Das in Algerien gelegene Erzbistum Algier (lat.: Archidioecesis Algeriensis) wurde am 10. August 1838 als Suffraganbistum der Erzdiözese Aix begründet und bereits am 25. Juli 1866 zum Erzbistum erhoben: Seine Suffraganbistümer sind die Diözesen Constantine und Oran.
Geschichte mini|Cathédrale du Sacré-Cœur in Algier Frankreich besetzte Algerien ab 1830. Das Ende der französischen Kolonialherrschaft und die Unabhängigkeit Algeriens 1962 führte in der Erzdiözese zu einer tiefgreifenden Umstrukturierung, so wie in den anderen Diözesen Algeriens auch. Da die europäischstämmige Bevölkerung fast vollständig emigrierte, sank die Zahl der Katholiken auf rund 50.000 Personen in ganz Algerien im Jahr 1966. Die einst den Muslimen enteignete Ketschawa-Moschee, ab 1832 eine Kathedrale, wurde wieder zur Moschee. Der gegenüber errichtete Sitz des Erzbistums wurde zum Sitz des Tourismusministeriums. Unter Léon-Étienne Duval, der der algerischen Unabhängigkeit offen gegenüberstand, wurde die 1958 bis 1961 errichtete Cathédrale du Sacré-Cœur d’Alger am 20. Mai 1966 zur neuen Kathedrale des Bistums geweiht.
Bischöfe von Algier Bischöfe Antoine Dupuch (1838–1845) Louis Pavy (1846–1866)
Erzbischöfe Charles Martial Lavigerie (1867–1892) Prosper Auguste Dusserre (1892–1897) Frédéric-Henri Oury (1898–1907) Barthélemy Clément Combes (1909–1917) Auguste-Fernand Leynaud (1917–1953) Léon-Étienne Kardinal Duval (1954–1988) Henri Teissier (1988–2008) Ghaleb Moussa Abdalla Bader (2008–2015) Paul Desfarges SJ (2016–2021) Jean-Paul Kardinal Vesco OP (seit 2021)
Siehe auch Römisch-katholische Kirche in Algerien Basilika Unserer Lieben Frau von Afrika
Weblinks
Homepage des Erzbistums Algier (französisch) Bild der Kathedrale in Algier
Einzelnachweise
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