfter. In den Playoffs, in denen De Bruyne sechsmal eingesetzt wurde, wurde Genk Dritter. In der Winterpause der Saison 2011/12 unterzeichnete De Bruyne einen Vertrag beim englischen Fußballclub FC Chelsea, zu dem er im Februar 2012 formal wechselte. Die Rückrunde der laufenden Saison spielte er jedoch auf Leihbasis für Genk zu Ende.Perfekt: Kevin De Bruyne wechselt im Sommer zum FC Chelsea Artikel auf goal.com vom 31. Januar 2012
Werder Bremen (2012–2013) mini|hochkant|De Bruyne bei Werder Bremen (2012)
Zur Saison 2012/13 wurde De Bruyne für ein Jahr vom FC Chelsea an den Bundesligisten Werder Bremen ausgeliehen. Sein erstes Bundesligaspiel bestritt er am 24. August 2012 (1. Spieltag) gegen Borussia Dortmund. Er wurde zum Stammspieler und bestritt 33 Partien, in denen er zehn Treffer erzielte.
FC Chelsea (2013–2014) mini|De Bruyne beim FC Chelsea (2013) Am Ende der Saison zeigten die Bundesligisten Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen Interesse an einer Verpflichtung oder Leihe De Bruynes. Trainer José Mourinho machte jedoch deutlich, dass der Spieler in der Saison 2013/14 für Chelsea auflaufen werde.Kein Dortmund-Wechsel für Kevin De Bruyne: "Mourinho will aus ihm einen besseren Spieler machen". Artikel auf goal.com vom 21. Juni 2013
Sein Debüt in der Premier League gab De Bruyne am 18. August 2013 (1. Spieltag) beim 2:0-Sieg gegen Hull City. Er spielte von Beginn an bis zu seiner Auswechslung in der 67. Minute und bereitete das Tor zum 1:0 durch Oscar vor. Auch am zweiten Spieltag gegen Manchester United (0:0) und am fünften Spieltag gegen den FC Fulham (2:0) kam er zum Einsatz. In der restlichen Hinrunde kamen dann allerdings nur noch drei Partien im League Cup und drei Spiele in der Gruppenphase der UEFA Champions League dazu.
VfL Wolfsburg (2014–2015) Weil De Bruyne mit seinen Einsatzzeiten in London unzufrieden war, wechselte er im Januar 2014 vom FC Chelsea zum VfL Wolfsburg und unterschrieb dort einen bis 2019 gültigen Vertrag. In der Rückrunde der Saison 2013/14 war er sofort Stammspieler der Niedersachsen und kam in 16 Bundesligapartien (drei Tore) und zwei DFB-Pokal-Spielen zum Einsatz. Am Ende der Saison stand ein fünfter Platz in der Liga und das Erreichen des Pokalhalbfinales.
In der Saison 2014/15 war De Bruyne eine der wichtigsten Stützen in der Mannschaft des VfL Wolfsburg. Bis zu einer Fußverletzung im Viertelfinale der UEFA Europa League im April 2015 bestritt er alle 49 Pflichtspiele für den Verein. In 34 Ligaspielen wurde er mit zehn Toren und 21 Torvorbereitungen Top-Scorer der Liga, die Anzahl der Vorlagen bedeutete gleichzeitig die Einstellung des Bundesligarekords. Dazu kamen elf Einsätze in der UEFA Europa League, in denen er fünfmal traf. Negativschlagzeilen machte De Bruyne im Spiel gegen Eintracht Frankfurt am 19. Spieltag, als er einen Balljungen mit den Worten „Give me the ball, you motherfucker“ beleidigteDe Bruyne beleidigt Balljungen, auf spiegel.de, abgerufen am 9. Februar 2015. und dafür vom DFB zu einer Strafzahlung in Höhe von 20.000 Euro verurteilt wurde.Beleidigung eines Balljungen: 20.000 Euro Geldstrafe für de Bruyne, auf spiegel.de, abgerufen am 9. Februar 2015. Positiver war das Ergebnis am Saisonende: Sein Verein wurde Zweiter hinter dem FC Bayern München und gewann den DFB-Pokal mit einem 3:1 im Finale gegen Borussia Dortmund. Das Tor zum 2:1 für die Wolfsburger erzielte De Bruyne mit einem Distanzschuss. Nach dem Spiel wurde er von einer Experten-Jury zum wertvollsten Spieler des Finales und anschließend von Fans zum Pokalheld der Saison 2014/15 gewählt und in den DFB-Pokal Walk of Fame aufgenommen. Außerdem wurde er in diesem Jahr zu Deutschlands Fußballer des Jahres und zu Belgiens Sportler des Jahres gekürt.
Zu Beginn der Saison 2015/16 siegten die Wolfsburger im DFL-Supercup gegen den FC Bayern München. De Bruyne bereitete dabei den Treffer zum 1:1 kurz vor Schluss durch Nicklas Bendtner vor und verwandelte im anschließenden Elfmeterschießen seinen Versuch.
