Kelechukwu Rowland Okereke (* 13. Oktober 1981 in Liverpool) ist ein britischer Musiker, Sänger und Gitarrist. Okereke ist Frontmann und Sänger der Rockband Bloc Party und seit 2010 auch als Solokünstler unter dem Künstlernamen Kele aktiv.
Leben Jugend Okereke wurde 1981 in Liverpool geboren und wuchs in einer katholischen igbo-nigerianischen Familie in London auf. Seine Mutter arbeitete als Hebamme, sein Vater war Molekularbiologe. Während seines Studiums der Anglistik am King’s College London lernte er seinen späteren Bandkollegen Russell Lissack kennen. Nachdem er 2001 von zu Hause auszog, machte er die Bekanntschaft mit Gordon Moakes und Matt Tong. Gemeinsam gründeten die vier 2003 die Band Bloc Party.
Erfolge mit Bloc Party
2005 schaffte Bloc Party mit dem Debütalbum Silent Alarm den Durchbruch und feierte internationale Erfolge. Auch die Nachfolgealben A Weekend in the City und Intimacy waren überaus erfolgreich. Insbesondere die sehr persönlichen Texte Okerekes gelten als Markenzeichen der Band. Im Laufe der Jahre wurden zu den reinen Rock-Elementen in der Musik mehr und mehr elektronische Komponenten in die Stücke eingebaut. Im Oktober 2009 gaben die Bandmitglieder bekannt, dass sie vorerst eine längere Pause einlegen und sich mit der Arbeit am vierten Album Zeit lassen wollen. Als Grund gab die Band an, sich erst einmal verschiedenen Soloaktivitäten widmen zu wollen. 2012, 2016 und 2022 erschienen weitere Alben der Band, wenn auch letztere mit veränderter Besetzung.
Solokarriere Bereits 2009 erschien auf dem Album Kaleidoscope des niederländischen DJs Tiësto der Titel It's Not the Things You Say, der einen Gastauftritt Okerekes beinhaltete. Am 14. Juni 2010 erschien die Singleauskopplung Tenderoni aus dem eine Woche später veröffentlichten ersten Soloalbum The Boxer. Die Wahl des Albumtitels begründet Okereke mit den Worten
Auf dem Album sind kaum noch typische Elemente der Rockmusik zu finden. Okereke beschreibt die Arbeiten am Album als „befreiende Erfahrung“. Rockmusik langweile ihn mittlerweile, doch in der elektronischen Musik sei „Alles […] plötzlich wieder spannend.“Kele Okereke: Die Endorphin-Maschine auf zeit.de vom 17. Juni 2010 (abgerufen am 23. August 2010). Eine Wiederbelebung von Bloc Party schien daher lange unsicher. Am 16. August 2010 erschien die zweite Single Everything You Wanted, die dritte Single On the Lam folgte im November 2010 ausschließlich als Download.
Im November 2011 veröffentlichte Okereke die EP The Hunter, vorab erschien die Single What Did I Do, die er gemeinsam mit Sängerin Lucy Taylor einspielte. Nach einigen Gastauftritten in Songs anderer Künstler, die zum Teil auch als Single veröffentlicht wurden, und der Veröffentlichung eines neuen Bloc-Party-Albums 2012 kündigte Okereke für Oktober 2014 sein zweites Solo-Album Trick an. Dieses erschien am 13. Oktober 2014, als Singles wurden die Songs Doubt, Coasting und Closer ausgekoppelt.
Am 6. Oktober 2017 erschien Okerekes drittes Soloalbum Fatherland. Dieses veröffentlichte er unter seinem vollen Namen Kele Okereke, als Grund gab er an, eine klare Abgrenzung zu seinen bisherigen Soloalben machen zu wollen. Die Musik auf diesem Album enthielt keinerlei elektronische Anleihen mehr, sondern ist eher dem Genre „Folk-Pop“ zuzuordnen. Vorab wurden die Titel Streets Bern Talkin' und Yemaya vorgestellt.Sabine Winkler: Kele Okereke im Interview: „Als Vater ist jeder Tag ein Abenteuer!“ Interview auf musikexpress.de vom 6. Oktober 2017
Persönliches Im März 2010 outete sich Okereke in dem Magazin BUTT als homosexuellBloc Party-Sänger Kele Okereke: „Ich hab' die Britney gemacht“ auf stern.de vom 18. Juni 2010 (abgerufen am 23. August 2010). Wenige Monate später wurde er von der Musikseite lp33.tv zum Sexiest Out Gay Male Artist gewählt. Er lebt zurzeit in Shoreditch, London. Mit seinem Partner und der Hilfe einer Leihmutter bekam Okereke im Dezember 2016 eine Tochter.
Diskografie
Alben 2010: The Boxer (Wichita Recordings) 2014: Trick (Lilac Records) 2017: Fatherland (BMG) 2019: Leave to Remain (Soundtrack Album) 2019: 2042 (Kola) 2021: The Waves Pt. 1 (Kola) 2023: The Flames Pt. 2 (Kola) 2025: "The Singing Winds, Pt. 3"
EPs 2011: The Hunter (Wichita Recordings) 2013: Heartbreaker (Crosstown Rebels) 2014: Candy Flip (Crosstown Rebels)
Singles 2010: Tenderoni 2010: Everything You Wanted 2010: On the Lam 2011: What Did I Do 2014: Doubt 2014: Coasting 2014: Closer 2017: Yemaya 2017: Streets Been Talkin’ 2017: Grounds for Resentment (feat. Olly Alexander) 2017: Do You Right 2018: Not the Drugs Talking 2019: Jungle Bunny 2019: Between Me and My Maker 2019: Guava Rubicon 2020: Melanin 2021: The Heart of the Wave 2021: Smalltown Boy 2021: Nineveh 2021: From a Place of Love 2021: W.A.I.S.T.D 2022: Vandal 2023: True Love Knows No Death 2023: Someone to Make Me Laugh
Gastauftritte und Featurings 2005: Believe auf Push the Button von The Chemical Brothers 2009: It's Not the Things You Say auf Kaleidoscope von Tiësto 2011: Ready 2 Go auf SMASH von Martin Solveig 2011: Step Up auf Blue Songs von Hercules and Love Affair 2013: Turn It Around auf Torus von Sub Focus 2013: Let Go auf Don't Talk To von Remix Artist Collective 2014: Faith auf Samson & Delilah von VV Brown 2014: The One mit Sable 2020: Won't Give Up mit Ejeca
Weblinks
Offizielle Website (englisch)
Einzelnachweise
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