mini|Lilly Becher wird mit der Deutschen Friedensmedaille ausgezeichnet (1967) Die Deutsche Friedensmedaille war die höchste Auszeichnung des Friedensrates der DDR (DFR) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), welche 1954 in zwei Stufen, Silber und Gold, gestiftet wurde. Sie galt in der DDR als nichtstaatliche Auszeichnung.
Aussehen und Trageweise Die silberne, spätere versilberte bzw. vergoldete Medaille mit einem Durchmesser von 35 mm zeigt auf ihrem Avers das vom Betrachter aus gesehen links blickende Porträt Otto Hahns und die Umschrift: FÜR VERDIENSTE (oben) UM DEN FRIEDEN (unten). Der Kreis wird vollendet durch zwei Lorbeerzweige die links und rechts des Kopfes am Medaillenrand liegen. Das Revers der Medaille zeigt dagegen mittig eine fliegende Friedenstaube mit der darunter liegenden Inschrift: FRIEDENSRAT. Umschlossen wird das Symbol des Friedens von der Umschrift: DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK, welche drei Viertel des Kreisumfanges ausmacht. Das untere Viertel wird von zwei modernen Lorbeerzweigen ausgefüllt. Getragen wurde die Medaille an der linken oberen Brustseite an einer blauen Schleife, in deren Mitte eine Friedenstaube in der Farbe der jeweiligen verliehenen Stufe aufgelegt ist.Bartel, Karpinski: Auszeichnungen der Deutschen Demokratischen Republik. Militärverlag der DDR, 1979, S. 196.
Bekannte Träger Heinz-Wolfram Mascher, 1951, Jurist und Politiker Heinz Sanke, 1951, Geograph Emil Fuchs, 1953, Theologe Joseph Wirth, 1954, Politiker Otto Buchwitz, 1955, Politiker Ernst Goldenbaum, 1955, Politiker Rolf Helm, 1955, Jurist Heinrich Homann, 1955, Politiker Karl Kleinschmidt, 1955, Pfarrer und Publizist Wilhelmine Schirmer-Pröscher, 1955, Politikerin Ehm Welk, 1955, Schriftsteller Erich Fabian, 1956, Schriftsteller Maximilian Scheer, 1956, Publizist Wolfgang Sachse, 1957, Pfarrer Manfred von Ardenne, 1958, Naturwissenschaftler Heinz Kamnitzer, 1958, Schriftsteller Gerhard Lotz, 1958, Kirchenjurist Josef Orlopp, 1958, Gewerkschafter Gertrud Sasse, 1958, Lehrerin Anna Seghers, 1958, Schriftstellerin Peter Alfons Steiniger, 1958, Jurist Curt Böhme, 1959, Politiker Hanns Eisler, 1959, österreichischer Komponist Ludwig Renn, 1959, Schriftsteller Walther Siegmund-Schultze, 1959, Musikwissenschaftler und Hochschullehrer Werner Eggerath, 1960, Politiker John Heartfield, 1961 Joseph Freusberg, 1961, Bischof Gerhard Rudolf Meyer, 1964, Archäologe Georg Grasnick, 1964, Journalist Rosel Walther, 1965, Politikerin Herbert Landmann, 1966, Arzt und Politiker Johannes Tralow, 1967, Schriftsteller Nelly Haalck, 1968, Politikerin Erich Mielke, 1969, Politiker, DDR-Minister für Staatssicherheit Georg Spielmann, 1970, Widerstandskämpfer Ralph Abernathy, 1971, afroamerikanischer Bürgerrechtler Martin Niemöller, 1977 in Gold, Theologe und Widerstandskämpfer Helmut Aris, 1983, Präsident des Verbandes der Jüdischen Gemeinden in der DDR Rudolf Nehmer, 1983 in Silber, Maler und Grafiker
August Bach, Politiker Edgar Bennert, Schauspieler, Journalist und Intendant Georg Boock, Politiker Walter Bredendiek, Theologe Johannes Dieckmann, Politiker Dieter Eberle, Journalist Erich Einsporn, Physiker Walter Friedeberger, Arzt Otto Hartmut Fuchs, Funktionär der DDR-CDU Manfred Gerlach, Politiker (LDPD) Gerhard Kehnscherper, Theologe Karl Pagel, Kirchenrat Ursula Raurin-Kutzner, Politikerin Hans Wiedemann, Politiker
Einzelnachweise
Kategorie:Orden und Ehrenzeichen (DDR) Kategorie:Medaille