Manchester City (2015–2025) Kurz vor Ende der Transferperiode im August 2015 wechselte De Bruyne zurück in die Premier League zu Manchester City. Er erhielt einen Sechsjahresvertrag.Meldung auf der Website von Manchester City, abgerufen am 30. August 2015 Mit einer geschätzten Ablösesumme in Höhe von 75 Mio. Euro war dies der bis zu jenem Zeitpunkt teuerste Transfer der Bundesliga und De Bruyne einer der teuersten Spieler weltweit.kicker online: Letzter Akt: Kevin De Bruyne unterschreibt bis 2021, 30. August 2015, abgerufen am 30. August 2015. Seinen ersten Einsatz für Manchester City hatte De Bruyne am 12. September 2015 (5. Spieltag) beim 1:0-Sieg gegen Crystal Palace, als er in der 25. Spielminute für Sergio Agüero eingewechselt wurde.Spielschema Crystal Palace gegen Manchester City auf kicker.de, abgerufen am 15. September 2015 In der Hinrunde der Saison 2015/16 wurde De Bruyne in 15 Ligaspielen eingesetzt, in denen er fünf Treffer erzielte. Im Halbfinale des League Cup gegen den FC Everton verletzte sich De Bruyne am 27. Januar 2016 nach einem Zweikampf schwer am rechten Knie, und fiel bis Anfang April 2016 aus. Direkt nach seiner Genesung traf er sowohl im Hin- als auch im Rückspiel des UEFA-Champions-League-Viertelfinales gegen Paris Saint-Germain, wodurch der Klub erstmals das Halbfinale erreichte, wo man jedoch am späteren Sieger Real Madrid scheiterte. In 25 Ligaeinsätzen in der Premier League erzielte er sieben Tore und bereitete neun weitere vor. Dazu kamen unter anderem fünf Treffer in fünf Spielen des League Cups, dessen Finale er verletzungsbedingt verpasste. Sein Team gewann aber auch ohne ihn den Titel gegen Liverpool.
In der Saison 2016/17 wurde Pep Guardiola Trainer bei Manchester City; dieser wollte De Bruyne schon als Bayern-Trainer verpflichten. In dieser Spielzeit absolvierte er 36 Ligapartien, in denen er sechs Mal traf und 21 Tore vorbereitete. Auch 2017/18 gehörte der Belgier zu den Leistungsträgern bei Manchester City und hatte mit acht Toren und 16 Torvorbereitungen in 37 Spielen maßgeblichen Anteil am Gewinn der englischen Meisterschaft. Auch der Titel im League Cup konnte erneut errungen werden. De Bruyne wurde zum besten Spielmacher der Premier League und sowohl in die Premier-League-Mannschaft des Jahres als auch in das UEFA Team of the Year gewählt. Trainer Guardiola gab an, er würde „keine Worte für [De Bruynes] Leistung“ finden.Den Schatten gewählt Artikel auf der Website der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 6. Juli 2018 (abgerufen am 7. Juli 2018) Seine Vertragslaufzeit wurde zwischenzeitlich bis 2023 verlängert.KEVIN DE BRUYNE PENS NEW FIVE-YEAR CONTRACT auf der Website von Manchester City, abgerufen am 22. Januar 2018
Große Teile der Hinrunde der Saison 2018/19 verpasste De Bruyne aufgrund eines Außenbandrisses im Knie. So absolvierte er lediglich 19 Ligaspiele. Am Ende der Saison gewann Manchester City als erster englischer Klub das nationale Triple bestehend aus Meisterschaft, FA Cup und Ligapokal. In der Saison 2019/20 wurde De Bruyne aufgrund seiner hervorragenden Leistungen (13 Tore und 20 Torvorlagen in 35 Ligaspielen) zum Spieler der Saison und zu Englands Fußballer des Jahres (PFA) gekürt.De Bruyne voted 2019/20 EA SPORTS Player of the Season, premierleague.com, 15. August 2020, abgerufen am 16. August 2020.
mini|237x237px|De Bruyne im Einsatz für Manchester City in der Champions League (2021) Auch 2020/21 wurde De Bruyne wie im Vorjahr zum PFA Fußballer des Jahres gewählt. Mit sechs Toren und zwölf Assists in 25 Spielen hatte er entscheidenden Anteil an Citys Meisterschaft. Dazu wurde der Ligapokal gewonnen und das Finale der UEFA Champions League erreicht. Im CL-Finale, in dem City dem FC Chelsea unterlag, erlitt De Bruyne, der sein Team als Kapitän anführte, mehrere Gesichtsfrakturen und musste vorzeitig ausgewechselt werden. In der Saison 2021/22 gewann Manchester City wieder die Meisterschaft, De Bruyne wurde mit 15 Treffern und acht Vorlagen in 30 Spielen erneut zum Spieler der Saison gekürt. Am 11. Mai 2022 erzielte De Bruyne gegen die Wolverhampton Wanderers vier Tore in 23 Minuten.