miniatur|200px|Sohrab kämpft gegen Gordāfarīd mini|Sohrab entdeckt, dass seine Gegnerin eine Frau ist. Joseph Rotter, Tiflis. Gordāfarīd () ist eine der Heldinnen im iranischen Nationalepos Schāhnāme, dem Lebenswerk des iranischen Dichters Abū ʾl-Qāsim Firdausī (940/41-1020). Gordāfarīd war die Tochter des Königs Gostaham (Gaždaham), des Verwalters des „Weißen Schlosses“ (DEŽ-E SAFĪD).Aḥmad Tafażżolī: DEŽ-E SAFĪD (White fortress) In: Encyclopædia Iranica Als Sohrab, der Sohn Rostams, aus Turan kommend, das Weiße Schloss angriff, stellte sich Gordāfarīd ihm in männlicher Rüstung entgegen. Sie verlor den Zweikampf gegen Sohrab, der sie gefangen nahm, dann aber gegen ein Eheversprechen wieder frei ließ und zurück zum Weißen Schloss geleitete. Sie ritt rasch durch das offene Schlosstor und ließ schnell das Tor schließen, so dass Sohrab das Nachsehen hatte. Sohrab eroberte am folgenden Tag das Schloss und ließ nach Gordāfarīd suchen, doch sie war in der Nacht mit ihrem Vater durch einen unterirdischen Gang geflohen und dem verliebten Sohrab entkommen.

Gordāfarīd gilt als Musterbeispiel der mutigen und tapferen iranischen Frau: Schön, begehrenswert, mutig und listig. Firdausi beschreibt Gordāfarīd mit folgenden Worten: Und Sohrab schildert Gordāfarīd: Der Wirkung ihrer Schönheit bewusst, schmeichelt die gefesselte Gordāfarīd Sohrab:

Literatur Uta von Witzleben: Firdausi: Geschichten aus dem Schahnameh. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf und Köln 1960, S. 79–82 (Wie Sohrab mit Gordafrid kämpfte). Djalal Khaleghi-Motlagh: GORDĀFARID In: Encyclopædia Iranica

Einzelnachweise und Anmerkungen

Siehe auch Persische Mythologie

Kategorie:Gestalt der iranischen Mythologie